Tag Archives: beer

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Get Spooked at Drovers Inn

Es ist bald Halloween und ihr könnt Cupcakes mit Fledermäusen schon jetzt nicht mehr sehen? Dann habe ich etwas authentisch Gruseliges für euch. Als meine Eltern und ich im Sommer eine Woche lang durch Schottland fuhren, haben wir überwiegend in Bed & Breakfast´s geschlafen. Auf dem späten Weg von den Highlands nach Glasgow kam aber ewig keine Unterkunft mehr, es hat in Strömen geregnet und wir wollten endlich ein Bed & Beer. Plötzlich kam auf der linken Straßenseite wie aus dem nichts das Drover´s Inn. An der verräucherten Rezeption hat mir die schwer erkennbare Kellnerin gesagt, dass wir ein Dreibett-Zimmer für 70 Pfund haben können. Ich meinte noch zu meinem Vater: “Wir werden hier bestimmt gefressen, so billig war es noch nicht einmal bei der netten Bed & Breakfast Oma von der letzten Nacht, deren Flur mit fünf Jungfrau-Maria-Bildnissen dekoriert war.” Da mein Vater aber nie zuhört, wenn er an die Bar möchte, hat er der Rezeptionistin einfach  zugenickt.P1590358P1590165Hier waren wir also, im Drover´s Inn, bekannt für seine Tierliebe (leider nur in ausgestopfter Form) und für die unheimlichen Geschichten, die hier seit der Eröffnung im Jahr 1705 vor sich gehen. Der angeblich älteste Pub in Schottland war früher mal eine Raststation für die Viehhändler unterwegs nach Loch Lomond. Ihre Reise ging nicht immer gut aus… Und ihre Geister treiben sich bis heute noch hier rum auf der Suche nach einem Pint. Für sie verändert man an dem Inn seit 300 Jahren so wenig wie möglich – damit sie sich nicht verlaufen.P1590252P1590273P1590277P1590214Da habe ich mich über unsere neue Grusel-Bleibe noch lustig gemacht…P1590338P1590262P1590209Nachdem wir aber durch dutzende verwinkelte Treppen mit Sackgassen auf unser Zimmer finden mussten und der Kellner uns auch noch den Hinweis gab, welcher zu früh verstorbenen Dame auf den Bildern wir folgen müssen, fing es an ein bisschen spooky zu werden.P1590349P1590200P1590169P1590172P1590191Zum Glück sah das Zimmer dann unerwartet spießig aus. Nachdem aber mein Vater die Bemerkung machte, dass an dem Schiffsbild was faul sei, da man niemals so die Segeln setzen würde, brauchte ich endgültig den Pub im Erdgeschoss.P1590148P1590303P1590294Die Empfehlung des Hauses: “Ein Ziegenkäse-Salat, du wirst die Vitamine heute noch brauchen.” Hmmm…P1590270P1590319P1590321P1590158Irgendwann rückten sie dann mit der richtigen Karte raus: Monster- und Braveheart Burger.P1590290P1590231P1590315Ich finde auch, dass man seine aktuellen Erfolge ruhig kommunizieren kann…P1590155P1590146Um die Drinks zu bestellen, musste man aber dann doch noch einige Regeln befolgen…P1590202 Gott sei Dank hatte ich nach keine Ahnung mehr wie vielen Cidern den tiefsten Schlaf meines Lebens und einen Blick drauf, bei dem selbst die Geister Angst bekamen… Und zum Schluss noch das “Zitat des Abends”:P1590304 Am gruseligsten wurde es allerdings erst zu Hause, als ich mir auf der Webseite von Drover´s Inn die ganzen Gespenster-Erfahrungen von Gästen durchgelesen habe. So hat z.B. eine Familie den Pub für eine private Feier gemietet, hatte aber später ein Mädchen mit einem rosa Kleid auf ihren Fotos entdeckt. Unter den Partygästen waren nur Erwachsene und auch sonst hatte das Hotel in der Nacht keine Kinder unter den Übernachtenden. Ich habe mir dann auch meine Bilder durchgeschaut und ebenfalls etwas Gruseliges entdeckt: Darauf sind auffällig viele Cider- und Biergläser, die während meines Besuches definitiv nicht vor mir standen!

Mehr Infos über Schottland gibt´s bei Visit Britain und Visit Scottland. Mit Easyjet kommt man günstig nach Glasgow und Edinburgh. Mein Kleid ist Topshop, meine Kette ist selbst gebastelt.

