Tag Archives: restaurant

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Berlins Favorite: MANI

Wenn es ums Essen geht, bin ich eine sehr zuverlässige Quelle. Deshalb möchte ich Euch eines meiner Lieblingsrestaurants in Berlin ans Herz legen: MANI mit französisch-israelischer Küche. Und gerade auch mit einer neuen Herbstkarte, die sich so ziemlich von den typischen “Kürbis-Karotte-Ingwer”-Menüs unterscheidet, die die meisten Restaurants zu dieser Jahreszeit anbieten. So gibt es z.B. als Vorspeise gebackenen Kürbis mit Granatapfel-Syrup, frittiertem Salbei und schwarzem Sesam oder rote Bete mit cremigen Feta und Thymian. Und als Hauptgericht Riesen-Miesmuscheln mit grünem Pesto. Ok, Pesto und Kürbis hin oder her, der eigentliche Grund, warum ich es liebe: MANI liegt nur ein paar Gehminuten von meinem Zuhause entfernt. Und mit hungrigen Frauen ist ja bekanntlich nicht zu spaßen…P1110514P1110596P1110523P1110528P1110552P1110536Wo sitzen ist immer die große Frage. Ich würde sagen… wenn Ihr ein Business-Dinner habt: drin. Das Interior hat lauter süße Details wie das gelbe Plastikkrokodil oder leicht bekleidete Menschen auf Fotos und so hat man immer was zu bereden. Wenn Ihr ein Date habt: draußen. Das Patio erinnert an einen Dschungel und da es gerade abends sehr plötzlich sehr kalt wird, schmiegt man sich auch sehr plötzlich sehr dicht aneinander. P1110542P1110544P1110545P1110555P1110548P1110571P1110580P1110589P1110585P1110634P1110628P1110546P1110645P1110653P1110622P1110593P1110614P1110613P1110610Das MANI ist eigentlich ein Hotel und um zum Restaurant zu gelangen, muss man erst einmal durch eine Rezeption (nicht irritieren lassen) und eine Bar (ist ja nicht so schlimm). Neben dem Herbstessen müsst Ihr übrigens unbedingt mein Lieblingsgericht probieren, das hoffentlich für immer auf der Karte bleibt: Lamm patties (dit sind so Buletten) mit Tomaten-Zimtsauce und Bohnen!

Für Restaurant-Tipps in München schaut mal auf diesem Blog vorbei: Taste of Sendling.

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Versteckte Bucht in Deià

Wenn Ihr in Deià (Mallorca) seid, nehmt euch unbedingt 15 Minuten Zeit, um zur Cala de Deià zu wandern, einer etwas versteckten Bucht, die vor allem von Booten für ein schnelles Mittagessen angefahren wird (nicht mit dem Auto hinfahren, der Parkplatz ist teuer und überfüllt). Ihr findet hier zwar keinen klassischen Traumstrand – es ist steinig, schattenfrei und Rafaelo gibt´s auch nicht. Aber für mich hat diese Bucht einen gewissen “Flinstone”-Charme: Man breitet seine Tücher einfach auf der Bootsrampe aus oder klettert direkt vom Wasser aus in das zusammengetackerte Restaurant. Und mitten in der Bucht gibt es einen Stein zum Runterspringen und Angeben! Perfekt also für Kinder und Freundin.
P1710474P1710683P1700055P1710629P1710753P1710760P1710688P1710647 - Arbeitskopie 2P1710135P1710762P1710778P1710830P1710808P1710821Lest hier meine Reisegeschichte über Deià in der BZ.

