Tag Archives: mauritius

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Shanti Maurice: Fish Shack

Tops finde ich blöd, also nicht die zum Anziehen, sondern die mit 1,2,3… Und die Top 1 der blödesten Tops ist immer noch für alle “Bevor-man-stirbt”-Tops reserviert. Das “Fish Shack” im Shanti Maurice Resort (Süden von Mauritius) gehört zwar nicht zu den Orten, die man gesehen haben muss, bevor man stirbt, wurde aber zu den zehn besten Strandbars weltweit gewählt. Aber es ist trotzdem gut dort. Ich wusste zunächst nichts von diesem Ruhm und habe das “Fish Shack” beim morgendlichen Spaziergang eher zufällig entdeckt. P1820955P1820662Nach diesem kleinen Strandfrühstück fand ich, dass eine ausgiebige Resorterkundung in einem weiten Kleid (das Frauen liebevoll “Babydoll” und Männer enttäuscht “Kartoffelsack” nennen) genau das Richtige sei…P1820889P1820897P1830016P1820907P1830025P1820904P1820927P1820961P1820979Tadaaa: So sieht das “Fish Shack” am Tag aus. Etwas unspektakulär, eher wie eine Trauungslocation, für ein paar Blödsinn-Fotos hat´s aber trotzdem gereicht… Am Abend dann ein völlig anderes Bild.P1820969P1820978P1820981P1830043P1830194P1820251Erst wenn die Sonne untergeht, macht die Strandbar (die eigentlich ein Grill-Restaurant ist) auf. Man läuft und läuft auf einem langen Sandweg, rechts und links nur mit Fackeln beleuchtet und fast wenn man schon glaubt, man hätte sich verlaufen, zeichnen sich weiße Betten, Grillflammen und mit Essen belegte Boote ab. Und es fühlt sich an wie eine Oase mitten in der Wüste, wenn nur das Klatschen der Wellen nicht wäre. Da ist der Name “Fish Shack” (heißt übersetzt Fisch-Baracke) leicht untertrieben… Auf den Grill kommt, was die Fischer morgens gefangen haben (aber immer Hummer, Shrimps und Marlin). Das Gute: Selbst wenn man nicht im Shanti Maurice bleibt, kann man dort abends einen Tisch/Bett/Bank buchen. P1820596P1820458P1820397P1820441P1820586P1820431shantibarP1820582

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Pool Down!

Man bekommt mich normalerweise nie an einen Pool. Wenn es irgendwo in der Nähe eine natürliche Wasserquelle gibt – ob Ozean, Meer, See oder Pfütze – bin ich immer die erste, die reinspringt. Dass ich manchen Swimming Pools der Welt dadurch Unrecht getan habe, fiel mir erst Shanti Maurice auf, einem Resort im Süden von Mauritius. Als eines der besten und größten Spas im Indischen Ozean ausgezeichnet, war dieser Poolbereich nach einem zweiwöchigen Roadtrip durch Mauritius genau das Richtige, um etwas runterzukommen… und bei einem konstruktiven Club Sandwich endlich mal länger als 15 Sekunden zu überlegen, was man zum Abendessen anzieht (das Ergebnis blieb leider trotzdem gleich).P1830388P1830396Meine Poolliebe fing an mit diesem Privatexemplar auf der Terrasse…P1830331P1830113Das gesamte Resort dreht sich um das Thema Wasser: Es gab einen Hauptpool mit Whirpools, überall kleine Wasserschalen mit Blumen und Fontäne in Form von Fabelwesen. Eine Runde im Pool war wie ein Museumsbesuch. Na ja, fast…P1820854P1820747P1820825P1830106P1830103P1830141P1820816P1830401P1830107shantimaurice1shantimaurice3P1820299P1830181P1830173P1830151Vom Deck des Star Restaurants schaut man auf beides: Pool und Strand P1830145P1830153P1830168P1830156P1830187P1830235P1830248Falls sich jemand bei diesem Foto Sorgen macht: nur eine Softshell-Krabbe.P1830252P1820671P1820776P1830286Der nächste Tag war eine Art Yoga-Weisheiten-Wirlernenunszulieben-Tag. Ich kann nichts davon, aber die Yoga-Lehrerin hat mir am Vortag erzählt, dass Jungs total auf Yoga-Mädchen abfahren, weil sie einen besseren Hintern haben. Um acht Uhr morgens stand ich also auf der Matte, es war toll, ich konnte mich danach aber den ganzen Tag (trotz Massagen und Whirlpoolsessions) kaum bewegen. Irgendwie sind Steaks und Drinks ein einfacherer Weg zum Herzen eines Mannes. Diese Weisheit fehlt noch auf den Holzschildern des NIRA SPAs…P1830273P1820801P1820804P1820762P1820218P1820797P1820208P1830320P1830217

