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Hasta la Playa Siempre

Den besten All-Inclusive-Tipp meines Lebens habe ich ironischerweise von ein paar Backpackerinnen bekommen. Damals – etwa vor sieben Jahren – machte ich Urlaub in Yucatán (Mexiko) und traf auf ein paar Mädels, die mit dem Rucksack reisten und ihr All-Inclusive-Hotel in Playa del Carmen als eine Art Homebase nutzten. Es lag zentral, also kamen sie immer wieder zurück, wechselten ihre Kleidung, stopften sich mit Seafood-Tacos voll (das hat mich am meisten neidisch gemacht), entspannten einen Tag und weiter ging’s. Es hat sich herausgestellt, dass sie für diese Pauschalreise nur 100 Euro mehr bezahlt hatten als ich nur für den Flug. Nach meinen ersten drei Tagen in einem Bungalow, wo es anstatt von Betten nur Haken für meine Hängematte gab (man hätte auch einfach zwischen zwei Palmen schlafen können), lag ich mit dem Budget sogar drüber. Seitdem schaue ich vor einer Reise nicht nur nach einem Flug, sondern auch nach einem Pauschalangebot. Wenn die Entfernungen in einem Land zu groß sind und man ständig weiterzieht, funktioniert dieser Trick natürlich nicht, aber bei Inseln klappt es eigentlich immer ganz gut. Oder eben nur für einen Teil der Reise. So haben es meine Eltern und ich auch bei unserer Kuba-Reise gemacht. Vor der großen Rundreise blieben wir drei Tage am Strand von Varadero im Iberostar Varadero, kamen dann zurück, wechselten unsere Sachen und fuhren dann weiter auf die kleineren Inseln. Warum ich es Euch erzähle? Dieser Post ist voll mit All-Inclusive-Bildern aus diesen ersten drei Tagen. Und damit er wenigsten ein bisschen Sinn macht, dachte ich, ich gebe vorher einen schlauen Tipp ab.
DSC_0949DSC_0963P1400389DSC_0932Jedes Mal im Urlaub nehmen wir uns vor, etwas mehr am Strand zu entspannen. Vor allem, wenn es die Karibik ist. Ganze zwei Stunden auf der Liege hat’s gedauert. Ich drehe mich nach links: “Mamaaa! Was machen wir jetzt?” “Lies’ ein Buch!” Sagt sie seit ich acht bin. Leider habe ich alle Bücher schon im Flieger ausgelesen. Ich drehe mich nach rechts: “Papaaa! Was machen wir jetzt?” “Wir mieten jetzt auch so ein Boot!” Ha, immer gleich den Papa fragen! Also nicht nur ein paar Fotos vor dem Boot, sondern auch auf dem Boot. DSC_1057DSC_1041DSC_1008P1340247P1350097P1340931P1340933P1340934P1340402P1340380P1340964OLYMPUS DIGITAL CAMERAMit der Entspannung wurde es dann auch an den restlichen zwei Tagen nichts… Was wäre meine Familie ohne Wetten! Wer kann am längsten Unterwasser nicht blinzeln?P1340425DSC_9062Wer kann nach drei Daiquiris im Pool auf einem Bein stehen? Ich schon mal nicht!DSC_1235DSC_9057 - Arbeitskopie 2P1340201P1340120P1340204P1390580Wer hat das schönste Lächeln? Keiner von uns…P1400413P1350106P1340278P1340309P1390534DSC_9077Wer kann Pam am besten nachmachen?DSC_9147DSC_9111Da habe ich gewonnen!OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAWer findet die coolsten Muscheln? Ähm…was verwechselt.P1340671P1340097Wer hat die vernünftigsten Eltern? Dieses Bild erklärt alles…DSC_9311DSC_9229DSC_9216P1340668P1340634P1340651Noch mal kurz zum Ort: Varadero zählt zu den schönsten Strandabschnitten Kubas. Es ist ok, um ein paar Tage zu bleiben und rumzualbern. Besonders “real” ist es aber nicht. Außerhalb der Hotels ist nichts, Kubaner dürfen nicht rein und es gibt fünf Sorten Käse, was auf Kuba sonst auch nirgendwo mehr vorkommt. Varadero liegt aber perfekt, um Ausflüge nach Havanna (130 km) oder Trinidad (250 km) zu machen. Auf keinen Fall aber den Strand ganz auslassen. Playa gehört zu Kuba! Punkt. Wenn Euch Varadero zu touristisch ist, bleibt doch ein paar Tage auf Cayo Largo.