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Shanti Maurice: Fish Shack

Tops finde ich blöd, also nicht die zum Anziehen, sondern die mit 1,2,3… Und die Top 1 der blödesten Tops ist immer noch für alle “Bevor-man-stirbt”-Tops reserviert. Das “Fish Shack” im Shanti Maurice Resort (Süden von Mauritius) gehört zwar nicht zu den Orten, die man gesehen haben muss, bevor man stirbt, wurde aber zu den zehn besten Strandbars weltweit gewählt. Aber es ist trotzdem gut dort. Ich wusste zunächst nichts von diesem Ruhm und habe das “Fish Shack” beim morgendlichen Spaziergang eher zufällig entdeckt. P1820955P1820662Nach diesem kleinen Strandfrühstück fand ich, dass eine ausgiebige Resorterkundung in einem weiten Kleid (das Frauen liebevoll “Babydoll” und Männer enttäuscht “Kartoffelsack” nennen) genau das Richtige sei…P1820889P1820897P1830016P1820907P1830025P1820904P1820927P1820961P1820979Tadaaa: So sieht das “Fish Shack” am Tag aus. Etwas unspektakulär, eher wie eine Trauungslocation, für ein paar Blödsinn-Fotos hat´s aber trotzdem gereicht… Am Abend dann ein völlig anderes Bild.P1820969P1820978P1820981P1830043P1830194P1820251Erst wenn die Sonne untergeht, macht die Strandbar (die eigentlich ein Grill-Restaurant ist) auf. Man läuft und läuft auf einem langen Sandweg, rechts und links nur mit Fackeln beleuchtet und fast wenn man schon glaubt, man hätte sich verlaufen, zeichnen sich weiße Betten, Grillflammen und mit Essen belegte Boote ab. Und es fühlt sich an wie eine Oase mitten in der Wüste, wenn nur das Klatschen der Wellen nicht wäre. Da ist der Name “Fish Shack” (heißt übersetzt Fisch-Baracke) leicht untertrieben… Auf den Grill kommt, was die Fischer morgens gefangen haben (aber immer Hummer, Shrimps und Marlin). Das Gute: Selbst wenn man nicht im Shanti Maurice bleibt, kann man dort abends einen Tisch/Bett/Bank buchen. P1820596P1820458P1820397P1820441P1820586P1820431shantibarP1820582

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Rezept: Spargel für Männer

Ein Spargelgericht für Männer besteht nicht aus dem Weglassen des Spargels und einer doppelten Portion an Schnitzel und Hollandaise. Ein Spargelgericht für Männer wird frittiert. Mit was? Wie mit was? Mit Bier! P1450781P1450777P1450779Danke an die Rotisserie Weingrün (Gertraudenstraße 10-12, Berlin Mitte) für dieses Rezept. P1450789Zutaten für den panierten Spargel: 200 g Mehl, 200 ml Bier, 30 ml Öl, Eiweiß von 2 Eiern, Prise Salz, 600 g weißen und grünen Spargel.P1450798Bierteig: Mehl mit Bier verrühren, Öl zugeben. Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und unter den Teig heben.P1450805Den weißen Spargel schälen und zusammen mit dem grünen im kochenden Wasser mit einer Prise Salz und Zucker 6 Minuten halbgar kochen. Mit Eiswasser abschrecken und gut trockentupfen. P1450821P1450835Den Spargel in den Teig eintauchen (dabei die Spitze freilassen) und bei 175°C frittieren bis er goldgelb ist.P1450795Für die konfierten Tomaten:  Olivenöl in einem Topf erhitzen, 12 Kirschtomaten darin platzieren bis sie aufplatzen. Danach je ein Zweig Rosmarin und Thymian, 1 EL Honig, 1 Zehe Knoblauch und etwas Meersalz dazugeben und das ganze bei kleinster Temperatur 30 Minuten lang köcheln lassen.P1450844P1450855Den Spargel auf einer Schieferplatte mit Tomaten, Radieschen-Scheiben und Dips anrichten und mit Pumpernickel-Krümeln bestreuen. Eigentlich kann man irgendwelche Dips nehmen, hier aber zwei leckere Vorschläge:

Curry-Limettendip (gelbe Schale): 200 g Griechischen Joghurt, 2 EL Mayonnaise und 1 EL Madras Currypulver miteinander verrühren. Etwas frischen Koriander und eine halbe Chilischote fein schneiden und zur Sauce dazu geben. Mit Salz, Zucker und etwas Limettensaft abschmecken.

Frankfurter Grüne Soße (grüne Schale): 2 hartgekochte Eier fein hacken und in eine Schüssel geben. 2 EL Pflanzenöl und 2 EL Essig, 120 g Creme Fraîche, 250 g Griechischen Joguhrt und gemischte Kräuter dazugeben und gut verrühren. Mit Salz, Zucker und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

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Lieblingskloster in der Bretagne

