Tag Archives: beach

P1710762

Versteckte Bucht in Deià

Wenn Ihr in Deià (Mallorca) seid, nehmt euch unbedingt 15 Minuten Zeit, um zur Cala de Deià zu wandern, einer etwas versteckten Bucht, die vor allem von Booten für ein schnelles Mittagessen angefahren wird (nicht mit dem Auto hinfahren, der Parkplatz ist teuer und überfüllt). Ihr findet hier zwar keinen klassischen Traumstrand – es ist steinig, schattenfrei und Rafaelo gibt´s auch nicht. Aber für mich hat diese Bucht einen gewissen “Flinstone”-Charme: Man breitet seine Tücher einfach auf der Bootsrampe aus oder klettert direkt vom Wasser aus in das zusammengetackerte Restaurant. Und mitten in der Bucht gibt es einen Stein zum Runterspringen und Angeben! Perfekt also für Kinder und Freundin.
P1710474P1710683P1700055P1710629P1710753P1710760P1710688P1710647 - Arbeitskopie 2P1710135P1710762P1710778P1710830P1710808P1710821Lest hier meine Reisegeschichte über Deià in der BZ.

P1920219

Allein im Robinson Club Maldives

Freunde fragen mich oft, ob ich überhaupt noch aufgeregt bin, so oft wie ich verreise. Die Antwort: Jede Sekunde und auf jeder einzelnen Reise. Und wenn ich‘s mal nicht bin, hole ich mir drei Kaffee und schon habe ich wieder Herzklopfen – so einfach ist es. Jedenfalls war ich bei meinem letzten Trip ganz besonders aufgeregt, denn ich war zum ersten Mal in meinem Leben allein verreist. Und das an einen Ort, wo alle in Begleitung von ihren Lieblingsmenschen kommen. Die meisten Gäste im  Robinson Club Maldives sind nämlich Honeymooner oder zumindest Menschen, die vor haben, den ganzen Urlaub lang rumzuknutschen. Ich war nicht so sehr besorgt wegen des (Nicht-)Knutschens, sondern mich viel mehr gefragt, wer denn die ganzen typischen Inna-Posing-Fotos machen soll (zumindest bin ich ehrlich)… Und paradoxerweise hatte ich noch nie sooo viele Posing-Fotos wie am Ende von DIESER Reise!P1910683P1910667P1920389P1910672P1920416P1920148P1920414P1920364P1920404P1910660Man hat die Wahl zwischen einem Wasser-Bungalow (mit Glasboden neben dem Bett, riesiger Terrasse und einer Treppe direkt ins Wasser) oder einem Strand- oder Garten-Bungalow (für alle, die Sand an den Füßen lieben). Ich hatte ein paar Bilder von einem Strand-Bungalow auf meinem letzten Post. Und habe es geliebt wegen des Draußen-Badezimmers.P1910636P1910687P1910713P1910982P1910992P1920004Am ersten Tag wollte ich erstmal die Insel kennenlernen, was bei einer Größe von 450×240 Metern nicht all zu viel Zeit in Anspruch nahm. In 20 Minuten war man einmal rum. Bei den Malediven hatte ich aber immer diese tollen Aufnahmen von oben im Kopf: eine Insel mitten im Nichts und ein paar Wasservillen. Der beste Weg, um auch solche Angeberfotos zu machen, ist mit einem Parasail zu fliegen. Ich habe sogar meine normale Kamera mitnehmen können, denn man startet und landet auf einem Boot und wird nicht nass. Achtet darauf, dass ihr zwischen 10 und 15 Uhr an einem klaren Tag fliegt, dann werden die Farben am schönsten. Und dass die Fußnägeln immer schön lackiert sind. So könnt Ihr beim Fotozeigen immer so tun, als ob Ihr nur den neuen Nagellack präsentieren möchtet und dann ganz beiläufig: “Ach übrigens, das dahinter war unsere Insel”!DSCN0427P1910776DSCN0452P1910898P1910948P1910804P1910921P1910874Beim Fliegen hatte man auch die einzigartige Möglichkeit einen Blick auf die Präsidenten-Suite am Ende der Wasservillen zu werfen. Am liebsten wäre ich gleich in ihrem Pool gelandet. Aber die Drinks waren noch nicht kalt…P1910700Das Restaurant des