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Gambia: Tanji Fischmarkt

Ich bin ein Küstenmädchen. Und wie es sich für ein ordentliches Küstenmädchen gehört, liebe ich den Fischgeruch. Ich meine nicht den nach gratinierten Austern in Paris oder nach einem sterilen Safran-Fischmarkt in der Bretagne, ich meine den echten Fischgeruch. Ich liebe es, wenn die Haare von Männern nach geräucherter Makrele riechen und Fischschuppen unter den Fingernägeln von Frauen glitzern. Manche werden diese Bilder nicht gerade einladend finden, aber für mich war es die beste Erfahrung in Gambia (Westafrika), durch das Fischerdörfchen Tanji zu laufen. Zuerst durch die Gassen und Häuser, wo der Fang sauber gemacht und geräuchert wurde und dann am Strand entlang, wo die Boote gegen Nachmittag zurückkehrten – mit glücklichen und traurigen Gesichtern. Und ich wünschte, ich könnte nicht nur die Farben, sondern auch diesen Geruch einfangen – und ihr würdet mich dafür hassen…P1500446P1500461P1500490P1500493P1500477P1500515P1500506P1500554P1500595P1500768P1500826P1500589P1500604P1500633P1500810P1500613P1500620P1500597P1500778P1500661P1500701P1500641P1500753Lest hier meine Geschichte über Gambia in der BZ am Sonntag.

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Kitesurfen im St Regis Mauritius

