Tag Archives: opening

HardRockTitel

Neueröffnung: Hard Rock Hotel Tenerife

Vor zwei Wochen eröffnete auf der Kanareninsel Teneriffa das nach Ibiza zweite Hard Rock Hotel Europas und ich war mehr als froh, dabei sein zu können. Erstens war ich noch nie auf Teneriffa, zweitens freut man sich im Dezember über jeden Sonnenstrahl und drittens schlafe ich gerne bis Mittags in einem Bett voller Playmates und schüttele mir dann Gin in den schwarzen Kaffee – eine gewisse Qualifikation als Rockstar war also schon vorhanden. Und es musste kommen, wie es kommen musste: Ich war bei dieser Eröffnungsparty genau richtig. Ganz so wild wie man denkt, geht es aber trotzdem nicht zu. Aber schaut selbst:P1110863image2-20Das Hard Rock Hotel Tenerife, in Europa geführt von der Palladium Hotel Group, liegt in der Nähe von Adeje an der sonnigen Südküste der Insel. Hier regnet es nur an 16 Tagen im Jahr. Yeah!image1-32P1110813P1110796Ich wusste nicht so recht, was ich von dem Hotel erwarten soll. Mit 207 Locations in 73 Ländern (172 Cafés, 24 Hotels und 11 Casinos) gehört Hard Rock International zwar zu den weltweit bekanntesten Marken, in Deutschland kennt man aber meist nur die Cafés. Und die sind ja ziemlich dunkel, laut und cholesterinlastig. Finde ich alles super, aber das eine Woche lang als Strandurlaub? Ich war also überrascht zu sehen, dass die Hotels einen ganz anderen Style haben – viel heller, sexier und Ibiziger. Oder Miamiger. Wenn man zur Begrüßung an der Lobby schon den ersten Drink bekommt, erfindet man eben solche Wörter…image1-31image2-17image2-18Die Salzwasserlagune mit einem Beach Club und Strandzugang ist nur einer der vier Hotelpools. In der Mitte legt ein DJ auf, ihm kann man immer schön zuzwinkern jedes Mal, wenn man vorbeischwimmt…image1-33image4-8Seit ich in Barcelona gelebt habe, fühlt sich Spanien für mich immer wie ein zweites Zuhause an. Manchmal traue ich mich schon gar nicht mehr hinzufliegen, weil ich weiß, dass eines Tages der Moment kommen wird, an dem ich mich vor dem Rückflug auf einer Flughafentoilette einschließe. Zu meiner Spanienliebe tragen viele Dinge bei – es würde jetzt zu lange dauern. Eines davon aber: Pulpo a la Plancha. image3-12P1110871P1110894P1120316Das Hotel hat 624 Zimmer und besteht aus zwei Türmen: Oasis und Nirvana. Oasis ist der ruhigere Turm, Nirvana ist mehr Haligali und auf dem Dach befindet sich die Rooftop-Bar 16th. P1120301In der Lobby hängt ein Bild von Katy Perry mit einem zehn Jahre alten Brief von ihr an ihre Sommerliebe. Sehr süß. Hoffentlich hat der Trottel geantwortet.image4-11P1110902Die Bar 16th ist übrgens super zum Sonnenuntergang. Von da oben sieht man La Gomera (der kleine Hügel rechts auf dem Foto).image5-2P1120282Das Hard Rock International besitzt 80 000 musikalische Erinnerungsstücke – die weltweit größte und wertvollste Sammlung. Etwa 80 davon hängen hier auf Teneriffa. Die Wand vor den Aufzügen zum Beispiel ziert ein Lederbikini von Lady Gaga, den sie bei einem Konzert trug. Daneben eine Fotoserie der Beatles. Sie urlaubten im letzten Sommer, bevor sie berühmt wurden, auf Teneriffa. Und durften damals nicht in einer lokalen Kneipe auftreten. Pech für die lokale Kneipe.P1120273P1120325P1120085Eine halbe Stunde Autofahrt vom Hotel liegt der erloschene Vulkan Chinyero (Ausflüge dahin gibt es z.B. mit Diga Sports). Eine Wanderung unter Schatten spendenden Kanarischen Kiefern mit Blick auf den Pico del Teide, den höchsten Berg Spaniens, erwies sich als eine empfehlenswerte Hangover-Medizin.P1120112P1120117P1110944Was sich auch lohnt, ist ein Abstecher nach Santa Cruz de Tenerife (Inselhauptstadt) in die Galerie Circulo de Bellas Artes. Sie bietet auf fünf Etagen auch weniger bekannten Künstlern eine Plattform, hat einen Theater und eine Dachterrasse in Miami-Farben. Und sie ist ein kunsthistorisch wichtiger Ort. Denn hier hatten die später weltbekannten Surrealisten Breton, Dalí, Picasso und Domínguez ihre erste Ausstellung. Und verkauften nichts. Damals transportierten sie ihre Bilder von Paris mit Containerschiffen – in Bananenkisten!image3-13P1110937P1110952P1110933P1110998Jetzt kommen wir endlich zum Essen. Mein Lieblingsrestaurant im Hard Rock Hotel war das spanische Ali-Olé mit sich drehenden Lampen… P1110926…und natürlich das asiatische Narumi mit viel frischem Fisch…P1120233…und dann noch das Sessions mit riesigen Buffets. Ach, die alle eben.P1110928Hatte ich schon das Steakhaus Montauk erwähnt?image6Fake it until you make it. Ich kann eigentlich gar nicht auf diesen Schuhen laufen…P1120016P1120019Hard Rock Hotel heißt übrigens nicht, dass den ganzen Tag harter Rock läuft, sondern lediglich, dass sich hier wirklich vieles um Musik dreht. Natürlich gibt es auch Ruhebereiche, ein Rock-Spa, Spielplätze für Kinder. Trotzdem bekommt man vom Zimmerservice auf Wunsch eine Gitarre und ein DJ-Pult geliefert, es lassen sich individuelle Playlists zusammenstellen. Man kann also ein Rockstar sein, muss es aber nicht. Und: Jedes Hotel hat einen Vibe-Manager (beste Job-Bezeichnung ever), der den individuellen Sound für das jeweilige Haus zusammenstellt. Denn auf Teneriffa wird andere Musik gespielt als z.B. in Palm Springs oder in Cancún. Über diesen Spiegel reden wir jetzt nicht…P1120161P1120176P1120169An dem großen Lagunenpool werden regelmäßig Konzerte veranstaltet, einmal im Monat steigt die legendäre „Children of the 80’s Party“ (für Hausgäste umsonst). Zu der großen Eröffnungsparty kamer 80er-Ikonen wie Village People, Rozalla, C+C Music Factory und Black Box. P1120172Die Ruhe vor dem Sturm…P1120208P1120182P1120257Auf der Freiluftbühne wurden ein paar Gitarren gesmasht – das ist bei den Eröffnungen Tradition. Es gab ein riesiges Feuerwerk und Gin Tonic in viel zu großen Gläsern, wie ich am nächsten Morgen feststellen musste. Und wenn ich noch mal wiederkommen sollte, bestelle ich auch keine kleineren.P1120297P1120272P1120328Ein Doppelzimmer im Hard Rock Hotel Tenerife kostet ab 200 Euro. Die beste Rate bekommt Ihr aber pauschal über FTI: Eine Woche im De-luxe-Zimmer inkl. Frühstück und Flug kostet ab 848 Euro (www.fti.de).