Robinson Clubs hatte immer ein riesiges internationales Buffet, aber eben auch eine Ecke mit lokalen Spezialitäten und einem einheimischen Koch, der mit Begeisterung in aller Ausführlichkeit erklärte, was das ist und wie man es macht und zu welchem Anlass man es isst und gegen welche Krankheiten es hilft. Die Insel hat einen eigenen Gemüse- und Kräutergarten, eine Bäckerei und eine Filteranlage, um aus Meereswasser Trinkwasser zu machen. So muss der Essenscontainer nur einmal in zwei Wochen kommen und man spart 400.000 Plastikflaschen jährlich. Ich will jetzt nicht wie eine Lehrerin klingen, aber ich fand es beeindruckend, wie sich so eine kleine Insel selbst versorgen kann. Zumal jede Insel der Malediven nur einen Meter über dem Meeresspiegel liegt und der steigt ständig…P1910325P1920303P1910340P1910431Wer in einem Strand-Bungalow wohnt, hat immer einen kleinen eigenen Strandbereich mit zwei Liegen. Kein Gebäude auf der Insel darf höher gebaut sein als die höchste Palme. Das da unten sind ihre Früchte.P1920360P1910516P1920173P1920158P1920199Nach nur einem Tag habe ich mich wie ein Biologe gefühlt und kannte jeden Baum, jede Blume und jede Hängematte der Insel. Und lernte auf meiner Expeditionstour immer mehr Leute und Hobbyfotografen kennen. P1920436P1920441P1920049Auf der Insel gibt es zwei perfekte Orte für den Sonnenuntergang. Einen seht Ihr hier, den zweiten am Ende.P1920056P1910492P1920077P1910258P1910525P1910609P1910600P1910531Partys und ich ziehen uns magisch an und am Abend meines Ankunftstages gab es – Überraschung – eine Party. Und zwar den Captains Dinner, bei dem die ganze Crew sich als Matrosen verkleidet und alle Gäste in Weiß kommen müssen. Am Ende des Tages kannte ich bereits so viele Leute, dass es sich wie eine Feier unter Freunden anfühlte, nur dass keiner am Ende abwaschen musste…P1910554P1910559P1910587Was ich schon als Kind gelernt habe: Freunde dich immer mit den Eiscreme-Jungs an (Jaaa, das Robinson-Schiff war aus Eis!). Ich muss aber etwas außer Übung sein: Sie wollten es mir nicht aufs Zimmer liefern…P1910623Abends sah man immer Baby-Haie, die ganz nah an die Insel kamen. P1910420P1920340Am zweiten Tag konnte ich dann endlich das Wasser testen. Es ist das ganze Jahr über ca. 27 Grad warm und man kann stundenlang drin sitzen. P1920297Warum ich nicht sexy aussehe obwohl ich mir doch so viel Mühe gebe? Der Baum war voller Stacheln und ich fühlte mich eher wie Yogi-Mann ohne Matcha-Tee als ein cooles Strandbabe.P1920162P1920203P1910348P1920219P1920232P1920264Dieser Tag mag vielleicht etwas faul aussehen, aber zwischen all dem Posieren war ich noch schnorcheln und tauchen. Ich habe nämlich eine neue Unterwasserkamera zum Geburtstag bekommen und konnte es kaum abwarten, sie endlich den Haien zu präsentieren. P1910156Das ist der zweite perfekte Sonnenuntergangs-Ort: die Sundowner Bar mit DJ, der jeden Abend Chill Out Musik auflegt. Ich bin jetzt keine Sonnenuntergangs-WOWer, aber dieser Ort war einfach nur WOW.P1910221P1920130P1910232P1910308P1910275Ein besonderes Dankeschön an die verrückte Crew von Robinson Club Maldives für die tolle Zeit! Es gibt so viele Geschichten, die ich gerne erzählen würde, aber was auf einer Robinson-Insel passiert… Lest hier meine Geschichte über die Malediven in der BZ am Sonntag. Eine Woche im Club mit Vollpension inkl. Flug kostet ab 2299 Euro pro Person. Ich bin mit Turkish Airlines geflogen und bin seitdem ein Fan. Economy fühlt sich hier an wie Business. Und es gibt Lipgloss für alle!