Ein Roadtrip auf Mauritius ist vielleicht nicht das, was einem als Erstes einfällt, wenn man an den Urlaub im Indischen Ozean denkt. Aber im Vergleich zu den beiden anderen klassischen Knutsch-Inselgruppen den Malediven und den Seychellen, sollte man Mauritius auf jeden Fall einmal umfahren haben. Denn zum einen besteht die Insel aus einer großen Hauptinsel und zum anderen sieht´s an jeder Küste total unterschiedlich aus. Der Roadtrip kann (ohne Stopps) einen Tag dauern, bei mir waren es zehn. Die ersten vier Tage verbrachten wir im schroffen bergigen Süden, wegen des stetigen Windes perfekt für Wassersportler und mit dem einzigen Nationalpark der Insel (Black River Gorges) und dem höchsten Berg Black River Peak (828 Meter) auch cool zum Hiken (nicht zu anstrengend und man spart sich bei der Aussicht den 450 Euro teuren Heli-Flug). Für die schöneren windgeschützten Strände ist dagegen eher der Norden und der Osten bekannt, wo es immer ca. vier Grad wärmer ist (auch das Wasser!) und viel weniger regnet. Also war der Plan: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Aber schon beim Anflug habe ich schnell festgestellt, dass Arbeit irgendwie anders aussieht…P1770721P1770736P1770734P1770744Auch nach über zwölf Stunden Flug (von Berlin via Paris mit Air France) hatte ich noch Kraft genug unseren Fahrer vom Hotel-Pick-Up-Service alle fünf Minuten anzubetteln, für ein Foto anzuhalten. Und dann hat er noch den Fehler gemacht, mir den Tipp zu geben, von wo man einen besseren Ausblick hat…P1770784P1770776P1770790So was wie eine Lobby gibt es im St Regis Mauritius Resort nicht. Die Idee dahinter ist, dass man sich wie zu Hause und nicht wie im Hotel fühlt und sofort vom Buttler auf seine Villa begleitet wird. Und da jeder zu Hause einen Infinity-Brunnen hat, ist das oben so etwas wie der Eingangsbereich.P1770797P1770817P1770930P1770832P1770829P1790452P1770805P1770835Man munkelt, dass das St Regis Mauritus (eröffnet Anfang des Jahres) das zweite Hotel der Welt mit sieben Sternen (nach Burj Al Arab in Dubai) werden soll. Jeder Gast hat seinen eigenen Buttler, es gibt sechs Restaurants, riesiges Spa, eine Bibliothek, ein Privatkino, einen Tennisplatz und DIESES Bad! Die Zimmer sind so geschnitten, dass man selbst beim Zähneputzen oder aus der Dusche aufs Meer guckt. Und ein zweites Waschbecken ist ja auch immer sehr willkommen, wenn man nicht geschieden wieder auschecken möchte…P1790206P1770861P1770867P1790267P1770908P1780493P1770909Obwohl der Süden als windig gilt, steht das St Regis geschützt am Fuße des Le Morne Brabant. Von dort oben sieht man auch die beeindruckende Lagune, die auf jedem Reiseführer abgedruckt ist. Der 556 Meter hohe Berg ist wegen seiner traurigen Geschichte seit 2008 UNESCO-Weltkulturerbe. Während des 18. und frühen 19. Jahrhundert versteckten sich in seinen Klippen viele Sklaven. Als die Sklaverei abgeschafft wurde und sich eine Polizeiexpedition auf den Weg machte, um die gute Nachricht zu verkünden, fühlten sich viele Männer ertappt uns sprangen die Klippen runter. Deshalb ist Le Morne Brabant heute geschichtlich der wichtigste Berg von Mauritius – auch wenn nicht mit so vielen Transformationen wie die anderen… Das Essen oben ist übrigens die Seafood-Platte im Restaurant Nummer 1: The Boathouse Bar & Grill, wo es Mittags immer Lunch gibt.P1780009P1780069P1790349P1770993P1780120P1780043P1780104P1780081Wenn man Halbpension bucht, kann man in drei der sechs Restaurants ohne Zuzahlung zu Abend essen (Floating Market, The Boathouse Bar & Grill und Le Manoir Dining Room). Nach einem obligatorischen Erster-Tag-Strandspaziergang und dem beruhigten Abchecken von Nachbarhotels, landeten wir zuerst im Simply India, dem Signature-Restaurant von St Regis mit dem indischen Promi-Sternekoch Atul Kochhar. P1780140P1780143P1780174P1780131P1780181Da ich aber die einzige bin, die indisch mag, mussten wir ziemlich schnell weiter in Le Manoir Dining Room mit französisch-mauritischen Fusionsküche (hier: mauritian chilli cake, crusted red tuna, fresh coconut, caper, tomato). Auf dem unteren Bild das gleiche Restaurant morgens beim Frühstück.P1780341P1780611P1780738P1790208P1780352P1790431P1780574P1790213P1790440P1780550P1780524P1780553P1780531Am zweiten Tag fing mein Kitesurf-Unterricht an. St Regis hat die erste Luxus-Kitesurfschule der Welt: Club Mistral Prestige.  Der Lehrer fährt einen an einen windigeren ein paar Minuten entfernten Strand. Nach fünf Tagen Einzelunterricht sollte man es können. Bei mir muss man immer weitere fünf drauf rechnen. Da ich aber nur zwei Tage lang Zeit hatte, hat es mir schon gereicht, mich vom Kite einfach durchs Wasser ziehen zu lassen. Es bleibt sehr lange flach und der Wind ist meistens stabil – was perfekt für Anfänger ist. Die Profis gehen eher an die berühmte One-Eye-Wave etwas weiter draußen…P1770799P1790236Die Bibliothek hatte neben den vielen National-Geographic-Bilderbändern eine weitere überlebenswichtige Lektüre: die UK-Grazia!!!P1790254Im Kino La Palme D`Or gibt es drei mal am Tag Vorführungen (mit Popcorn!) oder man mietet es exklusiv. Die Sitze kann man nämlich komplett horizontal stellen…P1780607P1780579Das Schöne an dem The Boathouse Bar&Grill am Abend ist, dass man irgendwann mit seinem Dessert einfach runter an den Strand gehen kann.P1790372P1770960P1790319Damit auch die letzten Krebse wissen, mit wem sie es zu tun haben…P1780243P1780444P1780241Am letzten Tag hatte ich endlich ein bisschen Zeit für Strand&Pool&Posen und ehrlich gesagt konnte mir nicht so recht vostellen, was an den Stränden im Norden besser sein soll…P1780442P1780411P1780356P1780426P1780372P1790447P1790384P1780319P1790414_2P1780203P1780679P1790367P1780674P1780701P1780708P1790442P1780716Am Abend vor der Abreise war dann mein Lieblingsrestaurant (das Dessert bestand aus fünf Teilen) dran: The Floating Market. Was man auf den Fotos nicht sieht: das gesamte Restaurant steht auf dem Wasser und die einzelnen Räume sind durch Brücken verbunden. Auf den Bildern oben: lemongrass crab cake, roasted spiced duck breast mit baby vegetables und mein lolly-pop Nachtisch.

