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Kopenhagen an einem Tag

Manchmal hat man leider nur diesen einen Tag, um eine Stadt zu besichtigen. Entweder, weil man am nächsten Tag schon wieder weg muss oder weil man einfach den Rest des Urlaubs mit Biertrinken verbringen möchte. Was auch immer die Gründe für diese Zeitknappheit sein mögen: Hier habe ich eine Route zusammengestellt, die an einem Tag durch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Kopenhagen führt.P1440435P1440461Beginnt den Stadtrundgang morgens am Kopenhagener Rathaus. 300 Stufen führen auf den Rathausturm, der von Juni bis September geöffnet hat. Aber vergesst die Stufen – ich habe gleich einen viel besseren Aussichtspunkt für Euch. Warum wir eigentlich hier sind: Am Rathausplatz beginnt die längste und die äteste Einkaufsstraße Europas: Strøget… Und so viel Geschichte muss sein!P1440502Strøget endet am Amagertorv. Wer jetzt schon eine Nasch-Pause braucht (also alle): Café Europa mit seiner Fisch-Mixplatte ist am Amagertorv besonders beliebt. P1440371P1440377P1440972Und hier die versprochene Aussicht ohne Treppen: vom Runden Turm (man geht einen 206 Meter langen Spiralgang hoch) mitten in der Altstadt schaut man über ganz Kopenhagen. P1440921P1440946P1440954P1440979P1450010Kurz vor 12 sollte man am Amalienborg Slot stehen, der Residenz der dänischen Könige. Dann findet nämlich der Wachwechsel statt. Und der Wache kommt man hier viel näher, als z.B. in London.P1450068In diesem Gebäude wohnt Königin Margrethe II. und guckt manchmal bei der Wachablösung aus dem Fenster.P1450080P1450084P1450133Nach der Wachsblösung läuft man ungefähr 10 Minuten zum Nyhavn, der meistfotograferten und wohl buntesten Häusermeile der Stadt mit vielen Bars und Restaurants. Hier kann man ewig sitzen und Leute beobachten. Und ewig essen. Achtet auf meine Hard-Rock-Pommes!P1440034P1450117P1440063P1440068P1450101Jetzt bleibt noch genug Zeit für persönliche Vorlieben. Wir waren im Designmuseum und haben uns ungefähr 200 dänische Stühle angeschaut und hatten eine Führung im Christiansborg Slot, dem ehemaligen Königssitz und dem heutigen dänischen Parlament. Lest hier wie es am Abend weiter ging und hier über ein paar besondere Plätze zum Entspannen. Und hier meinen Artikel über Kopenhagen in der BZ.

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Lichter an, Hosen runter in Kopenhagen

Um ehrlich zu sein, war es noch nicht einmal meine Idee. Auf dem Weg zurück ins Hotel nach unserem ersten Kopenhagen-Tag, wollte ich nur noch kurz Postkarten für meine Oma kaufen. Als ich sie in der Hand hatte, dachte ich nur: Und DAS soll der Ort sein, an dem wir eben gerade gesessen haben? Nyhavn (Der Neue Hafen) sieht beim Sonnenuntergang – anscheinend das beliebteste Postkartenmotiv – wirklich komplett anders aus. Das mache ich übrigens ziemlich oft: In einer neuen Stadt nach Postkarten schauen und ein paar Ideen klauen, wie man sie am besten fotografiert. Jedenfalls sind wir umgedreht, hatten auf dem Weg noch ein paar Bier am Königlichen Neuen Markt (der größte Platz in der Innenstadt, zweites Foto), warteten bis die Sonne langsam untergeht und gingen zurück zum Nyhavn für diese “Ich-habe-keine-eigenen-Ideen-Bilder”.P1450296P1440886P1440807P1440839 KopieP1440852Auf dem Weg zurück (und dieses Mal wollten wir wirklich ins Hotel) sind wir an Tivoli vorbei, dem ältesten Freizeitpark der Welt. Er ist im Winter immer zu, aber genau gegenüber rannten lauter hübsch angezogener Leute zum Zirkus. Also sind wir einfach hinterher und sind in einer in Dänemark anscheinend sehr bekannten Dinnershow gelandet (Wallmans). Nach vier Stunden, vier Gängen und vier Millionen Lachern, kam am Ende mein Lieblinsteil der Vorstellung, wahrscheinlich die selbstironischste Sexy-Show der Welt. Zwischen den Tischen wurde eine Badewanne aufgebaut, den Gästen Regenmäntel ausgeteilt und dann seht selbst…P1440089P1440101P1440104P1440137P1440108Dieses Foto ist extra für die Mädels:P1440196Das hier für die Jungs:P1440206Und die letzen zwei Bilder für alle, die noch nicht genau wissen ;-) P1440202P1440214

