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Ain’t No Island Like Lady Elliot

Manchmal liegt das Gute so fern. Es gibt kaum eine andere Insel, bei der sich die lange Anreise so sehr lohnt wie bei Lady Elliot im australischen Bundesstaat Queensland. Die südlichste Insel am Great Barrier Reef ist nur per Flugzeug (ab Hervey Bay ca. 200 Euro) erreichbar und man hat so eine wie sie noch nie gesehen – ehrlich! Schon beim Anflug beobachtet man, wie Mantarochen (hier gibt es eine Forschungsstation) mit ihrer Flügelspannweite von bis zu acht Metern um Lady Elliot ihre Runden drehen, später dreht man mit. Die Insel ist zwar seit 1970 für den Tourismus erschlossen, dank der Abgeschiedenheit und den strengen Auflagen ist hier die Unterwasserwelt aber so neugierig wie selten. Schildkröten und Riffhaie kommen auf einen zugeschwommen, Mantarochen kreisen beim Tauchen über den Köpfen (immer schön nach oben schauen!) und verdecken wie ein Riesenteppich die durchkämpfende Sonne. Man kann ihr schwarz-weißes Muster fotografieren und so zu der weltweiten Bestandaufnahme dieser größten Rochenart (können bis neun Meter lang und drei Tonnen schwer werden) beitragen. Sie sind übrigens für den Menschen ungefährlich und ernähren sich hauptsächich von Plankton – viel Plankton. Ein Manta muss täglich bis zu 14 Prozent seines Körpergewichtes davon essen, um zu überleben. Andere ständige Inselbewohner sind Weißkappennoddis und Zügelseeschwalben. Ein Drittel der Insel ist sogar ein (ziemlich lautes) Vogelschutzgebiet und auf dem Zimmer liegen Ohrstöpsel aus – falls es nachts wieder was zu bereden gibt zwischen den Noddis und den Schwalben. Ihr interessiert Euch weder für Vögel noch für Rochen? Macht nichts, es gibt auch einfach einen geilen Strand! Und Austern zum Sundowner…P1170856P1170848P1170869Die Landebahn durchquert die gesamte 870 Meter lange und 670 Meter breite Insel.P1170774P1170885P1180069Beim Spazierengehen soll man darauf achten, dass gerade kein Flugzeug landet. Und wenn gerade eins landen, kommt sofort ein Traktor zum Kofferholen.P1170901P1170909P1170928P1170934P1170963Das Verrückteste aber an Lady Elliot: Die Insel liegt direkt auf einem Riff und bei Ebbe stehen alle Korallen frei. Bei Flut (zweimal am Tag) kann man von seinem Bungalow aus gleich zum Riff schnorcheln gehen und muss nicht erst mit einem Boot rausfahren. Bei Ebbe geht man zwischen den Korallen spazieren wie im Wald zwischen den Pilzen. Nur ein bisschen hübscher.P1170984P1180110P1170950Hier gibt es ein Eco-Resort im Bungalow-Style mit etwa 150 Schlafplätzen (Lady Elliot Island Resort) ab 118 Euro/p.P. im DZ mit Halbpension. Man kann aber auch nur für einen Tag kommen, ohne zu übernachten. Das war mein Häuschen – direkt am Strand wie wohl alles hier.P1180087P1170941Mittagsschlaf…P1180149P1180247 Bei Flut verstecken sich die Korallen und der Strand wird wieder… zu einem ganz normalen Strand.P1180157P1180039P1180026Eine Seite der Insel ist sandig, die andere voll mit Muscheln und Fossilien.P1180170P1180011Und wieder Ebbe. Man könnte hier stundenlang dem Wasser beim “Spazierengehen” zuschauen und wie die Küste immer wieder zu einem blau-grünen Leopardenfell wird.P1180162P1180022Einen Sessel dafür habe ich auch schon gefunden…P1180046P1180132P1180062P1180256DSCN1717Bei Flut gibt es drei Optionen: Man kann schnorcheln, tauchen oder mit einem Glasbodenboot rausfahren. Bei den beiden letzteren sieht man ziemlich sicher einen Mantarochen. Schildkröten kommen dagegen sehr nah an die Küste. Die trifft man schon beim Schnorcheln.DSCN1617DSCN1630Hier ein Bild vom Glasbodenboot. Schöner ist es aber, den Rochen beim Tauchen auf den Bauch zu schauen.DSCN1620DSCN1643DSCN1765DSCN1690DSCN1782DSCN1879DSCN1767DSCN1784DSCN1913DSCN1791P1180360Lady Elliot wurde 1816 zum ersten Mal angesteuert und nach dem Schiff des Entdeckers benannt. Lang lebten hier nur drei Familien, die den Leuchtturm bedienten. Heute ist er ein reiner Sonnenuntergangsspaß. Die Schiffe wissen mittlerweile, dass die Insel existiert und müssen nicht mehr gewarnt werden.P1180261P1180272P1180267P1180275P1180271P1180274P1180269P1180287P1180297P1180352P1180305Beim Sunset-Picknick habe ich eher eine Tüte Erdnussflips erwartet, aber gut, das nehme ich auch…P1180343P1180368P1180418Und auch die Haie haben das leckere Essen wohl gerochen.P1180446Die Vögel auf der Insel funktionieren wie der umgekehrte Wecker. Wenn sie anfangen zu schreien (sie schreien wirklich), ist es schon spät und Zeit, ins Bett zu gehen. Die Ohrstöpsel auf dem Nachttisch habe ich leider erst am nächsten Morgen bemerkt. Danke, Weißwein!P1180504P1180519Die Abgeschiedenheit der Insel hat einen weiteren Vorteil: Die An- und Abreise ist schon eine Sehenswürdigkeit an sich und man entdeckt auf dem Weg noch viele andere kleine, teilweise unbewohnte Insel. Bei der unteren habe ich mir eine Fallschirmausbildung gewünscht…P1180589P1180592P1170712P1170733

