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Trinidad: Wo Bänke hübscher sind als Mädchen

Wenn es einen Schönheitswettbewerb zwischen den kubanischen Städten gäbe, würden diese zwei sich die Augen auskratzen: Havanna und Trinidad. Die eine mit Narben, einer Bibliothek und einer Flasche Rum unter dem verstaubten Rock und genug Temperament, um Spitzbergen in Sahara zu verwandeln. Die andere süß, glatt poliert und so verschnörkelt, dass selbst die Bänke hübscher aussehen als alle Mädchen, die je darauf sitzen werden. Zum Glück müssen wir uns aber nicht entscheiden und können (und sollten sogar) sie beide haben. Hier ein paar Inspirationen für einen Tag und eine Nacht in Trinidad:P1380495 2Dass Trinidad (50000 Einwohner) so eine Schönheit ist, hat einen pragmatischen Grund: Die Zuckerrohrfelder brachten der Stadt am karibischen Meer im 18. und 19. Jahrhundert einen unermesslichen Reichtum. Die Sklaven schufteten, die Grundbesitzer bauten sich Herrschaftshäuser, Kirchen- und Überwachungstürme – so eine hohe Dichte davon ist sonst nirgendwo auf Kuba zu finden. DSC_0455P1380368P1380362Auch wenn mich Mitreisende oft dafür hassen: In Städten versuche ich immer ganz früh aufzustehen und durch die Straßen zu laufen, um noch etwas vom echten Leben mitzubekommen. Hier ein paar Menschen, die mit ihren Plastikflaschen in der Milch-Schlange stehen, da ein Mann, der in der Morgensonne seinem Vogel beim Zwitschern zuhört und mir erklärend “iPod Cubano” zuruft. Dann ein Hund, der auf sein Herrchen wartet oder einfach nur auf alle, die ihm etwas Essen zuwerfen. Kinder, die in Uniform zur Schule gehen, ein stolzer Ritter auf seinem Esel. Mittags sieht man sie alle nicht mehr.DSC_0594DSC_0583P1380375P1380388DSC_0603P1380405Plaza Mayor soll der meist fotografierte Platz Kubas sein. Und der schönste. Da wären wir wieder beim Battle.P1380419P1380412Und egal, wie sehr man es auch versucht: Besser als die Bänke wird man hier niemals aussehen. P1380413DSC_0640DSC_0584P1380435 2P1380519P1380446P1380761P1380657Für den 16. Geburtstag wird in Kuba eine große Sause veranstaltet: Das Mädchen wird erwachsen und soll sich wie eine Prinzessin fühlen. Es gibt sogar einen Privatfotografen, der den besonderen Tag dokumentiert. Falls nicht alle Jungs zugeschaut haben…P1380465P1380734P1380894P1380757P1380546P1380595P1380573Für eine schöne Aussicht auf Trinidad und den Klosterturm von Convento San Francisco de Asís  (Wahrzeichen) klettert auf den Turm von Museo de Historia Municipal! Er liegt direkt um die Ecke von Plaza Mayor (oberes Bild) und auch die Berge der Sierra del Escambray (unteres Bild) kann man von hier viel besser bestaunen. P1380596P1380605P1380798P1380795Im Stadtmuseum Palacio Cantero bekommt man einen guten Einblick in das frühere Leben der Kolonialherren in ihren Stadtvillen. Die von innen mindestens genauso eindrucksvoll waren wie von außen.P1380644Gesetze der Zeit scheinen nicht für Kubaner zu funktionieren. Je älter sie werden, desto cooler sehen sie aus.P1380838DSC_0675P1380742P1380770P1380772DSC_0614P1380839DSC_0649DSC_0618So ungefähr ab Mittag kann man aus Trinidad wieder weg. Da legen die Kreuzfahrtboote an und die Ausflugsbusse aus Varadero trudeln ein. Ich bin jetzt kein “Andere-Touristen-Hasser” – ist ja irgendwie klar, dass hübsche Orte schnell voll werden, aber kommt einfach so früh wie möglich in die Altstadt. Danach könnt Ihr zum Beispiel zum Playa Ancon, etwa zwölf Kilometer von Trinidad entfernt (es gibt direkte Busverbindungen) – der Strand soll der schönste von ganz Süd-Kuba sein. Ich war leider nicht dort, aber alle, mit denen ich gesprochen habe, waren begeistert.P1380277Übernachtet haben wir im Brisas Trinidad del Mar. Das Hotel ist der Altstadt nachempfunden und liegt direkt am Strand. Und auch hier kann man auf den Turm klettern, um die Hotel-Altstadt von oben zu sehen. So viel Disney-Denken auf Kuba hat mich an dieser Stelle ein wenig überrascht.DSC_0741P1380286P1380918P1380932P1380912P1380960P1380281P1380305In Trinidad müsst Ihr ausgehen. Zuerst in die Casa de la Música, die eigentlich gar keine Casa ist, sondern eine Treppe hinter der Kirche am Plaza Mayor. Wo abwechselnd Bands spielen und alle auf den Stufen tanzen. Und danach in die Casa de la Trova, die zwar tatsächlich eine Casa ist, wo alle aber trotzdem draußen tanzen. Jung und alt, Besucher und Einheimische, Backpacker und Pauschaltouristen – eine Art Arche Noah der Tanzbars.P1380315P1380330Und das ist die Geschichte hinter diesem verschwommenen Foto: Die ältere Dame steht auf und geht, ohne diesen Mann auch nur eines Blickes zu würdigen, zum Ausgang. Er checkt sie von oben bis unten ab, lehnt sich in seinem Stuhl etwas zurück, nimmt noch einen Zug an seiner Zigarre, steckt sich zwei Finger in den Mund und pfeift ihr hinterher. Sie dreht sich um, lächelt leicht überheblich und will schon weitergehen. Dann steht er auf, nimmt ihre Hand, presst sie an sich und dann tanzen sie. Und die gesamte Arche Noah klatscht. Und dann merke ich, dass es genau ist, was ich seit meiner Zeit in Mexiko so vermisst habe: THE GAME. Von seiner feinsten Seite.