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Rock the Boat

Wenn Ihr in einem Hotel im Süden von Mauritius bleibt, gehört eine Katamaran-Tour (ca. 60 Euro pro Person) zu den schönsten Ausflügen, die Ihr machen könnt. Es gibt zwar an jeder Küste eine, die südliche Tour ist aber am beliebtesten. Angeworben wird sie mit Delfinen (was ungefähr auf 90 Prozent der Katamaran-Touren weltweit zutrifft), schönen Schnorchelplätzen (den einen Fisch würde man wo anders übersehen) und mit dem lustigen Korallenpilz (das ist wirklich ein nettes Foto). Warum sie trotzdem so beliebt ist? Ich würde sagen, die Tour ist deshalb so besonders, weil man vom Wasser aus die beeindruckenden Bergketten der Insel sehen kann, die man im Süden der Insel sonst nie zu Gesicht bekommt. Und weil man von hier aus beobachten kann, wie schnell die Wolken an den Bergspitzen vorbeiziehen und sich das Wetter im Minutentakt ändert – eine weitere Besonderheit von Mauritius. Dieser Umstand wird beim Verkaufen leider nie erwähnt. Außerdem gibt es natürlich Schlimmeres, als den ganzen Tag mit Drinks, Bananen-Barbecue und Musik auf einem Boot abzuhängen und die Hälfte des Bikinis bei einer Arschbombe in den Indischen Ozean zu verlieren. Also war das Erste, was wir bei unserer Ankunft im Shanti Maurice gemacht haben, eine Katamaran-Tour zu buchen. Nach dem Frühstück natürlich…P1810906P1810909P1810897P1810914Indischer Pfannkuchen auf der Frühstücksterrasse von Shanti Maurice. P1810943P1810971P1810956Es fing bewölkt an und wechselte sich im Minutentakt. Dazwischen kamen: die Delfine!P1810975P1810979P1820011P1820030P1820003So funktioniert eine Katamaran-Drinkbestellung.P1820028P1820067P1820041Bananen-Steaks.P1820039P1820044Ein beliebter Schnorchelspot, wie man sieht…Danach kam doch noch Fleisch auf den Grill.P1820055P1820122P1820020P1820134Ein Korallenpilz? Nach drei Regenbogen-Cocktails hätte er für mich aber alles sein können…

Lest hier meine Geschichte über Mauritius in der BZ am Sonntag.

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Kitesurfen im St Regis Mauritius