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Zehn Tipps für Island im Winter

Ich war in Island im Sommer und ich war in Island im Winter und als ich in Island im Winter war, war es wie in einem völlig anderem Land zu sein. Allein schon deshalb sollte man zweimal hin. Da wäre aber noch ein wichtiger Grund: Im Winter gibt es in Island den Sonnenaufgang für Faule. Ihr könnt in aller Ruhe bis kurz vor elf schlafen, denn dann geht die Sonne erst auf. Und kurz vor drei schon wieder unter. Und wer denkt, Island wäre im Winter ungemütlich, dunkel und grau, wird überrascht sein, wie viele Farben sich um diese Jahreszeit doch noch durchboxen. Nur mit einer Farbe solltet Ihr vorsichtig sein: mit der der Polarlichter. Die Japaner glauben nämlich, dass sie ganz viele Babys bringt. Hier daher meine jugendfreien Tipps für Island im Winter:

1. DER SCHWARZE STRAND VON VÍKP1870341P1870606P1870667P1870359P1870489P1870544Dass der Strand von Vík (im südlichsten Dorf Islands) eigentlich ein schwarzer Lavastrand ist, verraten im Winter nur die Reynisdrangar-Felsen (Bild unten) mitten im Meer. Und manchmal auch die kleine Lücke zwischen dem weißen Meer und dem weißen Schnee (Bild oben).P1870714P1870717Über zu wenig Platz brauchen sich die Isländer nicht zu beschweren. Auch nicht in der Nase…P18707332. WASSERFÄLLEP1880142P1880461Auf Reisen im Golden Circle, der beliebtesten Route im Süden Islands, werden meistens drei Wasserfälle angefahren: Skógarfoss (erstes Bild), Gullfoss (zweites Bild) und Seljalandsfoss (Bild unten). Obwohl der Gullfoss als der mächtigere und der Skógarfoss als der schönere gilt, war der Seljalandsfoss schon immer mein Liebling! Man kann nämlich dahinter laufen und nach einem Wikinger-Schatz suchen. Dass die Treppen etwas vereist waren, hat mich auch nicht weiter davon abgehalten.P1880219P18802633. ESSENP1890815Das erste Gericht werden alle vermutlich noch ganz appetitlich finden: traditioneller isländischer Hummer (fällt immer kleiner aus) im berühmten Fjorubordid-Restaurant. Danach kommt chronologisch: geräucherter Papageientaucher im Hotel Rangá, Pferdefleisch-Carpaccio mit Parmesan im Cava-Restaurant und Gammelhai aus einem isländischen Supermarkt.P1880318P1890165P18903414. GEYSIREP1880387Große Pläne brauchen große Autos. Und was in Deutschland eher protzig aussieht, macht in Island tatsächlich Sinn. So wie auf unserer Fahrt ins Geysir-Tal Haukadalur. Bei Minusgraden sind die Dampfwolken noch gewaltiger. So schießt z.B. der Strokkur (Bild unten) ca. alle zehn Minuten eine bis zu 35 Meter hohe Säule in die Luft (rechts im Foto sind zwei Menschen als Größenvergleich). Während das Wasser bis zu 90 Grad werden kann (nicht anfassen!), hängen an der Absprerrung dicke Eiszapfen.P1880644P1880781P18807685. HOT POTSP1890923OLYMPUS DIGITAL CAMERAIsland ist voll mit heißen Thermalquellen und das haben wir vulkanischen Aktivitäten zu verdanken. Daher sind Hot Pots ein wichtiger Bestandteil der isländischen Bade- und Abhängekultur. Der wohl berühmteste und kommerziellste Hotpot ist die Blaue Lagune mit ihrem milchig-blauen Wasser (ca. 35 Euro Eintritt, zumindest sind die Schönheitsmasken umsonst) in der Nähe vom Flughafen. Aber auch in allen städtischen Bädern (ca. 5 Euro