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Kopenhagen zum Relaxen

Alle sagen man muss im Sommer nach Kopenhagen. Dann sitzen die Dänen total entspannt am Wasser, sehen ohne ihre Winterjacken noch viel hübscher aus als sonst und die Auswahl an getrockneten Substanzen im Freistaat Christiania ist noch größer. Ich war vor zwei Wochen zum ersten Mal in Kopenhagen. Um festzustellen: Keine Parka und kein Sturm hält einen Dänen davon ab, gut auszusehen. Und gut gelaunt zu sein. Dänemark gilt ja als das Land mit den glücklichsten Menschen der Welt. Das ergab die aktuelle Map of Happiness. Ich dachte immer die glücklichsten Fleckchen der Erde wären entweder Monaco wegen der ganzen Millionäre, Mexiko wegen des Tequilas oder Amsterdam wegen … na ja, Ihr wisst schon. Aber nein, das sind die Dänen, angeblich weil sie immer so entspannt sind.
Deshalb sah mein Plan für Kopenhagen so aus: An kalten Tagen nach Orten suchen, die die Leute hier so relaxed machen, an SEHR kalten Tagen zu Orten und Museen gehen, die in meinem Reiseführer mit diesem komischen roten Stern markiert sind (steht wohl für Highlights) und man sich sofort schlecht fühlt, wenn man auch nur eins davon verpasst. In diesem Post geht´s um meine Kopenhagen-Lieblinge zum Relaxen und im nächsten dann um Stadt-Highlights, die jeder gesehen haben sollte. Und wer noch nicht genug von Kopenhagen hat: Hier meine Reisegeschichte in der BZ.P1440914

Eine enstpannte Reise beginnt immer mit einem entspannten Hotel. Die Zimmer in Kopenhagen sind entweder zu klein oder zu teuer – meins war beides. Aber dafür zentral am Hauptbahnhof gelegen, cool eingerichtet und Trip-Advisor-Gewinner vom letzten Jahr. Das lag bestimmt an der Tee- und Kaffeflatrate, über die ich mich bei dem 50-Studenkilometer-Wind und gefühlten 20 Grad Minus (habe ich mir nicht ausgedacht, hat der dänische Nachrichtensprecher gesagt) auch sehr gefreut habe.P1440415P1440418P1440425

Der beste Weg, eine Kopenhagen-Reise relaxed anzugehen, ist eine Bootstour zu machen. So bekommt man den ersten Überblick über diese verwinkelte und von Häfen und Kanälen übersäte Stadt. Das Hop-On-Hop-Off-Boot stoppt im 1Std. und 15 Min.-Takt immer am Gammelstrand, Nyhavn, bei der kleinen Meerjungfrau und am Christianshavn. Und fährt vorbei an der Börse mit ihrem Dach aus ineinander verschlungenen Drachenschwänzen (erstes Bild), an der modern gebauten Oper, am besten Restaurant der Welt Noma und am Schloss Amalienborg – der Stadtresidenz der dänischen Königin Margrethe II. Man kann so oft wie man möchte aussteigen und dann wieder weiterfahren. Diese Quatsch-Mütze habe ich mir übrigens in einem Touri-Shop gekauft, weil es so kalt war und die Geschäfte nur noch die Frühjahrs-/Sommerkollektion hatten. Jetzt sind wir unzertrennlich :-) .P1440998P1440584P1440557 P1440568 P1440589P1450243 P1440604 P1440609 P1440633

Es gibt ein paar Viertel in Kopenhagen abseits des Zentrums, die für das dänische Dolce Vita wie geschaffen sind. Ich fand Vesterbro cool, das alte Arbeiterviertel Kopenhagens, wo jetzt überwiegend Studenten und junge Familien wohnen. Hier sind auf dem Gelände von einem Schlachthof, wo morgens übrigens immer noch Fleisch auseinander genommen wird, ein paar hippe Bars und Restaurants enstanden wie die Karrierebar, das Paté Paté (für Leberpasteten bekannt) oder die Fiskebar (Fisch und Austern). Die roughe Einrichtung haben die meisten beibehalten: z.B. die Fiskebar mit Hacken, die von der Decke hängen, weißen Fliesen und Stahltischen. Wenn man aber an den von außen unspektakulär aussehenden Hallen tagsüber vorbeigeht, kann man noch nicht mal erahnen, was hier abgeht, wenn es Nacht und Wochenende wird in Kopenhagen.P1440731P1440725P1440715P1440711

Nicht verpassen sollte man auch den Freistaat Christiania – den Inbegriff vom Relaxen. Anfang der 70er Jahre wurde das Gelände von Jugendlichen besetzt und obwohl es schon öfter Streit mit der Regierung gab, zahlt man in diesem selbstverwalteten Mini-Stadtteil immer noch keine Steuern. Heute ist Christiania eher zu einer Touristenattraktion geworden, die Bewohner verdienen ihr Geld mit Restaurants, Kneipen, Kunst … und Gras. Und irgendwie sieht es vor allem abends dort aus wie im Disneyland für Hippies – mit fantasievoll bemalten Wänden, Handwerk, bunten Strahlern und brennenden Mülltonnen, an denen man sich bei einer Suppe oder einem Schnaps aufwärmt. Nur Fotos darf man dort nicht machen – deshalb hier nur ein Bild vom Eingang.

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Und zum Schluss mein absoluter Lieblingstipp. In nur vier Stationen vom Stadzentrum entfernt kommt man mit der spektakulären Metro, die ohne Lokführer fährt und vorne verglast ist (unbedingt ganz vorne einsteigen!), zum wunderschönen Amager Strand. Im Sommer wird dieser Ostseestrand im wahrsten Sinne des Wortes zum Hot(tie)spot, aber auch sonst kriegt man nirgendwo in Kopenhagen so viele Sonnenstrahlen ab wie dort – mit dem Blick auf die Brücke nach Malmö und die darüber abhebenden Flieger.P1450144P1450159P1450181P1450205P1450230