Für unsere Insel-Hopping-Tour durch die Bretagne (3 Tage, 3 Inseln) brauchten wir ein Hotel, dass genau zwischen den Inseln Ouessant, Glénan und Ile de Sein (im nächsten Post) liegt. Das Örtchen Douarnenez sollte deshalb eigentlich nur zu einer Übernachtungsstation werden. Schließlich fuhren die Fähren zu den Inseln sehr früh und der Wein war jeden Abend zu gut, um sich schon um 12 davon zu verabschieden. Jetzt würde ich aber sogar sagen: Kein Bretagne-Urlaub, ohne zumindest für ein paar Studen durch das verwunschene Douarnenez mit seinem beeinduckenden Jachthafen (geht ins offene Meer heraus) zu laufen. P1470887P1470960P1470906P1470903P1470905Unser Hotel Ty Mad (ab 110 Euro/Nacht) liegt direkt an einer kleinen Kirche und war früher eine Unterkunft für Mönche. Der neue Wirt machte daraus einen Lifestyle-Tempel mit Pool, Sauna, einem Gourmetrestaurant und einer Bar. Und mit einem Blick aus dem Fenster, für den ich jeden Abend fast meinen Aperitif verpasst habe. P1470095P1470233P1470922P1470237P1470111P1470132P1470158P1470169P1470180P1470188P1470211Und als ich dann noch zum Dessert Caramel au beurre salé bekommen habe (DIE bretonische Spezialität Salzbutterkaramell gibt´s in allen Möglichen Variationen: als Praline, als Aufstrich, als Eis, als Crème Brûlée), habe ich sogar kurz überlegt hier zu bleiben. Aber am nächsten morgen mussten wir weiter- auf die Ile de Sein, die letzte Station auf unserer Insel-Hopping Tour und gleichzeitig die beste Insel, um betrunken zu werden…P1470148P1470136P1470202Lest hier meinen Artikel über die Bretagne in der BZ.

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Gibt´s Spargel in Japan?

Keine Ahnung. Aber es gibt einen japanisch-italienischen Spargelsalat. Wer also vorübergehend keine Lust auf Schnitzel und Hollandaise hat (soll es geben) – hier das wirklich einfache Rezept (danke dafür an Restaurant Balthazar). Sogar ich habe es geschafft – der beste Beweis dafür, dass es wirklich jeder nachkochen kann.
P1450704Für vier: 12 Stangen rohen Spargel, 2 EL Schalottenwürfel, 1 EL Daikon (das Gelbe auf dem Bild, gibt´s im Asialaden), 6 Cherry Tomaten, 1 Chili Schote, 4 EL weißen Balsamico, 5 EL Olivenöl, 1 Zweig Basilikum, 3 EL Sojasauce, 1 TL schwarzen Sesam, 2 Bund Rucola, 8 Riesengarnelen, 3 EL geklärte Butter, Salz, Zucker, Pfeffer.P1450713So geht´s: 1. Alles, was auf dem Foto geschnippelt ist, genauso schnippeln. Spargel aber vorher schälen.P14507152. Spargel in einer heißen, gebutterten Pfanne kurz anbraten. Mit Zucker, Salz, Pfeffer, Sojasauce und weißem Balsamico würzen. Schalottenwürfel, Daikon, Chili und Sesam dazu geben und weitere 6 Minuten anbraten.P14507233. Den Pfanneninhalt mit ganzen Rucola- und Basilikumblätter, Olivenöl und geviertelten Tomaten verrühren. Die Garnelen 2 Minuten von beiden Seiten in der gleichen Pfanne anbraten und auf dem Salat anrichten.P1450733Schaut auch hier rein für klassische Rezepte. Jeden Sonntag neu in der BAMS von Michael Quandt.

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Neu in Berlin: Soya Cosplay

Pekingente gehört normalerweise nicht zu den Sachen, die ich mir in einem Restaurant bestellen würde, aber ich glaube hier hat jemand richtig Ahnung von der Sache. Diese Woche machte “Soya Cosplay” (Jägerstr. 59-60) in Mitte auf, ein chinesisches Restaurant mit modern interpretierter Küche von den Machern von “Toca Rouge” und “Long March Canteen“. Es gab vor allem Frittiertes und eine Pekingente nach der anderen – eingewickelt in Taco-ähnliche Fladen. Die Einrichtung auf drei Ebenen ist angeblichden den Höfen chinesischer Dörfer nachempfunden. Ich habe keine Ahnung, wie die Höfe chinesischer Dörfer aussehen, aber mein Lieblingssofa habe ich schnell gefunden!P1510258P1510235P1510233P1510226Hätte man so ein Sofa zuhause vor dem Fernseher, würden darauf sieben Pizzen nebeneinander passen. Habe ich ausgerechnet!P1510273P1510275P1510264P1510334P1510325Das Nest auf dem oberen Bild ist eine frittierte Garnele. Im Soya Cosplay kann man übrigens auch eine ganze Pekingente bestellen. Für 128 Euro. Ein Flugticket ist nicht dabei. Außerdem auf der Karte: Lammfilet mit Sezhuan Pfeffer und Minze (23,70 Euro), Taschenkrebs mit Ingwer und Lauchzwiebeln (26,70 Euro) und zum Dessert Wasserkastanienkuchen mit Rote-Bohnen-Eiscreme (8,20 Euro).P1510351P1510299P1510294Mein Lieblingsraum war der abgedunkelter Keller mit der hohen Laternendecke. Hier kann man zwei Pekingenten essen und keiner merkt´s.