Eintritt, Bilder unten) gibt es diese Natur-Jacuzzis.OLYMPUS DIGITAL CAMERAAnja und ich haben in das städtische Bad ein paar Beauty-Essentials mitgeschleppt…OLYMPUS DIGITAL CAMERAP1880363Die andere Möglichkeit, einen Hot Pot auszuprobieren, wäre ein Hotel mit Hot Pots zu buchen. Zum Beispiel hat das Rangá Hotel seine Wannen draußen im Schnee und ohne direkten Zugang. Da muss man sich vorher schon sehr viel Mut antrinken – mit den vielen isländischen Biersorten geht es ganz gut (ich weiß, ich erzähle immer vom Trinken, aber ich trinke auch einfach so viel).P1890026P1870303Nach bereits zwei Flaschen haben Julia und ich beschlossen, uns ein paar Tipps vom Bären in der Lobby einzuholen – der ist ja schließlich schon länger da.P1870320P1880298Danach war uns die Lösung ganz klar: Wir überwinden den Weg zum Hot Pot, indem wir einfach unsere Havaianas anziehen. Warum ist uns das nicht gleich eingefallen?P1880273Wie es im Hot Pot weiterging, brauche ich ja an dieser Stelle nicht mehr zu sagen. Nur kurz was zum Bild unten: Liebe Mama, ich habe in Island immer meine Mütze getragen, so wie du es mir aufgetragen hast! Es waren übrigens -17 Grad, falls sich das jetzt jemand gefragt hat…P18802946. GLETSCHERWANDERUNGP1880050P1870895P1870972Zur blauen Stunde mit Spikes und Eispickel ausgestattet auf dem Sólheimajökull-Gletscher zu wandern macht Euch einfach nur… blau. Leider wird dieser Gletscher wegen des Klimawandels laut Prognosen in 100 Jahren komplett geschmolzen sein. Daher: Fahrt weniger Auto, fahrt mehr Skateboard!P1870922P1870870P1870992P18709377. SHOPPINGP1870739Nehmt in Island niemals das Wort “Norwegerpullover” in den Mund! Das sind Islandpullover, die aus Wolle einer besonders zähen Schafrasse gestrickt werden. Und halten daher angeblich viel besser warm als die norwegische Variante.P1890314Auch weg mit Euren Jack Wolfskins und North Faces! In Island trägt man das einheimische Label 66°NORTH (seit 1926), das ebenfalls sehr warm hält, aber leider auch viel kostet. Bei mir hat es für eine Mütze gereicht. Die gute Nachricht: Shopping in Island ist Duty Free. Bei Einkäufen über 25 Euro bekommt man am Flughafen 15 Prozent Mehrwertsteuer zurück erstattet.P1890887In Reykjavik gibt es viele Second-Hand-Shops wie z.B. das Spúútnik, wo man günstigere Islandpullover kaufen kann (die dann wiederum oft aus Norwegen sind) und lauter Hipster-Zeugs.P18908778. LAVAHÖHLENP1890527Am Anfang von dieser Tour im Bláfjöll-Gebirge vesteht man nicht so recht, was man hier soll (außer, dass es vielleicht wie auf einer verschneiten Mondlandschaft aussieht). Dann steigen wir in die 3000 Jahre alte Lavahöhle Leidarendi (bedeutet “totes Ende”) ab. Erst 1991 hat man in Island angefangen, solche unterirdischen Lavatunnel zu entdecken, bis heute weiß man von ungefähr 250. Im Winter verwandeln sich die Höhlen in Eispaläste aus Stalaktiten und Stalagmiten. Mit einer Helmlampe ausgestattet, kriecht man teilweise auf dem Bauch durch die Mini-Gänge, um zum nächsten “Raum” zu gelangen. Wenn mal ein Eiszapfen abbricht und auf den Boden knallt, hört sich das an wie kleine Unfälle beim Weihnachtsbaumschmücken.  