Lest meine weiteren Geschichten über Kuba hier bei Reisen Exklusiv , hier bei der BZ am Sonntag und auf dem Blog über einen Tag in Havanna, über meinen Strandurlaub in Varadero, über Nichts, außer ein paar Bikinibilder ebenfalls in Varadero und über die wunderschöne Insel Cayo Largo.

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Havanna an einem Tag

Vorab: Besser ist es, Ihr bleibt zwei Tage. Oder drei. Oder gleich eine ganze Woche. Wer aber nur einen Tag in Havanna hat, kann trotzdem schon viel sehen, trinken und rumcruisen. Hier ein paar Inspirationen:DSC_9670DSC_9691P1350301Den Stadtrundgang fängt man am besten an der lebhaftesten Straße Havannas an: Die Calle Obispo verläuft mitten durch die Altstadt Havana Vieja (Unesco-Weltkulturerbe, Überraschung) und war damals die einzige asphaltierte Straße Havannas. Sie ist voll mit Läden, Cafés und Hotels. Die schönsten Adressen hier: das Hotel Ambos Mundos (das pinke Gebäude auf den unteren Bildern) mit einer beeindruckenden Lobby und einem Vintage-Aufzug zur Dachterrasse und die Apotheke Taquechel von 1898, gleichzeitig ein Museum. Schon mal mit Kopfschmerzmittel aufrüsten! Die Nächte in Havanna sind lang, was zum Mischen schnell zu Ende. P1350297In manchen Läden kann man “sogar” mit Moneda Nacional bezahlen und nicht nur mit der Touristen-Währung CUC ($1CUC = $25 MN), wie hier für einen romantischen Dinner. Auch das wird extra beworben. P1350274P1350260DSC_9737DSC_0218Vom Edificio Bacardí (damals designt für den berühmten Rum-Hersteller) wacht eine Fledermaus über die Stadt. Ein guter Orientierungspunkt, wenn man sich mal verläuft.P1350255P1350170DSC_9711Die Calle Obispo führt zum ältesten Platz Havannas: Plaza de Armas – mit seinen Königspalmen und Buchständen voller Postkarten und Revolutionsliteratur.P1350290DSC_9766DSC_9719DSC_9667DSC_9764Einmal links abbiegen, schon ist man auf der Plaza de la Catedral. Hübsch, aber Havanna kann noch hübscher. Und irgendwie sind die kleinen Gassen zu den großen Prachtplätzen sowieso die spannendsten. Weil Havanna so herrlich unberechenbar ist. “So wie die Frauen”, schimpfen hier die Männer.DSC_9913DSC_9974DSC_9968P1350329DSC_9792Noch nicht mal zwei Stunden hat es gedauert, bis mein Papa eine neue Freundin gefunden hat – was macht schon die Sprachbarriere, wenn man eine gemeinsame Leidenschaft teilt: das Paffen. P1350382P1350335P1350800P1350306P1350401Zeit für den ersten Drink. Gleich um die Ecke bekommt man in der Kneipe “Bodeguita del Medio” einen guten Eindruck von Hemingways Standhaftigkeit. Schon vormittags. In das wohl berühmteste Lokal Havannas und die ehemalige Lieblingskneipe des Schriftstellers drängen sich heute überwiegend Touristen: Also schnell für 3 CUC einen Mojito trinken, seinen Namen auf die Wand kritzeln – solange man den noch weiß – und raus. Hier tranken übrigens schon Gabriel García Márquez, Brigitte Bardot und Harry Belafonte. Errol Flynn brachte es auf den Punkt: “A great place to get drunk.” Natürlich ist es das! Der alte Mann und die Minze können sich einfach nicht geirrt haben…P1350377P1350420P1350372P1350565 2P1350485An der sieben Kilometer langen Uferpromene Malecón trifft man sich zum Angeln und Knutschen. Das zweite eher am Abend, deshalb sollte man nach Möglichkeit zum Sonnenuntergang kommen. Dann schwappen die Wellen auf die Straßen über, machen Spaziergänger und Oldtimer nass und die von der Meeresluft zerfressenen Fassaden hüllen sich für eine halbe Stunde in ein schimmerndes Gold. Bevor sie wieder zu Ruinen werden. Ach, so poetisch nach dem Mojito.P1350506P1350623Von Malecón biegt man nach links auf den ehemaligen