Lest hier meine Geschichte über Mauritius in der BZ am Sonntag.

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Haifisch im Brötchen

Was den Berlinern ihr Döner und den New Yorkern ihr Hot Dog, ist den Trinis (Einwohnern von Trinidad) Bake & Shark. Auch hier kann das Brötchen nicht voll genug gestopft werden und es wird eine ganze Wissenschaft daraus gemacht, wer letzendlich den ultimativen Haifisch im Brötchen serviert. Am besten schmeckt das Nationalgericht definitiv an der Maracas Bay, einer Bucht im Norden der Insel. Aber auch hier gibt es gleich eine Reihe an Bake & Shark Ständen – alle mit überdimensionalen Schildern. Folgt man den Einheimischen, ist Richard´s Bake & Shark zumindest einer der besten. Bis zu 2000 Haifischbrötchen gehen hier am Tag über die Theke. Der gesunde Snack besteht aus fritiertem Haifisch (Schwarzspitzen-Riffhai, nicht bedroht!), in einem Brötchen (selbstverständlich auch frittiert) und “ein bisschen Grünzeug”. Aber seht selbst… P1740253P1740274P1740358P1740257P1740330P1740224Das Brötchen mit Fisch bekommt man an der Kasse, das “bisschen Grünzeug” muss man sich dann selbst rauftun. Das Bisschen befindet sich übrigens in 15 Behältern. Was drin ist? Tomaten, Gurken, Salat, Koriander-Kohl, Ananasstücke, Tamarinden, Mangosoße, Chilisoße, Scotch-Benet-Sauße, Fruchtsenf u.s.w. Jetzt kommt der Trick: Je voller man es schafft sein Brötchen vollzupacken, ohne dass etwas rausfällt, desto besser hat man das Prinzip verstanden. Der nächste Schritt: schön aufessen! Hai schmeckt etwas zäher als anderer Fisch, ein bisschen wie Hühnchen (was natürlich auch am Frittieren liegen kann).P1740233P1740337P1740326P1740303Wie ihr an meinem Brötchen seht, habe ich das Prinzip verstanden. Wenn man dann nach diesem Snack ins Wasser geht, braucht man nicht mehr so viel Angst vor den Haien zu haben wie vor dem eigenen Untergang.P1740292P1740302P1740263Maracas Bay muss man übrigens auch ohne Bake&Shark unbedingt gesehen haben. Die tief in die Berghänge eingeschnittene Bucht hat einen der schönsten Strände in Trinidad. Und hier hängen ganz viele Einheimischen rum. Abhängen heißt in Trinidad übrigens “limen”. Kommt von einem früheren Beruf des Zitrusauspressers für die Drinks. Er saß den ganzen Tag da und hat nur limes gequetscht – gelimed.P1740320P1740327P1740318

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Puro Beach Palma: vor dem Rückflug

Wenn ihr auf Mallorca seid und der Rückflug erst nachmittags oder abends geht, ist Puro Beach eine super Variante die Sonne noch bis zur letzten Sekunde auszukosten. Der Beachclub befindet sich nämlich nur 5 Kilometer (8 Minuten mit dem Taxi) vom Palma Airport entfernt und es gibt Umkleiden und einen Aufbewahrungsraum für die Koffer. Man zahlt 35 Euro pro Sonnenbett, darin sind dann ein Handtuch, Wasser und Obst enthalten und darf von 11 bis 19 Uhr bleiben. Wenn man dann noch kurzfristig beschließt seinen Flug zu verpassen: Abends geht´s hier weiter mit DJ, Dinner und Dance. Dieses Wochenende ist übrigens die Closing Party – was aber nicht heißt, dass Schluss ist. Geöffnet ist noch bis Ende Oktober. Als ich vor ein paar Wochen mit meiner Mom auf Mallorca war, haben wir die Gelegenheit genutzt, dass keine Männer dabei waren (“Was? 35 Euro für eine Liege? Der Strand ist fünf Meter weiter umsonst”) und verbrachten den ganzen Tag dort… mit einem kleinen Abstecher zum Umsonst-Strand natürlich.P1720061P1720089P1720099P1720086P1720186P1720312P1720207P1720442P1720119P1720392P1720310P1720412P1720365P1720431P1720465P1720516P1720678P1720535P1720560P1720459P1720712P1720699P1720798P1720753P1720645P1720722P1720692P1720689P1720782Man kann ins Puro Beach natürlich auch einfach zum Lunch kommen. Wir hatten Patatas Bravas (4 Euro), fritierten Oktopus (8 Euro) und Passion Fruit Mojito (11 Euro). Flüge nach Palma de Mallorca gibt´s z.B. bei Easyjet von Berlin Schönefeld ab 30 Euro.