Ein Roadtrip auf Mauritius ist vielleicht nicht das, was einem als Erstes einfällt, wenn man an den Urlaub im Indischen Ozean denkt. Aber im Vergleich zu den beiden anderen klassischen Knutsch-Inselgruppen den Malediven und den Seychellen, sollte man Mauritius auf jeden Fall einmal umfahren haben. Denn zum einen besteht die Insel aus einer großen Hauptinsel und zum anderen sieht´s an jeder Küste total unterschiedlich aus. Der Roadtrip kann (ohne Stopps) einen Tag dauern, bei mir waren es zehn. Die ersten vier Tage verbrachten wir im schroffen bergigen Süden, wegen des stetigen Windes perfekt für Wassersportler und mit dem einzigen Nationalpark der Insel (Black River Gorges) und dem höchsten Berg Black River Peak (828 Meter) auch cool zum Hiken (nicht zu anstrengend und man spart sich bei der Aussicht den 450 Euro teuren Heli-Flug). Für die schöneren windgeschützten Strände ist dagegen eher der Norden und der Osten bekannt, wo es immer ca. vier Grad wärmer ist (auch das Wasser!) und viel weniger regnet. Also war der Plan: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Aber schon beim Anflug habe ich schnell festgestellt, dass Arbeit irgendwie anders aussieht…P1770721P1770736P1770734P1770744Auch nach über zwölf Stunden Flug (von Berlin via Paris mit Air France) hatte ich noch Kraft genug unseren Fahrer vom Hotel-Pick-Up-Service alle fünf Minuten anzubetteln, für ein Foto anzuhalten. Und dann hat er noch den Fehler gemacht, mir den Tipp zu geben, von wo man einen besseren Ausblick hat…P1770784P1770776P1770790So was wie eine Lobby gibt es im St Regis Mauritius Resort nicht. Die Idee dahinter ist, dass man sich wie zu Hause und nicht wie im Hotel fühlt und sofort vom Buttler auf seine Villa begleitet wird. Und da jeder zu Hause einen Infinity-Brunnen hat, ist das oben so etwas wie der Eingangsbereich.P1770797P1770817P1770930P1770832P1770829P1790452P1770805P1770835Man munkelt, dass das St Regis Mauritus (eröffnet Anfang des Jahres) das zweite Hotel der Welt mit sieben Sternen (nach Burj Al Arab in Dubai) werden soll. Jeder Gast hat seinen eigenen Buttler, es gibt sechs Restaurants, riesiges Spa, eine Bibliothek, ein Privatkino, einen Tennisplatz und DIESES Bad! Die Zimmer sind so geschnitten, dass man selbst beim Zähneputzen oder aus der Dusche aufs Meer guckt. Und ein zweites Waschbecken ist ja auch immer sehr willkommen, wenn man nicht geschieden wieder auschecken möchte…P1790206P1770861P1770867P1790267P1770908P1780493P1770909Obwohl der Süden als windig gilt, steht das St Regis geschützt am Fuße des Le Morne Brabant. Von dort oben sieht man auch die beeindruckende Lagune, die auf jedem Reiseführer abgedruckt ist. Der 556 Meter hohe Berg ist wegen seiner traurigen Geschichte seit 2008 UNESCO-Weltkulturerbe. Während des 18. und frühen 19. Jahrhundert versteckten sich in seinen Klippen viele Sklaven. Als die Sklaverei abgeschafft wurde und sich eine Polizeiexpedition auf den Weg machte, um die gute Nachricht zu verkünden, fühlten sich viele Männer ertappt uns sprangen die Klippen runter. Deshalb ist Le Morne Brabant heute geschichtlich der wichtigste Berg von Mauritius – auch wenn nicht mit so vielen Transformationen wie die anderen… Das Essen oben ist übrigens die Seafood-Platte im Restaurant Nummer 1: The Boathouse Bar & Grill, wo es Mittags immer Lunch gibt.P1780009P1780069P1790349P1770993P1780120P1780043P1780104P1780081Wenn man Halbpension bucht, kann man in drei der sechs Restaurants ohne Zuzahlung zu Abend essen (Floating Market, The Boathouse Bar & Grill und Le Manoir Dining Room). Nach einem obligatorischen Erster-Tag-Strandspaziergang und dem beruhigten Abchecken von Nachbarhotels, landeten wir zuerst im Simply India, dem Signature-Restaurant von St Regis mit dem indischen Promi-Sternekoch Atul Kochhar. P1780140P1780143P1780174P1780131P1780181Da ich aber die einzige bin, die indisch mag, mussten wir ziemlich schnell weiter in Le Manoir Dining Room mit französisch-mauritischen Fusionsküche (hier: mauritian chilli cake, crusted red tuna, fresh coconut, caper, tomato). Auf dem unteren Bild das gleiche Restaurant morgens beim Frühstück.P1780341P1780611P1780738P1790208P1780352P1790431P1780574P1790213P1790440P1780550P1780524P1780553P1780531Am zweiten Tag fing mein Kitesurf-Unterricht an. St Regis hat die erste Luxus-Kitesurfschule der Welt: Club Mistral Prestige.  Der Lehrer fährt einen an einen windigeren ein paar Minuten entfernten Strand. Nach fünf Tagen Einzelunterricht sollte man es können. Bei mir muss man immer weitere fünf drauf rechnen. Da ich aber nur zwei Tage lang Zeit hatte, hat es mir schon gereicht, mich vom Kite einfach durchs Wasser ziehen zu lassen. Es bleibt sehr lange flach und der Wind ist meistens stabil – was perfekt für Anfänger ist. Die Profis gehen eher an die berühmte One-Eye-Wave etwas weiter draußen…P1770799P1790236Die Bibliothek hatte neben den vielen National-Geographic-Bilderbändern eine weitere überlebenswichtige Lektüre: die UK-Grazia!!!P1790254Im Kino La Palme D`Or gibt es drei mal am Tag Vorführungen (mit Popcorn!) oder man mietet es exklusiv. Die Sitze kann man nämlich komplett horizontal stellen…P1780607P1780579Das Schöne an dem The Boathouse Bar&Grill am Abend ist, dass man irgendwann mit seinem Dessert einfach runter an den Strand gehen kann.P1790372P1770960P1790319Damit auch die letzten Krebse wissen, mit wem sie es zu tun haben…P1780243P1780444P1780241Am letzten Tag hatte ich endlich ein bisschen Zeit für Strand&Pool&Posen und ehrlich gesagt konnte mir nicht so recht vostellen, was an den Stränden im Norden besser sein soll…P1780442P1780411P1780356P1780426P1780372P1790447P1790384P1780319P1790414_2P1780203P1780679P1790367P1780674P1780701P1780708P1790442P1780716Am Abend vor der Abreise war dann mein Lieblingsrestaurant (das Dessert bestand aus fünf Teilen) dran: The Floating Market. Was man auf den Fotos nicht sieht: das gesamte Restaurant steht auf dem Wasser und die einzelnen Räume sind durch Brücken verbunden. Auf den Bildern oben: lemongrass crab cake, roasted spiced duck breast mit baby vegetables und mein lolly-pop Nachtisch.

Lest hier meine Geschichte über Mauritius in der BZ am Sonntag.