Prachtboulevard Paseo del Prado (Paseo de Martí sagt kein Mensch) ab. Viele Gebäude sind seit der kubanischen Revolution verfallen und mussten wegen Einsturzgefahr zwangsgeräumt werden. Einige wurden aber restauriert (zumindest von außen) und schön gestrichen. Und solange es diesen Mix gibt, werden in den Straßen der Altstadt noch echte Menschen leben, die ihre Wäsche aufhängen und über Balkone streiten. Und nicht nur Firmen, die sich die Miete leisten können. P1350609P1350734P1350582P1350545P1350629P1350783P1360908Auch wenn es auf Kuba nur eine Sorte Milch und eine Sorte Käse geben mag, meint man es mit Zigarren viel ernster. Es gibt 200 Sorten und man muss aufpassen, welche man raucht, denn das ist gleichzeitig auch ein Statement. „Die Cohibas” (die teuersten) rauchte immer Fidel Castro, “Montecristo” Che Guevara und “Romeo y Julieta” Churchill. Nur Hemingway rauchte nichts, er hat immer nur getrunken. P1350634P1350661Das Capitol ist das Wahrzeichen Havannas und ist einen ganzen Meter höher als das Original in Washington. Damit es so ist, hat man extra einen Dorn aufs Dach montieren lassen. Jetzt ist man ja Freunde, aber so sehr dann doch wieder nicht: Der Dorn bleibt.P1350827DSC_9918P1350798DSC_0131P1350814Von der Straße Teniente Rey kann man dieses berühmte Capitol-Bild machen, das alle Reiseführer ziert.P1350695P1350700P1350764Ein weiterer schöner Platz ist Plaza Vieja. Er ist nicht ganz so überfüllt wie die anderen zwei, aus den Cafés dröhnt Salsa und ständig kommt jemand vorbei, der kurz dazu tanzt, um dann einfach weiterzugehen. P1350751P1350744DSC_0122Hierher fährt man am besten mit einem Taxi: Plaza de la Revolución in der Neustadt, wo Fidel Castro am 1. Mai 1959 seine berühmte Revolutionsrede an die Kubaner hielt. Rund 1,5 Millionen Menschen passen zwischen die umliegenden Regierungsgebäude im Plattenbaustil, darunter das Innenministerium mit Che-Guevara-Bildnis und seinem Revolutionsmotto “Hasta la Victoria Siempre”.P1360804Darauf einen Daiquiri. Hemingway hat seinen Alkoholkonsum ganz gerecht auf zwei Lokale aufgeteilt und sagte damals: „Meinen Mojito in der Bodeguita, meinen Daiquiri in der Floridita“. Ich folge dieser Reihenfolge und gehe in die Floridita erst am Abend – vor der großen Tropicana-Vorstellung.P1360786P1360943P1350928Tropicana ist die berühmteste Show in ganz Kuba und in diesem Freiluft-Revuetheater (bei Regen keine Vorstellungen) hat man tatsächlich das Gefühl, in die goldenen Zwanziger zurückversetzt zu sein. Der Massentourismus kam nach Kuba nämlich schon lange vor der Bebauung des Badeortes Varadero. Er wurde in den Zwanzigern durch die Prohibition in den USA ausgelöst. In Kuba gab es weder eine Beschränkung für Alkohol noch für Glücksspiel. Und: Es liegt nahe an Florida. Und während die New Yorker in einer ihrer 30 000 düsteren “Flüsterkneipen” für Alkohol ihr letztes Geld auf den Tresen hauten, hatte man in den Südstaaten nur einen kurzen Schiffsweg zum Glück.P1350916Später am Abend waren die Tänzerinnen dann nur noch mit Palmenblättern bedeckt. “Die Königspalme ist der kubanische Nationalbaum”, erklärte mir ein Kellner die tiefsinnige Symbolik dieser Bekleidung und schenkte zum dritten Mal innerhalb von 20 Minuten Rum nach. Mischgetränke gab es nach fünf Minuten schon keine mehr. Ich war nicht traurig. P1360044Günstige Kuba-Reisen findet Ihr bei Alltours – sowohl Rundreisen als auch reine Badereisen. Meine Empfehlung wäre eine Woche Baden mit einer Woche Rundreise zu kombinieren. Und auf jeden Fall länger in Havanna zu bleiben, um mir zu erzählen, was ich mir beim nächsten Mal noch alles anschauen muss!