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Gambia: Beach Life

Wenn ich zum ersten Mal in einem ganz neuen Land bin, versuche ich zumindest am Ankunftstag mich nicht mit irgendwelchen Volkshelden-Statuen und Kunstmuseen zu verabreden, sondern einfach nur rumzulaufen und alles auf mich wirken zu lassen – Natur, Menschen, Bier… Ich war vor Gambia noch nie in Afrika (außer in Ägypten und Marokko – aber, ich schätze, das zählt nicht) und hatte nicht wirklich Ahnung, was mich erwartet. Im Westen am Atlantik gelegen, das kleinste Land des Kontinents, komplett von Senegal umgeben und vom Gambia-Fluss durchzogen, das lokale Bier heißt JulBrew – mehr wusste ich nicht… P1480021Um noch genug Zeit für das “Nichtstun” zu haben, sind wir nach unserem 6-Stunden Flug in die Hauptstadt Banjul (auf einer Insel gelegen, nur zwei Stunden Zeitverschiebung = kein Jetlag) via Brüssel (brusselsairlines.com, Flüge ab Europa ca. 700 Euro), sofort mit einem Mini-Bus ins Hotel gebracht worden. P1480024P1480066P1480026Meistens sind es negative Sachen, die ich übersehe… Dieses Mal habe ich aber das Wort “BEACH” im Hotelnamen nicht bemerkt (The Kairaba Beach Hotel)! Alle, die den diesjährigen Sommer in Europa verbracht haben, wissen, warum ich mich davon gleich doppelt so stark angezogen gefühlt habe als sonst. Also schnappte ich meine Kamera, meine Ich-bin-noch-nicht-braun-genug-fast-ganzkörper-Tunika und rannte durch die Hotelanlage zum Wasser, noch schnell bevor die Sonne untergeht.P1480064P1480053P1480058Auf dem Weg zum Strand entdeckte ich: 1. Bäume in Herzform…P14800842. Die lokalen Backstreet Boys…P14800313. Einen Pool, falls mir der Strand nicht gefällt…P14905314. Meine neuen Lieblingsbumen: Frangipani (riechen nach Cocos)…P14909105. Und einen Vogel, der mir den Weg zeigte.P1490311P1490318P1490320P1490306Ich fand den Strand sofort cool. Nicht nur, weil Quallen die Durchblutung fördern, sondern weil man auf richtige gambische Beachlife traf. Normalerweise sieht man ja an Hotelstränden meistens fast nur Hotelgäste.P1490295P1490298P1490326P1490299P1490348Als Annette und ich am Strand spazierten, lernten wir von zwei gambischen Romeos gleich die wichtigste Weisheit des Landes: “It´s nice to be nice”. Ach so.P1490336P1490601 P1490605P1490300P1490587P1480088P1480099Das Hotel ist bekannt für seine weitläufigen Gartenanlagen, auf denen Vögel anzutreffen sind, die sonst auf Bier-Covern posieren (Bild ganz unten)…P1480106… und für das Self-Catering (es war gerade Mango-Zeit).P1480110P1480093P1490372P1480150Spaß, es gab hier auch drei Restaurants, mein Lieblings davon war natürlich das Bunteste und mit Seafood.P1480148P1480159P1480154 KopieAlle Infos über Gambia hier. Pauschalreisen nach Gambia gibt´s seit der letzten Saison bei Thomas Cook. Auch zu empfehlen: Afrika-Spezialist Thürmer Tours und Studienreisen-Anbieter Studiosus.