P1820596

Shanti Maurice: Fish Shack

Tops finde ich blöd, also nicht die zum Anziehen, sondern die mit 1,2,3… Und die Top 1 der blödesten Tops ist immer noch für alle “Bevor-man-stirbt”-Tops reserviert. Das “Fish Shack” im Shanti Maurice Resort (Süden von Mauritius) gehört zwar nicht zu den Orten, die man gesehen haben muss, bevor man stirbt, wurde aber zu den zehn besten Strandbars weltweit gewählt. Aber es ist trotzdem gut dort. Ich wusste zunächst nichts von diesem Ruhm und habe das “Fish Shack” beim morgendlichen Spaziergang eher zufällig entdeckt. P1820955P1820662Nach diesem kleinen Strandfrühstück fand ich, dass eine ausgiebige Resorterkundung in einem weiten Kleid (das Frauen liebevoll “Babydoll” und Männer enttäuscht “Kartoffelsack” nennen) genau das Richtige sei…P1820889P1820897P1830016P1820907P1830025P1820904P1820927P1820961P1820979Tadaaa: So sieht das “Fish Shack” am Tag aus. Etwas unspektakulär, eher wie eine Trauungslocation, für ein paar Blödsinn-Fotos hat´s aber trotzdem gereicht… Am Abend dann ein völlig anderes Bild.P1820969P1820978P1820981P1830043P1830194P1820251Erst wenn die Sonne untergeht, macht die Strandbar (die eigentlich ein Grill-Restaurant ist) auf. Man läuft und läuft auf einem langen Sandweg, rechts und links nur mit Fackeln beleuchtet und fast wenn man schon glaubt, man hätte sich verlaufen, zeichnen sich weiße Betten, Grillflammen und mit Essen belegte Boote ab. Und es fühlt sich an wie eine Oase mitten in der Wüste, wenn nur das Klatschen der Wellen nicht wäre. Da ist der Name “Fish Shack” (heißt übersetzt Fisch-Baracke) leicht untertrieben… Auf den Grill kommt, was die Fischer morgens gefangen haben (aber immer Hummer, Shrimps und Marlin). Das Gute: Selbst wenn man nicht im Shanti Maurice bleibt, kann man dort abends einen Tisch/Bett/Bank buchen. P1820596P1820458P1820397P1820441P1820586P1820431shantibarP1820582

P1750956

Alle lieben Pigeon Point

Was Copacabana für Rio und die Croisette für Cannes, ist Pigeon Point für Tobago. Es ist nicht nur der beliebteste Strand und die Coolen-Prominade der Insel, hier steht auch das Wahrzeichen von Tobago: ein Steg mit einer Hütte. Ja, was soll das auch mit überdimensionalen Christus-Statuen und Eifeltürmen… Aber im Ernst: Pigeon Point wurde unter die besten Strand-Areas der Welt gewählt, man zahlt zwar ca. drei Euro Eintritt, hat aber Bäder, Umkleiden, Bars, Hütten zum Grillen und sogar Gärtner, die zwar nicht wie Jesse Metcalfe aus Desperate Housewifes aussehen, aber fleißig alte Palmenblätter wegräumen und für Kokosnuss-Nachschub sorgen. Aber wo wir schon bei Jesse Metcalfe sind – am Pigeon Point befindet sich auch eine Surfschule ;-) .P1750701P1760228P1760219P1750745P1750724P1750757P1750764P1750774standup2Bei Stand Up Paddling Tobago hatten wir ein paar richtig anstrengende Stunden mit hohem Wellengang. Was leider nicht auf einem Foto festgehaten wurde: Mein doppelter Rückwärts-Salto auf dem Brett. Jedenfalls meinte unser Lehrer Duane, ich hätte ein außerordentliches Talent. Allerdings hat sich später herausgestellt, dass er es zu den anderen vier Mädchen aus der Gruppe auch gesagt hat…P1750783Der Pigeon-Point-Steg ist auch eine Ablegestelle für Glasbodenboote, z.B. für die Buccoo Reef Tour (eines der bekanntesten Korallenriffe der südlichen Antillen). Ich bin allerdings wegen eines ganz anderen Versprechens aufs Boot gestiegen…P1750775P1750850P1750803P1750855P1750956Der Nylon Pool, eine flache, türkis-blaue Sandbank im Riff, soll nach einem Bad darin 10 Jahre jünger machen. Ein Ganzkörperbadeanzug, indem man nicht richtig atmen kann, hat allerdings eine ähnliche Wirkung.P1750948P1760007Der Kapität war z.B. schon über 60 – er springt jeden Tag rein.P1760030P1760077Mein Highlight der Tour (hat natürlich was mit Essen zu tun): der Barbecue-Stop auf der winzigen Insel No Man´s Land, die man theoretisch komplett umlaufen könnte. Wenn man denn nicht so viel gegessen hätte… Stattdessen haben wir einfach nur im Wasser gelegen, Carib (local beer) getrunken und auf dem Rückweg Tanz-Moves als Vorbereitung für den Karneval einstudiert. Oder zumindest als Vorbereitung für die Party, die bei unserer Ankunft gerade am Strand losging.P1760057P1760088P1760094P1760135P1760147P1760156P1760165P1760189P1760188P1760168P1770323Am Pigeon Point steigen am Wochenende (auch am Sonntag!) immer Strandpartys mit lauter Musik, Shrims&Cocktails und Knutsch-Sonnenuntergängen. Dafür war ich dann nach Nylon Pool aber leider zu jung…P1770320P1770382P1770347Flüge: mit Condor via Frankfurt nach Tobago (ab 590 Euro/hin und zurück).