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Hasta la Playa Siempre

Den besten All-Inclusive-Tipp meines Lebens habe ich ironischerweise von ein paar Backpackerinnen bekommen. Damals – etwa vor sieben Jahren – machte ich Urlaub in Yucatán (Mexiko) und traf auf ein paar Mädels, die mit dem Rucksack reisten und ihr All-Inclusive-Hotel in Playa del Carmen als eine Art Homebase nutzten. Es lag zentral, also kamen sie immer wieder zurück, wechselten ihre Kleidung, stopften sich mit Seafood-Tacos voll (das hat mich am meisten neidisch gemacht), entspannten einen Tag und weiter ging’s. Es hat sich herausgestellt, dass sie für diese Pauschalreise nur 100 Euro mehr bezahlt hatten als ich nur für den Flug. Nach meinen ersten drei Tagen in einem Bungalow, wo es anstatt von Betten nur Haken für meine Hängematte gab (man hätte auch einfach zwischen zwei Palmen schlafen können), lag ich mit dem Budget sogar drüber. Seitdem schaue ich vor einer Reise nicht nur nach einem Flug, sondern auch nach einem Pauschalangebot. Wenn die Entfernungen in einem Land zu groß sind und man ständig weiterzieht, funktioniert dieser Trick natürlich nicht, aber bei Inseln klappt es eigentlich immer ganz gut. Oder eben nur für einen Teil der Reise. So haben es meine Eltern und ich auch bei unserer Kuba-Reise gemacht. Vor der großen Rundreise blieben wir drei Tage am Strand von Varadero im Iberostar Varadero, kamen dann zurück, wechselten unsere Sachen und fuhren dann weiter auf die kleineren Inseln. Warum ich es Euch erzähle? Dieser Post ist voll mit All-Inclusive-Bildern aus diesen ersten drei Tagen. Und damit er wenigsten ein bisschen Sinn macht, dachte ich, ich gebe vorher einen schlauen Tipp ab.
DSC_0949DSC_0963P1400389DSC_0932Jedes Mal im Urlaub nehmen wir uns vor, etwas mehr am Strand zu entspannen. Vor allem, wenn es die Karibik ist. Ganze zwei Stunden auf der Liege hat’s gedauert. Ich drehe mich nach links: “Mamaaa! Was machen wir jetzt?” “Lies’ ein Buch!” Sagt sie seit ich acht bin. Leider habe ich alle Bücher schon im Flieger ausgelesen. Ich drehe mich nach rechts: “Papaaa! Was machen wir jetzt?” “Wir mieten jetzt auch so ein Boot!” Ha, immer gleich den Papa fragen! Also nicht nur ein paar Fotos vor dem Boot, sondern auch auf dem Boot. DSC_1057DSC_1041DSC_1008P1340247P1350097P1340931P1340933P1340934P1340402P1340380P1340964OLYMPUS DIGITAL CAMERAMit der Entspannung wurde es dann auch an den restlichen zwei Tagen nichts… Was wäre meine Familie ohne Wetten! Wer kann am längsten Unterwasser nicht blinzeln?P1340425DSC_9062Wer kann nach drei Daiquiris im Pool auf einem Bein stehen? Ich schon mal nicht!DSC_1235DSC_9057 - Arbeitskopie 2P1340201P1340120P1340204P1390580Wer hat das schönste Lächeln? Keiner von uns…P1400413P1350106P1340278P1340309P1390534DSC_9077Wer kann Pam am besten nachmachen?DSC_9147DSC_9111Da habe ich gewonnen!OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAWer findet die coolsten Muscheln? Ähm…was verwechselt.P1340671P1340097Wer hat die vernünftigsten Eltern? Dieses Bild erklärt alles…DSC_9311DSC_9229DSC_9216P1340668P1340634P1340651Noch mal kurz zum Ort: Varadero zählt zu den schönsten Strandabschnitten Kubas. Es ist ok, um ein paar Tage zu bleiben und rumzualbern. Besonders “real” ist es aber nicht. Außerhalb der Hotels ist nichts, Kubaner dürfen nicht rein und es gibt fünf Sorten Käse, was auf Kuba sonst auch nirgendwo mehr vorkommt. Varadero liegt aber perfekt, um Ausflüge nach Havanna (130 km) oder Trinidad (250 km) zu machen. Auf keinen Fall aber den Strand ganz auslassen. Playa gehört zu Kuba! Punkt. Wenn Euch Varadero zu touristisch ist, bleibt doch ein paar Tage auf Cayo Largo.

