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Haifisch im Brötchen

Was den Berlinern ihr Döner und den New Yorkern ihr Hot Dog, ist den Trinis (Einwohnern von Trinidad) Bake & Shark. Auch hier kann das Brötchen nicht voll genug gestopft werden und es wird eine ganze Wissenschaft daraus gemacht, wer letzendlich den ultimativen Haifisch im Brötchen serviert. Am besten schmeckt das Nationalgericht definitiv an der Maracas Bay, einer Bucht im Norden der Insel. Aber auch hier gibt es gleich eine Reihe an Bake & Shark Ständen – alle mit überdimensionalen Schildern. Folgt man den Einheimischen, ist Richard´s Bake & Shark zumindest einer der besten. Bis zu 2000 Haifischbrötchen gehen hier am Tag über die Theke. Der gesunde Snack besteht aus fritiertem Haifisch (Schwarzspitzen-Riffhai, nicht bedroht!), in einem Brötchen (selbstverständlich auch frittiert) und “ein bisschen Grünzeug”. Aber seht selbst… P1740253P1740274P1740358P1740257P1740330P1740224Das Brötchen mit Fisch bekommt man an der Kasse, das “bisschen Grünzeug” muss man sich dann selbst rauftun. Das Bisschen befindet sich übrigens in 15 Behältern. Was drin ist? Tomaten, Gurken, Salat, Koriander-Kohl, Ananasstücke, Tamarinden, Mangosoße, Chilisoße, Scotch-Benet-Sauße, Fruchtsenf u.s.w. Jetzt kommt der Trick: Je voller man es schafft sein Brötchen vollzupacken, ohne dass etwas rausfällt, desto besser hat man das Prinzip verstanden. Der nächste Schritt: schön aufessen! Hai schmeckt etwas zäher als anderer Fisch, ein bisschen wie Hühnchen (was natürlich auch am Frittieren liegen kann).P1740233P1740337P1740326P1740303Wie ihr an meinem Brötchen seht, habe ich das Prinzip verstanden. Wenn man dann nach diesem Snack ins Wasser geht, braucht man nicht mehr so viel Angst vor den Haien zu haben wie vor dem eigenen Untergang.P1740292P1740302P1740263Maracas Bay muss man übrigens auch ohne Bake&Shark unbedingt gesehen haben. Die tief in die Berghänge eingeschnittene Bucht hat einen der schönsten Strände in Trinidad. Und hier hängen ganz viele Einheimischen rum. Abhängen heißt in Trinidad übrigens “limen”. Kommt von einem früheren Beruf des Zitrusauspressers für die Drinks. Er saß den ganzen Tag da und hat nur limes gequetscht – gelimed.P1740320P1740327P1740318

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Gibt´s Spargel in Japan?

Keine Ahnung. Aber es gibt einen japanisch-italienischen Spargelsalat. Wer also vorübergehend keine Lust auf Schnitzel und Hollandaise hat (soll es geben) – hier das wirklich einfache Rezept (danke dafür an Restaurant Balthazar). Sogar ich habe es geschafft – der beste Beweis dafür, dass es wirklich jeder nachkochen kann.
P1450704Für vier: 12 Stangen rohen Spargel, 2 EL Schalottenwürfel, 1 EL Daikon (das Gelbe auf dem Bild, gibt´s im Asialaden), 6 Cherry Tomaten, 1 Chili Schote, 4 EL weißen Balsamico, 5 EL Olivenöl, 1 Zweig Basilikum, 3 EL Sojasauce, 1 TL schwarzen Sesam, 2 Bund Rucola, 8 Riesengarnelen, 3 EL geklärte Butter, Salz, Zucker, Pfeffer.P1450713So geht´s: 1. Alles, was auf dem Foto geschnippelt ist, genauso schnippeln. Spargel aber vorher schälen.P14507152. Spargel in einer heißen, gebutterten Pfanne kurz anbraten. Mit Zucker, Salz, Pfeffer, Sojasauce und weißem Balsamico würzen. Schalottenwürfel, Daikon, Chili und Sesam dazu geben und weitere 6 Minuten anbraten.P14507233. Den Pfanneninhalt mit ganzen Rucola- und Basilikumblätter, Olivenöl und geviertelten Tomaten verrühren. Die Garnelen 2 Minuten von beiden Seiten in der gleichen Pfanne anbraten und auf dem Salat anrichten.P1450733Schaut auch hier rein für klassische Rezepte. Jeden Sonntag neu in der BAMS von Michael Quandt.