P1500607

Gambia: Tanji Fischmarkt

Ich bin ein Küstenmädchen. Und wie es sich für ein ordentliches Küstenmädchen gehört, liebe ich den Fischgeruch. Ich meine nicht den nach gratinierten Austern in Paris oder nach einem sterilen Safran-Fischmarkt in der Bretagne, ich meine den echten Fischgeruch. Ich liebe es, wenn die Haare von Männern nach geräucherter Makrele riechen und Fischschuppen unter den Fingernägeln von Frauen glitzern. Manche werden diese Bilder nicht gerade einladend finden, aber für mich war es die beste Erfahrung in Gambia (Westafrika), durch das Fischerdörfchen Tanji zu laufen. Zuerst durch die Gassen und Häuser, wo der Fang sauber gemacht und geräuchert wurde und dann am Strand entlang, wo die Boote gegen Nachmittag zurückkehrten – mit glücklichen und traurigen Gesichtern. Und ich wünschte, ich könnte nicht nur die Farben, sondern auch diesen Geruch einfangen – und ihr würdet mich dafür hassen…P1500446P1500461P1500490P1500493P1500477P1500515P1500506P1500554P1500595P1500768P1500826P1500589P1500604P1500633P1500810P1500613P1500620P1500597P1500778P1500661P1500701P1500641P1500753Lest hier meine Geschichte über Gambia in der BZ am Sonntag.