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Turquoise

Papas sind die coolsten Menschen auf der Welt – und das aus mehreren Gründen. Einer davon ist ihre Geduld. Glaubt Ihr nicht? Der Fototest ist der zuverlässigste Beweis. Wenn Ihr Euren Freund im Urlaub darum bittet, von Euch ein paar Bikini-Bilder zu machen, wird er Euch vermutlich den Kopf oder die Füße abschneiden (er will sich eben auf das Wesentliche konzentrieren). Wenn Ihr Eure Freundin danach fragt, wird sie wahrscheinlich das Weitwinkelobjektiv benutzen (Ihr wisst schon, warum). Die Papas dagegen sind immer stolz, wenn ihre (erwachsene) Tochter sie um einen so verantwortungsvollen Gefallen bittet. Bei unserem letzten Urlaub auf Kuba hatte mein Dad eine neue Kamera und ich einen neuen Bikini. Also war es das Selbstverständlichste auf der Welt, beides gleichzeitig auszuprobieren. Einziges Problem bei Papa-Fotos: Man mag jedes davon (im Vergleich zu der sonstigen 1:100-Quote). Also voilà: die hundert Türkis-auf-Türkis-Bikini-Bilder mit der neuen Canon von meinem Dad. Featuring: Ich und ein paar Pelikan-Models, die sich dazu gesellt haben.DSC_1133kuba1DSC_9363DSC_9418DSC_1129OLYMPUS DIGITAL CAMERADSC_9484DSC_9411DSC_8978P1340904DSC_9466OLYMPUS DIGITAL CAMERAP1340841P1340308DSC_9455DSC_9150DSC_1138OLYMPUS DIGITAL CAMERADSC_9499DSC_9515DSC_9496P1340849P1340866P1340822P1340905