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Gambia: Beach Life

Wenn ich zum ersten Mal in einem ganz neuen Land bin, versuche ich zumindest am Ankunftstag mich nicht mit irgendwelchen Volkshelden-Statuen und Kunstmuseen zu verabreden, sondern einfach nur rumzulaufen und alles auf mich wirken zu lassen – Natur, Menschen, Bier… Ich war vor Gambia noch nie in Afrika (außer in Ägypten und Marokko – aber, ich schätze, das zählt nicht) und hatte nicht wirklich Ahnung, was mich erwartet. Im Westen am Atlantik gelegen, das kleinste Land des Kontinents, komplett von Senegal umgeben und vom Gambia-Fluss durchzogen, das lokale Bier heißt JulBrew – mehr wusste ich nicht… P1480021Um noch genug Zeit für das “Nichtstun” zu haben, sind wir nach unserem 6-Stunden Flug in die Hauptstadt Banjul (auf einer Insel gelegen, nur zwei Stunden Zeitverschiebung = kein Jetlag) via Brüssel (brusselsairlines.com, Flüge ab Europa ca. 700 Euro), sofort mit einem Mini-Bus ins Hotel gebracht worden. P1480024P1480066P1480026Meistens sind es negative Sachen, die ich übersehe… Dieses Mal habe ich aber das Wort “BEACH” im Hotelnamen nicht bemerkt (The Kairaba Beach Hotel)! Alle, die den diesjährigen Sommer in Europa verbracht haben, wissen, warum ich mich davon gleich doppelt so stark angezogen gefühlt habe als sonst. Also schnappte ich meine Kamera, meine Ich-bin-noch-nicht-braun-genug-fast-ganzkörper-Tunika und rannte durch die Hotelanlage zum Wasser, noch schnell bevor die Sonne untergeht.P1480064P1480053P1480058Auf dem Weg zum Strand entdeckte ich: 1. Bäume in Herzform…P14800842. Die lokalen Backstreet Boys…P14800313. Einen Pool, falls mir der Strand nicht gefällt…P14905314. Meine neuen Lieblingsbumen: Frangipani (riechen nach Cocos)…P14909105. Und einen Vogel, der mir den Weg zeigte.P1490311P1490318P1490320P1490306Ich fand den Strand sofort cool. Nicht nur, weil Quallen die Durchblutung fördern, sondern weil man auf richtige gambische Beachlife traf. Normalerweise sieht man ja an Hotelstränden meistens fast nur Hotelgäste.P1490295P1490298P1490326P1490299P1490348Als Annette und ich am Strand spazierten, lernten wir von zwei gambischen Romeos gleich die wichtigste Weisheit des Landes: “It´s nice to be nice”. Ach so.P1490336P1490601 P1490605P1490300P1490587P1480088P1480099Das Hotel ist bekannt für seine weitläufigen Gartenanlagen, auf denen Vögel anzutreffen sind, die sonst auf Bier-Covern posieren (Bild ganz unten)…P1480106… und für das Self-Catering (es war gerade Mango-Zeit).P1480110P1480093P1490372P1480150Spaß, es gab hier auch drei Restaurants, mein Lieblings davon war natürlich das Bunteste und mit Seafood.P1480148P1480159P1480154 KopieAlle Infos über Gambia hier. Pauschalreisen nach Gambia gibt´s seit der letzten Saison bei Thomas Cook. Auch zu empfehlen: Afrika-Spezialist Thürmer Tours und Studienreisen-Anbieter Studiosus.

Da mein Blog noch sehr neu ist, freue ich mich sehr über einen Like auf Facebook und über einen Follow auf Instagram oder Twitter. Und natürlich auch über einen Kommentar, der nicht die Wörter “Viagra” oder “Cheap Louis Vuitton” enthält…

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Rezept: Spargel für Männer

Ein Spargelgericht für Männer besteht nicht aus dem Weglassen des Spargels und einer doppelten Portion an Schnitzel und Hollandaise. Ein Spargelgericht für Männer wird frittiert. Mit was? Wie mit was? Mit Bier! P1450781P1450777P1450779Danke an die Rotisserie Weingrün (Gertraudenstraße 10-12, Berlin Mitte) für dieses Rezept. P1450789Zutaten für den panierten Spargel: 200 g Mehl, 200 ml Bier, 30 ml Öl, Eiweiß von 2 Eiern, Prise Salz, 600 g weißen und grünen Spargel.P1450798Bierteig: Mehl mit Bier verrühren, Öl zugeben. Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und unter den Teig heben.P1450805Den weißen Spargel schälen und zusammen mit dem grünen im kochenden Wasser mit einer Prise Salz und Zucker 6 Minuten halbgar kochen. Mit Eiswasser abschrecken und gut trockentupfen. P1450821P1450835Den Spargel in den Teig eintauchen (dabei die Spitze freilassen) und bei 175°C frittieren bis er goldgelb ist.P1450795Für die konfierten Tomaten:  Olivenöl in einem Topf erhitzen, 12 Kirschtomaten darin platzieren bis sie aufplatzen. Danach je ein Zweig Rosmarin und Thymian, 1 EL Honig, 1 Zehe Knoblauch und etwas Meersalz dazugeben und das ganze bei kleinster Temperatur 30 Minuten lang köcheln lassen.P1450844P1450855Den Spargel auf einer Schieferplatte mit Tomaten, Radieschen-Scheiben und Dips anrichten und mit Pumpernickel-Krümeln bestreuen. Eigentlich kann man irgendwelche Dips nehmen, hier aber zwei leckere Vorschläge:

Curry-Limettendip (gelbe Schale): 200 g Griechischen Joghurt, 2 EL Mayonnaise und 1 EL Madras Currypulver miteinander verrühren. Etwas frischen Koriander und eine halbe Chilischote fein schneiden und zur Sauce dazu geben. Mit Salz, Zucker und etwas Limettensaft abschmecken.

Frankfurter Grüne Soße (grüne Schale): 2 hartgekochte Eier fein hacken und in eine Schüssel geben. 2 EL Pflanzenöl und 2 EL Essig, 120 g Creme Fraîche, 250 g Griechischen Joguhrt und gemischte Kräuter dazugeben und gut verrühren. Mit Salz, Zucker und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.