P1770867

Kitesurfen im St Regis Mauritius

Ein Roadtrip auf Mauritius ist vielleicht nicht das, was einem als Erstes einfällt, wenn man an den Urlaub im Indischen Ozean denkt. Aber im Vergleich zu den beiden anderen klassischen Knutsch-Inselgruppen den Malediven und den Seychellen, sollte man Mauritius auf jeden Fall einmal umfahren haben. Denn zum einen besteht die Insel aus einer großen Hauptinsel und zum anderen sieht´s an jeder Küste total unterschiedlich aus. Der Roadtrip kann (ohne Stopps) einen Tag dauern, bei mir waren es zehn. Die ersten vier Tage verbrachten wir im schroffen bergigen Süden, wegen des stetigen Windes perfekt für Wassersportler und mit dem einzigen Nationalpark der Insel (Black River Gorges) und dem höchsten Berg Black River Peak (828 Meter) auch cool zum Hiken (nicht zu anstrengend und man spart sich bei der Aussicht den 450 Euro teuren Heli-Flug). Für die schöneren windgeschützten Strände ist dagegen eher der Norden und der Osten bekannt, wo es immer ca. vier Grad wärmer ist (auch das Wasser!) und viel weniger regnet. Also war der Plan: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Aber schon beim Anflug habe ich schnell festgestellt, dass Arbeit irgendwie anders aussieht…P1770721P1770736P1770734P1770744Auch nach über zwölf Stunden Flug (von Berlin via Paris mit Air France) hatte ich noch Kraft genug unseren Fahrer vom Hotel-Pick-Up-Service alle fünf Minuten anzubetteln, für ein Foto anzuhalten. Und dann hat er noch den Fehler gemacht, mir den Tipp zu geben, von wo man einen besseren Ausblick hat…P1770784P1770776P1770790So was wie eine Lobby gibt es im St Regis Mauritius Resort nicht. Die Idee dahinter ist, dass man sich wie zu Hause und nicht wie im Hotel fühlt und sofort vom Buttler auf seine Villa begleitet wird. Und da jeder zu Hause einen Infinity-Brunnen hat, ist das oben so etwas wie der Eingangsbereich.P1770797P1770817P1770930P1770832P1770829P1790452P1770805P1770835Man munkelt, dass das St Regis Mauritus (eröffnet Anfang des Jahres) das zweite Hotel der Welt mit sieben Sternen (nach Burj Al Arab in Dubai) werden soll. Jeder Gast hat seinen eigenen Buttler, es gibt sechs Restaurants, riesiges Spa, eine Bibliothek, ein Privatkino, einen Tennisplatz und DIESES Bad! Die Zimmer sind so geschnitten, dass man selbst beim Zähneputzen oder aus der Dusche aufs Meer guckt. Und ein zweites Waschbecken ist ja auch immer sehr willkommen, wenn man nicht geschieden wieder auschecken möchte…P1790206P1770861P1770867P1790267P1770908P1780493P1770909Obwohl der Süden als windig gilt, steht das St Regis geschützt am Fuße des Le Morne Brabant. Von dort oben sieht man auch die beeindruckende Lagune, die auf jedem Reiseführer abgedruckt ist. Der 556 Meter hohe Berg ist wegen seiner traurigen Geschichte seit 2008 UNESCO-Weltkulturerbe. Während des 18. und frühen 19. Jahrhundert versteckten sich in seinen Klippen viele Sklaven. Als die Sklaverei abgeschafft wurde und sich eine Polizeiexpedition auf den Weg machte, um die gute Nachricht zu verkünden, fühlten sich viele Männer ertappt uns sprangen die Klippen runter. Deshalb ist Le Morne Brabant heute geschichtlich der wichtigste Berg von Mauritius – auch wenn nicht mit so vielen Transformationen wie die anderen… Das Essen oben ist übrigens die Seafood-Platte im Restaurant Nummer 1: The Boathouse Bar & Grill, wo es Mittags immer Lunch gibt.P1780009P1780069P1790349P1770993P1780120P1780043P1780104P1780081Wenn man Halbpension bucht, kann man in drei der sechs Restaurants ohne Zuzahlung zu Abend essen (Floating Market, The Boathouse Bar & Grill und Le Manoir Dining Room). Nach einem obligatorischen Erster-Tag-Strandspaziergang und dem beruhigten Abchecken von Nachbarhotels, landeten wir zuerst im Simply India, dem Signature-Restaurant von St Regis mit dem indischen Promi-Sternekoch Atul Kochhar. P1780140P1780143P1780174P1780131P1780181Da ich aber die einzige bin, die indisch mag, mussten wir ziemlich schnell weiter in Le Manoir Dining Room mit französisch-mauritischen Fusionsküche (hier: mauritian chilli cake, crusted red tuna, fresh coconut, caper, tomato). Auf dem unteren Bild das gleiche Restaurant morgens beim Frühstück.P1780341P1780611P1780738P1790208P1780352P1790431P1780574P1790213P1790440P1780550P1780524P1780553P1780531Am zweiten Tag fing mein Kitesurf-Unterricht an. St Regis hat die erste Luxus-Kitesurfschule der Welt: Club Mistral Prestige.  Der Lehrer fährt einen an einen windigeren ein paar Minuten entfernten Strand. Nach fünf Tagen Einzelunterricht sollte man es können. Bei mir muss man immer weitere fünf drauf rechnen. Da ich aber nur zwei Tage lang Zeit hatte, hat es mir schon gereicht, mich vom Kite einfach durchs Wasser ziehen zu lassen. Es bleibt sehr lange flach und der Wind ist meistens stabil – was perfekt für Anfänger ist. Die Profis gehen eher an die berühmte One-Eye-Wave etwas weiter draußen…P1770799P1790236Die Bibliothek hatte neben den vielen National-Geographic-Bilderbändern eine weitere überlebenswichtige Lektüre: die UK-Grazia!!!P1790254Im Kino La Palme D`Or gibt es drei mal am Tag Vorführungen (mit Popcorn!) oder man mietet es exklusiv. Die Sitze kann man nämlich komplett horizontal stellen…P1780607P1780579Das Schöne an dem The Boathouse Bar&Grill am Abend ist, dass man irgendwann mit seinem Dessert einfach runter an den Strand gehen kann.P1790372P1770960P1790319Damit auch die letzten Krebse wissen, mit wem sie es zu tun haben…P1780243P1780444P1780241Am letzten Tag hatte ich endlich ein bisschen Zeit für Strand&Pool&Posen und ehrlich gesagt konnte mir nicht so recht vostellen, was an den Stränden im Norden besser sein soll…P1780442P1780411P1780356P1780426P1780372P1790447P1790384P1780319P1790414_2P1780203P1780679P1790367P1780674P1780701P1780708P1790442P1780716Am Abend vor der Abreise war dann mein Lieblingsrestaurant (das Dessert bestand aus fünf Teilen) dran: The Floating Market. Was man auf den Fotos nicht sieht: das gesamte Restaurant steht auf dem Wasser und die einzelnen Räume sind durch Brücken verbunden. Auf den Bildern oben: lemongrass crab cake, roasted spiced duck breast mit baby vegetables und mein lolly-pop Nachtisch.