Da mein Blog noch sehr neu ist, freue ich mich sehr über einen Like auf Facebook und über einen Follow auf Instagram oder Twitter. Und natürlich auch über einen Kommentar, der nicht die Wörter “Viagra” oder “Cheap Louis Vuitton” enthält…

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Glénan-Inseln: Karibik who?

Als wir in Fouesnant angekommen sind, um eine Fähre auf die Glénan-Inseln zu nehmen (zweite Station auf unserer Insel-Hopping Tour durch die Bretagne) dachte ich noch: Ok, genau so stelle ich mir Frankreich vor. Romantische Puppenhäuschen, Blümchen und Gärten, als ob Yves Rocher (übrigens ein Bretone) hier gerade seinen letzten Comercial abgedreht hätte…P1460617P1470089P1460569P1470092P1470083P1460676An der Anlegestelle zu den Inseln und 20 Häuserfotos später sah die Welt wieder ganz anders aus. Wir sind an einem Sandstrand mit lauter bunten Boten angekommen. Irgendwie hat mich beides mehr an meinen letzten Kuba-Urlaub erinnert (denkt euch den Mantel weg) und weniger an das Frankreich-Klischee. Andersrum wäre schlimmer… Aber wo ist eigentlich die Fähre?P1460648P1460641P1460695P1460713Die Fähre fuhr nicht. Es war Ende April, Nebensaison, windig und der Seegang ziemlich stark. Warum also nicht ein Mini-Boot nehmen…P1460747P1460760P1460766Als die Küste noch zu sehen war, fand ich das Schaukeln ganz lustig. Auf dem offenen Atlantik habe ich mich dann aber über jeden einzelnen Fixpunkt (Leuchtturm, Boje, andere sinkende Boote) sehr gefreut. Während der 40-minütigen Überfahrt bei 10 Grad wurde mir auch der erste Unterschied zu Kuba deutlich: Das Meerwasser, das an meinem Gesicht und an meinen Füßen runterlief hatte eher die Temperatur einer Minibar.P1460778P1460844Auf der Hauptinsel angekommen, habe ich mich wieder daran erinnert, warum wir überhaupt in dieses Boot gestiegen sind. An der Küste könnte das Wasser nicht friedlicher sein. Und plötzlich war Kuba wieder da!P1460872Îles de Glénan ist eine Inselgruppe aus – je nach Ebbe und Flut – zwischen sieben und zwölf Inseln. Darüber scheiden sich die Geister. Wenn man froh ist, befindet man sich während der Flut nicht gerade auf DER Insel, über die sich die Geister scheiden… Die Fähre bringt die Touristen aber nur auf die Hauptinsel Saint-Nicolas. Hier hat man die besten Strände, ein Restaurant und eine Jugendherberge für die Tauch- und Segelschüler.P1460822P1460826P1460857Auch wenn man es auf dem Bild nicht erkennt: Ich bin nass von Kopf bis Balerina. Zum Glück haben meine anderen zwei Heiligtümer überlebt: 1. Meine Kamera. 2. Mein Lunchpaket. Hier auf dem Segelschul-Gelände.P1460861P1460828P1460889Ich weiß, ihr denkt jetzt: Was sollen die ganzen Blümchen, wo sind die süßen Segelschüler? Aber das ist die Glénan-Narzisse und die wächst nur hier auf den Glénan-Inseln. Ihr Bestand (60.000 Stück) wurde 2008 zwei Wochen lang von 10 Leuten gezählt. Manche kommen nur hierher, um die Glénan-Narzisse zu sehen.P1460882Das Schönste zum Schluss: Die Strände von der Inselgruppe werden auch die Karibik der Bretagne genannt. Ich dachte zuerst: ja ja… Als ich davor stand dachte ich nur noch: Karibik who? DAS hier ist mindestens genau so türkis! Ab Juni geht die Saison los, dann kommen die meisten Touristen. Das Gute an Saint-Nicolas: Da die ganze Insel von solchen Stränden umgeben ist, verläuft sich die Menschenmenge ziemlich schnell.P1460923Und der beste Tipp (abgesehen von “bitte die Fähre nehmen”) ganz zum Schluss: links ist das Wasser zur Hochsaison 16 Grad warm (offener Atlantik), rechts nur drei Strandmeter weiter im geschützen Binnengewässer 20!P1460921P1460956P1460917P1460970P1470072P1460940P1470080Lest hier meinen Artikel über die Bretagne in der BZ.