P1230196

Club Med Val Thorens Opening

In diesem Monat eröffnete in Val Thorens (französische Alpen) ein neues All Inclusive Resort: Club Med Val Thorens Sensations (4 Trident Kathegorie, ab 12 Jahren), wo nicht nur der Skipass und die Ausrüstung im Preis enthalten sind, sondern auch der Skilehrer. Aber nur tagsüber haha (für alle, die jetzt schon auf “buchen” geklickt haben)! Val Thorens ist mit 3200 Metern nicht nur das höchste Skigebiet Europas (99 Prozent der Pisten liegen auf über 2000 Metern), sondern es wurde gerade zum zweiten Mal in Folge von dem World Travel Award zum besten Skigebiet der Welt gewählt. Für mich wäre es auch ohne diese Auszeichnung das beste Skigebiet der Welt, denn ich verbrachte das Wochenende mit Alex  – meiner Doubletroube-Freundin, die ich auf Tobago kennengelernt habe und die ich seit ihrem Junggesellenabschied im Juni in Berlin (an den ich mich nur vage erinnern kann) nicht mehr gesehen habe. Wir finden uns zusammen viel besser als einzeln und haben immer die gleiche Idee, irgendetwas nicht zu machen. Also sind wir am ersten Morgen aufgestanden und hatten gemeinsam die Idee, nicht Skifahren zu gehen. Sondern stattdessen mit der Gondel ganz hoch zu fahren und ein bisschen anzugeben. Oder wie wir es offiziell genannt haben: die Berge erkunden.P1230990P1230805P1230887Lange gehen muss man hier nicht, das Club Med (rechtes Gebäude) hat einen direkten Pistenzugang.P1230196Das Skigebiet Les 3 Vallées (heißt übersetzt ‘drei Täler‘ – neben Val Thorens gehören Méribel und Courchevel dazu) hat über 600 Kilometer Pisten und mehr als 200 Kilometer Tiefschneeabfahrten. Und ist somit das größte Europas. Auch schön, um davor ein paar Bilder zu machen…P1230967P1230157P1230232Wenn die Skipässe inklusive sind, tut es auch nicht weh, mal eben für einen Drink nach oben zu fahren. Die Sonne hat so geknallt, dass man hier noch nicht einmal eine Jacke brauchte. Oder war es das Bier?P1230166P1230208P1230211P1230223P1230242Angeben, Teil 2: Meine Eltern haben mir zum Geburtstag neue Sneaker geschenkt. Die habe ich das ganze Wochenende lang nicht mehr ausgezogen (außer zum Duschen).P1230254P1230227Das ist Alex! Vor der Hütte Les Aiguilles de Peclet sah es ein bisschen aus wie damals auf Tobago: Liegestuhl, Sonnenbrille, Drinks und ständig Jungs, die uns fragen, ob wir ein Foto möchten. Klar, möchten wir! P1230249P1230565P1230543Leicht tipsy wieder zurück im Club Med Val Thorens Sensations. Sensations heißt das Design-Resort, weil in der Lobby eine zehn Meter hohe Kletterwand angebracht ist (rechts auf dem oberen Bild), weil es in einem der vier All-Inclusive-Restaurants Sterne-Küche gibt und in den anderen wie selbstverständlich Austern auf dem Buffet liegen (Frankreich eben). Und weil die besten Après-Ski-Parties gleich in der hoteleigenen futuristischen Oxygen Bar steigen – mit einem Whirlpool auf der Terrasse. Und ohne DJ Ötzi. Hurra!P1230624P1230633P1230528P1230460image5Alex und ich fühlten uns aber an der Wein-Bar am wohlsten…P1230644…und am Buffet mit Riesen-Macarons…P1230645…und in der Jurte im Frühstücksraum, wo wir jeden Morgen unsere Augenringe verstecken (und gleich da lassen) konnten. Denn