Lest hier meine Geschichte über Mauritius in der BZ am Sonntag.

P1740337

Haifisch im Brötchen

Was den Berlinern ihr Döner und den New Yorkern ihr Hot Dog, ist den Trinis (Einwohnern von Trinidad) Bake & Shark. Auch hier kann das Brötchen nicht voll genug gestopft werden und es wird eine ganze Wissenschaft daraus gemacht, wer letzendlich den ultimativen Haifisch im Brötchen serviert. Am besten schmeckt das Nationalgericht definitiv an der Maracas Bay, einer Bucht im Norden der Insel. Aber auch hier gibt es gleich eine Reihe an Bake & Shark Ständen – alle mit überdimensionalen Schildern. Folgt man den Einheimischen, ist Richard´s Bake & Shark zumindest einer der besten. Bis zu 2000 Haifischbrötchen gehen hier am Tag über die Theke. Der gesunde Snack besteht aus fritiertem Haifisch (Schwarzspitzen-Riffhai, nicht bedroht!), in einem Brötchen (selbstverständlich auch frittiert) und “ein bisschen Grünzeug”. Aber seht selbst… P1740253P1740274P1740358P1740257P1740330P1740224Das Brötchen mit Fisch bekommt man an der Kasse, das “bisschen Grünzeug” muss man sich dann selbst rauftun. Das Bisschen befindet sich übrigens in 15 Behältern. Was drin ist? Tomaten, Gurken, Salat, Koriander-Kohl, Ananasstücke, Tamarinden, Mangosoße, Chilisoße, Scotch-Benet-Sauße, Fruchtsenf u.s.w. Jetzt kommt der Trick: Je voller man es schafft sein Brötchen vollzupacken, ohne dass etwas rausfällt, desto besser hat man das Prinzip verstanden. Der nächste Schritt: schön aufessen! Hai schmeckt etwas zäher als anderer Fisch, ein bisschen wie Hühnchen (was natürlich auch am Frittieren liegen kann).P1740233P1740337P1740326P1740303Wie ihr an meinem Brötchen seht, habe ich das Prinzip verstanden. Wenn man dann nach diesem Snack ins Wasser geht, braucht man nicht mehr so viel Angst vor den Haien zu haben wie vor dem eigenen Untergang.P1740292P1740302P1740263Maracas Bay muss man übrigens auch ohne Bake&Shark unbedingt gesehen haben. Die tief in die Berghänge eingeschnittene Bucht hat einen der schönsten Strände in Trinidad. Und hier hängen ganz viele Einheimischen rum. Abhängen heißt in Trinidad übrigens “limen”. Kommt von einem früheren Beruf des Zitrusauspressers für die Drinks. Er saß den ganzen Tag da und hat nur limes gequetscht – gelimed.P1740320P1740327P1740318

P1720692

Puro Beach Palma: vor dem Rückflug

Wenn ihr auf Mallorca seid und der Rückflug erst nachmittags oder abends geht, ist Puro Beach eine super Variante die Sonne noch bis zur letzten Sekunde auszukosten. Der Beachclub befindet sich nämlich nur 5 Kilometer (8 Minuten mit dem Taxi) vom Palma Airport entfernt und es gibt Umkleiden und einen Aufbewahrungsraum für die Koffer. Man zahlt 35 Euro pro Sonnenbett, darin sind dann ein Handtuch, Wasser und Obst enthalten und darf von 11 bis 19 Uhr bleiben. Wenn man dann noch kurzfristig beschließt seinen Flug zu verpassen: Abends geht´s hier weiter mit DJ, Dinner und Dance. Dieses Wochenende ist übrigens die Closing Party – was aber nicht heißt, dass Schluss ist. Geöffnet ist noch bis Ende Oktober. Als ich vor ein paar Wochen mit meiner Mom auf Mallorca war, haben wir die Gelegenheit genutzt, dass keine Männer dabei waren (“Was? 35 Euro für eine Liege? Der Strand ist fünf Meter weiter umsonst”) und verbrachten den ganzen Tag dort… mit einem kleinen Abstecher zum Umsonst-Strand natürlich.P1720061P1720089P1720099P1720086P1720186P1720312P1720207P1720442P1720119P1720392P1720310P1720412P1720365P1720431P1720465P1720516P1720678P1720535P1720560P1720459P1720712P1720699P1720798P1720753P1720645P1720722P1720692P1720689P1720782Man kann ins Puro Beach natürlich auch einfach zum Lunch kommen. Wir hatten Patatas Bravas (4 Euro), fritierten Oktopus (8 Euro) und Passion Fruit Mojito (11 Euro). Flüge nach Palma de Mallorca gibt´s z.B. bei Easyjet von Berlin Schönefeld ab 30 Euro.