P1890537P1890552P1890673P18905719. SCHNORCHELN ZWISCHEN DEN KONTINENTENP1880975Yeah! Wir sind so glücklich, dass es bei -19 Grad Außentemperatur gleich ins drei Grad warme Wasser geht! Nein, sind wir nicht. Warum wir trotzdem im Winter schnorcheln gehen? Im Pinvellir-Nationalpark verläuft die Grenze zwischen der nordamerikanischen und eurasischen Kontinentalplatte – hier sind die Kontinente mal auseinandergebrochen. Die Silfra-Spalte wurde aufgrund ihrer unglaublichen Sichtweite von bis zu 100 Metern unter die zehn besten Schnorchelplätze der Welt gewählt. P1880972P1880976Der Trockenanzug soll kein Wasser durchlassen. Umziehen muss man sich auf dem Parkplatz.P1880990P1880993Das ist die Kontinental-Spalte  – von oben eher unspektakulär. Links Europa, rechts Amerika. Sie wird gespeist durch das Schmelzwasser des 50 Kilometer entfernten Langjökull-Gletschers und kommt nach 30 bis 100 Jahren hier perfekt gefiltert an. Wie perfekt gefiltert sieht man aber erst, wenn man unten ist.P1880997Silfra3Und so sieht es aus, wenn man zwischen zwei Kontinenten schnorchelt. Normalerweise nehme ich für den Blog nur eigene Bilder (das Foto oben ist vom Veranstalter Arktische Abenteuer), aber der volle Akku von meiner Unterwasserkamera ist in weniger als einer Minute leer gewesen – so eisig war das Wasser. Viel bewegen muss man sich in der Spalte aber nicht, denn die leichte Unterwasserströmung zieht Euch mit. Als wir nach etwa 40 Minuten wieder draußen waren (Bild unten), hatten wir Eiszapfen im ganzen Gesicht: ich auf den Wimpern, die Jungs in den Bärten. Da fanden wir uns schon ein bisschen cool.P188099810. REYKJAVIKP1890041Reykjavik ist die nördlichste Hauptstadt der Welt. Kalt wird es trotzdem nicht. Denn während man in anderen Hauptstädten ein Taxi braucht, um von einer Bar zum nächsten Club zu ziehen, muss man im Laugavegur (tagsüber Einkaufs- und nachts Partymeile) nur die Straße überqueren. Ganz wichtig: Outdoorkleidung im Hotelzimmer lassen! Mädchen schweben hier elfengleich in ihren weißen Pelzmänteln und Riesenabsätzen über dem Schnee und die Männer sehen so aus, als könnten sie einem frisch gefangenen Fisch den Kopf abbeißen, aber auch Wolldecken für die japanischen Polarlichter-Babys besorgen.P1890089P1890131Das Cava ist eine angesagte Bar (obere Etage) und Restaurant (untere Etage). Sonst noch coole Adressen in Reykjavik: Kaffibarrinn (alle so fame, dass Fotos nicht erlaubt sind), Micro Bar (hat eine eigene Brauerei), Kaldi Bar (Backsteinwände und Klavier), Laundromat Cafe (Wäschewaschen und Brunchen). P1890191P1890226P1890103P1890189Mit der Gang von Arktische Abenteuer, die mir Island und noch viel mehr gezeigt haben: Anja und Gardi. Danke! Und erstaunlich: In Island gibt es auch “normales” Fleisch wie Ente (Bild unten).P1890178P1890447Das Konzerthaus Harpa ist das neue Wahrzeichen der Stadt. Wem es zu brav ist: Im Phallusmuseum kann man mehr als 280 Penisse aus der ganzen Tierwelt bestaunen. Darauf einen Hot Dog aus der berühmtesten Bude der Stadt: Beajarins Beztu PylsurP1890338Flüge nach Island gibt’s mit WOW-Air, der einzigen Lowcost Airline Islands schon ab 59 Euro/Strecke. Die beschriebenen Touren sind bei Arktische Abenteuer direkt auf der Webseite oder in ihrem Büro in Reykjavik zu buchen. Lest hier meine Geschichte über Island im Winter bei BildPlus und hier in der BZ.

