Fünf Tipps für Lappland

Wenn Ihr mal in Lappland (Finnland) seid, kann ich Euch diese fünf Dinge empfehlen:

1. RAFTEN MIT DEN FISCHENP1090741IMG_4382Vor allem wenn Ihr zu den Leuten gehört, die morgens kaum ein Auge aufkriegen (so wie ich), werdet ihr spätestens danach hellwach sein: Auf dem Kukkolankoski-Fluss in Tornio kann man raften, während die Fischer ihre fünf Meter langen Kescher ins Wasser halten. Die Steine, auf denen man ordentlich hochfliegt (und manchmal auch rausfällt), dienen im Herbst gleichzeitig den Renken (dit sind so Fische) als Rast auf ihrem Weg zurück ins offene Meer. Und genau in diesem Moment werden sie gefangen – ganz ohne Köder. Die Kescher sind so lang, dass sie nicht einmal in die Häuser der Fischer passen (Bild unten). Der Fang wird nach einer alten Regel im ganzen Dorf aufgeteilt und traditionell auf einem Stock über dem offenen Feuer zubereitet. Das Raften und Stockfisch-Grillen kann man hier buchen: Nordic Safaris.P1090609P1090639P10907002. LAPPISCHE TAPAS PROBIERENP1090829P1100484P1090832P1090855P1090863P1090881Dieser Punkt dürfte der einfachste sein. Denn jedes Mal, wenn man in Lappland eine Sauna bucht oder überhaupt irgendetwas bucht, bekommt man riesige Holzbretter mit traditionellen Vorspeisen auf den Tisch gestellt (hier auf dem Gelände von Lapponia Safaris). Oder die Wirte lassen einfach ein Stück Lachs wie eine Voodoo-Puppe neben einem Kamin räuchern. Außerdem ist Lappland bekannt für seinen außergewöhnlichen Mix aus traditionellen (so wie Pilze, Beeren, Fisch und Rentier) und einfach nur gut aussehenden Zutaten (so wie Blumenblätter, Granatapfel-Kerne und Krebs-Schalen) – ein hervorragendes Beispiel davon könnt Ihr im City Hotel restaurant in Rovaniemi probieren (Bilder unten). P1110060P1090937P10909323. SICH IM WALD VERLAUFENP1100198P1100296P1100279P1100231Wir haben während der Autofahrt ein Rentier im Wald entdeckt, sind ausgestiegen, um ein Bild zu machen und ihm einfach nachgelaufen… Bis wir irgendwann vor einer Farm mit ganz vielen Rentieren (und ihren Bodyguard-Schweinchen) standen. 300 000 Rentiere leben in Lappland, alle in weitläufigen Farmen – sie gehören also immer jemanden und wo eins sind, sind auch noch mehr. Also wenn Santa (der ja auch aus Lappland kommt) sie nicht gerade für seine Geschenke-Zustellung braucht, bekommt man garantiert welche zu sehen.P1100240P1090846P11002344. SICH IN DER RAUCHSAUNA BETRINKEN UND IN DEN ARKTISCHEN SEE SPRINGENP1100357Erst die Arbeit: Die traditionelle finnische Rauchsauna muss zehn Stunden vorgeheizt werden. Danach riecht Ihr wie ein Edelforellen-Filet von Aldi. Also keine Dates für den gleichen Abend ausmachen!P1110123P1100404Nein, keine Toilette, sondern die wahrscheinlich kleinste Sauna der Welt. Immer noch Platz genug für einen Drink (hier erlaubt) – was auch gleichzeitig für etwas Mut sorgt für den Sprung in den arktischen See… P1100433P1100410P1100480P1100419P1100451P1100352 P1100425Die Katzenohren-Hüte waren eigentlich dafür gedacht, in der Sauna die Haare vor Hitze zu schützen. Ich habe sie (nach ein paar Gin Tonics) als ein modisches Accessoire schätzen gelernt, das mich in den Hop Pot und sogar zum Abendessen begleitet hat. Diesen privaten Saunen-Komplex im Metsäkyly-Wald (vier Saunen, Hot Pots, Essen und Drinks) könnt Ihr unter diesem Link buchen.P1100430P1100444P1100569P1100313P1100461P11004715. MIT DEM JETSKI ZU EINER HUSKY-FARM FAHRENP1100489Während bei uns eher Kürbissuppe-Kochen die typische Herbstaktivität ist, steigen die Finnen auf einen Jetski und fahren zur Husky-Farm. Während dieser Tour, gebucht bei Access Lapland in Rovaniemi, haben wir zuerst am Arktikum gehalten, das eine Art Wissenschaftszentrum und Museum in einem ist. Da das Dach komplett verglast ist, kann man von hier aus sogar manchmal die Polarlichter beobachten, wenn es dunkel wird. P1100523IMG_5030Wenn ich fahre.IMG_4962Wenn er fährt… Danke, Laura, für diese Bilder!P1100567P1100520P1100542Was soll man dazu noch sagen? Als wir am Huskypoint angekommen sind, waren 40 der 130 Alaskan Huskies, die hier leben, Welpen!P1100572P1100708Mika war der “Papa” der Huskys und hat uns vor der Fahrt (zu dieser Jahreszeit mit Rädern, nicht mit Schlitten) viel über sie erzählt. Zum Beispiel kann ein 20-Kilo-Husky bis zu 60 Kilo ziehen. Die Welpen fangen mit einem Jahr an zu trainieren. Ältere Tiere (mit zehn gehen sie in Rente) helfen ihnen bei der Ausbildung. Dann haben sie meistens schon 300 000 Kilometer auf dem Buckel.P1100638P1100679P1100621P1100598P1100713Vergesst nicht, Euch bei Eurem Husky für die Fahrt zu bedanken!

Immer noch nicht genug von Lappland? Lest hier einen anderen Post über Pilze- und Beerensammeln in einem Wald von Rovaniemi, hier meine Geschichte über Lappland in der BZ am Sonntag. Eine gute Verbindung von Deutschland nach Lappland gibt es mit Finnair (entweder nach Kemi/Tornio oder nach Rovaniemi).

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