P1490320

Gambia: Beach Life

Wenn ich zum ersten Mal in einem ganz neuen Land bin, versuche ich zumindest am Ankunftstag mich nicht mit irgendwelchen Volkshelden-Statuen und Kunstmuseen zu verabreden, sondern einfach nur rumzulaufen und alles auf mich wirken zu lassen – Natur, Menschen, Bier… Ich war vor Gambia noch nie in Afrika (außer in Ägypten und Marokko – aber, ich schätze, das zählt nicht) und hatte nicht wirklich Ahnung, was mich erwartet. Im Westen am Atlantik gelegen, das kleinste Land des Kontinents, komplett von Senegal umgeben und vom Gambia-Fluss durchzogen, das lokale Bier heißt JulBrew – mehr wusste ich nicht… P1480021Um noch genug Zeit für das “Nichtstun” zu haben, sind wir nach unserem 6-Stunden Flug in die Hauptstadt Banjul (auf einer Insel gelegen, nur zwei Stunden Zeitverschiebung = kein Jetlag) via Brüssel (brusselsairlines.com, Flüge ab Europa ca. 700 Euro), sofort mit einem Mini-Bus ins Hotel gebracht worden. P1480024P1480066P1480026Meistens sind es negative Sachen, die ich übersehe… Dieses Mal habe ich aber das Wort “BEACH” im Hotelnamen nicht bemerkt (The Kairaba Beach Hotel)! Alle, die den diesjährigen Sommer in Europa verbracht haben, wissen, warum ich mich davon gleich doppelt so stark angezogen gefühlt habe als sonst. Also schnappte ich meine Kamera, meine Ich-bin-noch-nicht-braun-genug-fast-ganzkörper-Tunika und rannte durch die Hotelanlage zum Wasser, noch schnell bevor die Sonne untergeht.P1480064P1480053P1480058Auf dem Weg zum Strand entdeckte ich: 1. Bäume in Herzform…P14800842. Die lokalen Backstreet Boys…P14800313. Einen Pool, falls mir der Strand nicht gefällt…P14905314. Meine neuen Lieblingsbumen: Frangipani (riechen nach Cocos)…P14909105. Und einen Vogel, der mir den Weg zeigte.P1490311P1490318P1490320P1490306Ich fand den Strand sofort cool. Nicht nur, weil Quallen die Durchblutung fördern, sondern weil man auf richtige gambische Beachlife traf. Normalerweise sieht man ja an Hotelstränden meistens fast nur Hotelgäste.P1490295P1490298P1490326P1490299P1490348Als Annette und ich am Strand spazierten, lernten wir von zwei gambischen Romeos gleich die wichtigste Weisheit des Landes: “It´s nice to be nice”. Ach so.P1490336P1490601 P1490605P1490300P1490587P1480088P1480099Das Hotel ist bekannt für seine weitläufigen Gartenanlagen, auf denen Vögel anzutreffen sind, die sonst auf Bier-Covern posieren (Bild ganz unten)…P1480106… und für das Self-Catering (es war gerade Mango-Zeit).P1480110P1480093P1490372P1480150Spaß, es gab hier auch drei Restaurants, mein Lieblings davon war natürlich das Bunteste und mit Seafood.P1480148P1480159P1480154 KopieAlle Infos über Gambia hier. Pauschalreisen nach Gambia gibt´s seit der letzten Saison bei Thomas Cook. Auch zu empfehlen: Afrika-Spezialist Thürmer Tours und Studienreisen-Anbieter Studiosus.