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Malediven Unterwasser

Wenn Ihr eine neue Unterwasserkamera sucht und keine Lust auf lange Gebrauchsanleitungen habt: Hier ist eine, mit der es auch so klappt. Ich habe die Nikon Coolpix AW110 zum Geburtstag geschenkt bekommen und sie auf den Malediven an Korallen, Schildkröten, Haien und Mädchen getestet. Fazit: Man sieht nicht, dass ich es nicht kann und das finde ich gut. Wenn Ihr also keine großen Unterwasser-Ambitionen habt, sondern einfach ein paar schöne Urlaubsschnappschüsse braucht, ist diese Kamera super. Außerdem ist sie bis zu 18 Metern wasserdicht und sogar noch ein bisschen tiefer…DSCN0025DSCN0294DSCN0468Der eigentliche Grund, warum Urlauber im Robinson Club Maldives schnorcheln gehen: Romy. Sie zeigt den Gästen zweimal am Tag die besten Riffe. Und die armen Jungs vergessen zu atmen…DSCN0052DSCN0760DSCN0108DSCN0065DSCN0057DSCN0082DSCN0175DSCN0276 2DSCN0213DSCN0287DSCN0243DSCN0605DSCN0489DSCN0592DSCN0714DSCN0690DSCN0672DSCN0776DSCN0777DSCN0642DSCN0768DSCN0515DSCN0676DSCN0118