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Kuba: Underwater Love

Es war ein ziemlich bewölkter Tag in Kuba, wir hatten keine Ausflüge gebucht und ich hatte dieses Mal auch nicht vor, an irgendeinem Tanzwettbewerb in unserem Hotel teilzunehmen. Also habe ich beschlossen, dass es jetzt der perfekte Zeitpunkt sei, um I Love You sagen unter Wasser zu üben. Man weiß ja nie… Ist klar, ihr denkt jetzt es gibt viel wichtigere Dinge, die man unter Wasser lernen müsste wie z.B. lange den Atem anhalten … Aber: Wenn es mal hart auf hart kommt, wette ich mit euch, dass die Rettungsschwimmer zuerst das Mädchen aus dem Wasser ziehen, das ihnen ein Herz zeigt. Hier meine Erfolge:OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAAbtauchen…OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERADer erste Versuch…OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERAWichtig: immer näher und näher kommen!OLYMPUS DIGITAL CAMERAAber nicht zu nahe, sonst können sich die Rettungsschwimmer nicht mehr auf ihre Aufgabe konzentrieren…OLYMPUS DIGITAL CAMERAGeschafft! Ein besonderes Dankeschön geht an meine Mom, die mich bei diesem überlebenswichtigen Sicherheitstraining unterstützt hat und auch nicht am Tanzwettbewerb teilnehmen wollte!

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Cayo Largo: der Zoo von Kuba

Cayo Largo (lange Insel) ist nach Isla de la Juventud die zweitgrößte der kubanischen Inselgruppe Los Canarreos. Und die mit den schönsten Stränden und den meisten Korallenriffen Kubas. Obwohl es hier fünf Öko-Hotels und sogar einen Flughafen gibt, wohnen auf Cayo Largo keine Einheimischen. Jeder Kubaner fährt nach 20 Tagen Arbeit immer für einige Tage wieder nach Hause. Dafür haben sich auf dieser 38 Quadratkilometer großen Insel mit 27 Kilometern Sandstrand umso mehr lustige Tiere eingenistet. Klar, die meisten Touristen kommen hauptsächlich wegen des durchsichtigen Badewassers. Ich hatte aber den meisten Spaß an dem großen Natur-Zoo der Insel. Und einen von diesen Exoten habe sogar ich zuhause.P1390747Wir haben den Tagesausflug nach Cayo Largo in unserem Hotel in Varadero gebucht, als nach wir nach der Rundreise noch ein paar Tage Zeit hatten. Der Flug dorthin dauert knapp eine Stunde. Mit ein wenig Glück hat man den kleinen Propellerflieger fast für sich alleine, was vor allem meine Mom freute (Foto oben). Und obwohl man für die Tour mitten in der Nacht aufstehen muss: haltet die Augen auf, trinkt zwei Liter Kaffee und setzt euch nach ganz vorne! Vor allem beim Anflug ist die Aussicht auf Cayo Largo und die benachbarten Mini-Inseln ein super Sneak Peek auf das, was einen unten erwartet…P1390778P1390845P1390858Cayo Largo ist bekannt für seine Zucht von der Caguama Schildröte, Tortuga Verde und Karettschildkröte. Nach dem Schlüpfen in der natürlichen Umgebung schaffen es sonst noch nicht einmal zehn Prozent davon zurück ins Meer. Auf dem Weg zum Katamaran konnte man kurz diesen Schildkröten-Kindergarten besuchen.P1390881P1390886P1390885P1390940Ein Katamaran brachte uns den ganzen Tag zu verschiedenen Stränden und anderen Mini-Inseln rund ums Cayo Largo. Die erste (Cayo Iguana) war eine Leguanen-Hochburg.P1390994Meine Mom hat versucht sich mit ihnen anzufreunden. Als sie Essen dabei hatte, waren sie noch lieb…DSC_0876… dann zeigten sie ihr wahres GesichtP1400013…und verfolgten sie über die gesamte InselDSC_0874MEIN neuer Freund und ich hatten dagegen viel mehr gemeinsam: 1. Wir sehen nichts ohne Brille…P13909782. Wir lieben es in gemütlicher Lage in der Sonne zu essenP1400087P1400090P1400152Nach dem Mittagessen (der talentierte Captain konnte sogar Hummer grillen, war aber leider schon verheiratet) konnten wir dann endlich in der “Aquarium-Abteilung” des Zoos weiter machen.P1400115P1400128OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAP1400216P1400236P1400269Und endlich fand ich ihn: den größten Exoten auf Cayo Largo. Da es hier normalerweise keine Hunde gibt, war der weiße Labrador der große Star am Playa Sirena und sah genau so aus wie meine Hündin Lila. Nur Sitz konnte er nicht…P1400274P1400297P1400326P1400372P1400360P1400377