jeden Abend gab es eine lange Party und zur Eröffnung sogar ein Feuerwerk.P1230647P1230576P1230571P1230583P1230076image7P1230839P1230861P1230906Am nächsten Morgen bekommen wir ein Zeichen von oben – einen runden Regenbogen. Sollten wir vielleicht doch Skifahren gehen, jetzt wo wir schon mal im besten Skigebiet der Welt sind?P1230115P1230935Unten im Tal gibt es drei von diesen wunderbaren Teppichliften – einfach draufstellen und hochziehen lassen. Wer sich schon mal bei einem Schlepp- oder Tellerlift das komische Ding zwischen die Pobacken klemmen musste, weiß den Teppichlift zu schätzen. Er ist übrigens umsonst – auch cool für alle, die noch nicht richtig gut fahren können…P1230938P1230957Ich gehöre natürlich nicht dazu. Ich kann super Ski fahren. Oder wie nennt man das noch mal, wenn einen fremde Menschen auf der Piste fragen, ob man Hilfe braucht?image4image1Wieder zurück im Club Med: Champagner-Après-Ski und danach eine Neon-Party in der Oxygen-Bar mit einer Robotershow. Was ich damit sagen will: Das neue Club Med ist perfekt, um Skifahren zu gehen und es ist auch perfekt, um nicht Skifahren zu gehen. Lustig wird es so oder so. Und jeder hat einen Doubletrouble. Also nehmt Ihr sie/ihn am besten gleich mit!P1230891P1230679P1230697P1230684P1230732P1230756P1230785Die Anreise ist am bequemsten über die Flughäfen Genf oder Lyon. Flüge nach Genf gibt es z.B. mit Easyjet von Berlin Schönefeld ab 25 Euro/Strecke. Weiter sind es 153 km nach Val Thorens, es gibt aber Hotel-Shuttles. Eine Woche im Club Med Val Thorens Sensations kostet ab 1171 Euro/Woche und Person inklusive Übernachtung, komplette Verpflegung, Spa, Skipässe, Ausrüstung und Kurse. Lest hier meine Geschichte über Val Thorens in der BZ.

P1510299

Neu in Berlin: Soya Cosplay

Pekingente gehört normalerweise nicht zu den Sachen, die ich mir in einem Restaurant bestellen würde, aber ich glaube hier hat jemand richtig Ahnung von der Sache. Diese Woche machte “Soya Cosplay” (Jägerstr. 59-60) in Mitte auf, ein chinesisches Restaurant mit modern interpretierter Küche von den Machern von “Toca Rouge” und “Long March Canteen“. Es gab vor allem Frittiertes und eine Pekingente nach der anderen – eingewickelt in Taco-ähnliche Fladen. Die Einrichtung auf drei Ebenen ist angeblichden den Höfen chinesischer Dörfer nachempfunden. Ich habe keine Ahnung, wie die Höfe chinesischer Dörfer aussehen, aber mein Lieblingssofa habe ich schnell gefunden!P1510258P1510235P1510233P1510226Hätte man so ein Sofa zuhause vor dem Fernseher, würden darauf sieben Pizzen nebeneinander passen. Habe ich ausgerechnet!P1510273P1510275P1510264P1510334P1510325Das Nest auf dem oberen Bild ist eine frittierte Garnele. Im Soya Cosplay kann man übrigens auch eine ganze Pekingente bestellen. Für 128 Euro. Ein Flugticket ist nicht dabei. Außerdem auf der Karte: Lammfilet mit Sezhuan Pfeffer und Minze (23,70 Euro), Taschenkrebs mit Ingwer und Lauchzwiebeln (26,70 Euro) und zum Dessert Wasserkastanienkuchen mit Rote-Bohnen-Eiscreme (8,20 Euro).P1510351P1510299P1510294Mein Lieblingsraum war der abgedunkelter Keller mit der hohen Laternendecke. Hier kann man zwei Pekingenten essen und keiner merkt´s.