Da mein Blog noch sehr neu ist, freue ich mich sehr über einen Like auf Facebook und über einen Follow auf Instagram oder Twitter. Und natürlich auch über einen Kommentar, der nicht die Wörter “Viagra” oder “Cheap Louis Vuitton” enthält…

P1460956

Glénan-Inseln: Karibik who?

Als wir in Fouesnant angekommen sind, um eine Fähre auf die Glénan-Inseln zu nehmen (zweite Station auf unserer Insel-Hopping Tour durch die Bretagne) dachte ich noch: Ok, genau so stelle ich mir Frankreich vor. Romantische Puppenhäuschen, Blümchen und Gärten, als ob Yves Rocher (übrigens ein Bretone) hier gerade seinen letzten Comercial abgedreht hätte…P1460617P1470089P1460569P1470092P1470083P1460676An der Anlegestelle zu den Inseln und 20 Häuserfotos später sah die Welt wieder ganz anders aus. Wir sind an einem Sandstrand mit lauter bunten Boten angekommen. Irgendwie hat mich beides mehr an meinen letzten Kuba-Urlaub erinnert (denkt euch den Mantel weg) und weniger an das Frankreich-Klischee. Andersrum wäre schlimmer… Aber wo ist eigentlich die Fähre?P1460648P1460641P1460695P1460713Die Fähre fuhr nicht. Es war Ende April, Nebensaison, windig und der Seegang ziemlich stark. Warum also nicht ein Mini-Boot nehmen…P1460747P1460760P1460766Als die Küste noch zu sehen war, fand ich das Schaukeln ganz lustig. Auf dem offenen Atlantik habe ich mich dann aber über jeden einzelnen Fixpunkt (Leuchtturm, Boje, andere sinkende Boote) sehr gefreut. Während der 40-minütigen Überfahrt bei 10 Grad wurde mir auch der erste Unterschied zu Kuba deutlich: Das Meerwasser, das an meinem Gesicht und an meinen Füßen runterlief hatte eher die Temperatur einer Minibar.P1460778P1460844Auf der Hauptinsel angekommen, habe ich mich wieder daran erinnert, warum wir überhaupt in dieses Boot gestiegen sind. An der Küste könnte das Wasser nicht friedlicher sein. Und plötzlich war Kuba wieder da!P1460872Îles de Glénan ist eine Inselgruppe aus – je nach Ebbe und Flut – zwischen sieben und zwölf Inseln. Darüber scheiden sich die Geister. Wenn man froh ist, befindet man sich während der Flut nicht gerade auf DER Insel, über die sich die Geister scheiden… Die Fähre bringt die Touristen aber nur auf die Hauptinsel Saint-Nicolas. Hier hat man die besten Strände, ein Restaurant und eine Jugendherberge für die Tauch- und Segelschüler.P1460822P1460826P1460857Auch wenn man es auf dem Bild nicht erkennt: Ich bin nass von Kopf bis Balerina. Zum Glück haben meine anderen zwei Heiligtümer überlebt: 1. Meine Kamera. 2. Mein Lunchpaket. Hier auf dem Segelschul-Gelände.P1460861P1460828P1460889Ich weiß, ihr denkt jetzt: Was sollen die ganzen Blümchen, wo sind die süßen Segelschüler? Aber das ist die Glénan-Narzisse und die wächst nur hier auf den Glénan-Inseln. Ihr Bestand (60.000 Stück) wurde 2008 zwei Wochen lang von 10 Leuten gezählt. Manche kommen nur hierher, um die Glénan-Narzisse zu sehen.P1460882Das Schönste zum Schluss: Die Strände von der Inselgruppe werden auch die Karibik der Bretagne genannt. Ich dachte zuerst: ja ja… Als ich davor stand dachte ich nur noch: Karibik who? DAS hier ist mindestens genau so türkis! Ab Juni geht die Saison los, dann kommen die meisten Touristen. Das Gute an Saint-Nicolas: Da die ganze Insel von solchen Stränden umgeben ist, verläuft sich die Menschenmenge ziemlich schnell.P1460923Und der beste Tipp (abgesehen von “bitte die Fähre nehmen”) ganz zum Schluss: links ist das Wasser zur Hochsaison 16 Grad warm (offener Atlantik), rechts nur drei Strandmeter weiter im geschützen Binnengewässer 20!P1460921P1460956P1460917P1460970P1470072P1460940P1470080Lest hier meinen Artikel über die Bretagne in der BZ.