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Rock the Boat

Wenn Ihr in einem Hotel im Süden von Mauritius bleibt, gehört eine Katamaran-Tour (ca. 60 Euro pro Person) zu den schönsten Ausflügen, die Ihr machen könnt. Es gibt zwar an jeder Küste eine, die südliche Tour ist aber am beliebtesten. Angeworben wird sie mit Delfinen (was ungefähr auf 90 Prozent der Katamaran-Touren weltweit zutrifft), schönen Schnorchelplätzen (den einen Fisch würde man wo anders übersehen) und mit dem lustigen Korallenpilz (das ist wirklich ein nettes Foto). Warum sie trotzdem so beliebt ist? Ich würde sagen, die Tour ist deshalb so besonders, weil man vom Wasser aus die beeindruckenden Bergketten der Insel sehen kann, die man im Süden der Insel sonst nie zu Gesicht bekommt. Und weil man von hier aus beobachten kann, wie schnell die Wolken an den Bergspitzen vorbeiziehen und sich das Wetter im Minutentakt ändert – eine weitere Besonderheit von Mauritius. Dieser Umstand wird beim Verkaufen leider nie erwähnt. Außerdem gibt es natürlich Schlimmeres, als den ganzen Tag mit Drinks, Bananen-Barbecue und Musik auf einem Boot abzuhängen und die Hälfte des Bikinis bei einer Arschbombe in den Indischen Ozean zu verlieren. Also war das Erste, was wir bei unserer Ankunft im Shanti Maurice gemacht haben, eine Katamaran-Tour zu buchen. Nach dem Frühstück natürlich…P1810906P1810909P1810897P1810914Indischer Pfannkuchen auf der Frühstücksterrasse von Shanti Maurice. P1810943P1810971P1810956Es fing bewölkt an und wechselte sich im Minutentakt. Dazwischen kamen: die Delfine!P1810975P1810979P1820011P1820030P1820003So funktioniert eine Katamaran-Drinkbestellung.P1820028P1820067P1820041Bananen-Steaks.P1820039P1820044Ein beliebter Schnorchelspot, wie man sieht…Danach kam doch noch Fleisch auf den Grill.P1820055P1820122P1820020P1820134Ein Korallenpilz? Nach drei Regenbogen-Cocktails hätte er für mich aber alles sein können…

Lest hier meine Geschichte über Mauritius in der BZ am Sonntag.

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Alle lieben Pigeon Point

Was Copacabana für Rio und die Croisette für Cannes, ist Pigeon Point für Tobago. Es ist nicht nur der beliebteste Strand und die Coolen-Prominade der Insel, hier steht auch das Wahrzeichen von Tobago: ein Steg mit einer Hütte. Ja, was soll das auch mit überdimensionalen Christus-Statuen und Eifeltürmen… Aber im Ernst: Pigeon Point wurde unter die besten Strand-Areas der Welt gewählt, man zahlt zwar ca. drei Euro Eintritt, hat aber Bäder, Umkleiden, Bars, Hütten zum Grillen und sogar Gärtner, die zwar nicht wie Jesse Metcalfe aus Desperate Housewifes aussehen, aber fleißig alte Palmenblätter wegräumen und für Kokosnuss-Nachschub sorgen. Aber wo wir schon bei Jesse Metcalfe sind – am Pigeon Point befindet sich auch eine Surfschule ;-) .P1750701P1760228P1760219P1750745P1750724P1750757P1750764P1750774standup2Bei Stand Up Paddling Tobago hatten wir ein paar richtig anstrengende Stunden mit hohem Wellengang. Was leider nicht auf einem Foto festgehaten wurde: Mein doppelter Rückwärts-Salto auf dem Brett. Jedenfalls meinte unser Lehrer Duane, ich hätte ein außerordentliches Talent. Allerdings hat sich später herausgestellt, dass er es zu den anderen vier Mädchen aus der Gruppe auch gesagt hat…P1750783Der Pigeon-Point-Steg ist auch eine Ablegestelle für Glasbodenboote, z.B. für die Buccoo Reef Tour (eines der bekanntesten Korallenriffe der südlichen Antillen). Ich bin allerdings wegen eines ganz anderen Versprechens aufs Boot gestiegen…P1750775P1750850P1750803P1750855P1750956Der Nylon Pool, eine flache, türkis-blaue Sandbank im Riff, soll nach einem Bad darin 10 Jahre jünger machen. Ein Ganzkörperbadeanzug, indem man nicht richtig atmen kann, hat allerdings eine ähnliche Wirkung.P1750948P1760007Der Kapität war z.B. schon über 60 – er springt jeden Tag rein.P1760030P1760077Mein Highlight der Tour (hat natürlich was mit Essen zu tun): der Barbecue-Stop auf der winzigen Insel No Man´s Land, die man theoretisch komplett umlaufen könnte. Wenn man denn nicht so viel gegessen hätte… Stattdessen haben wir einfach nur im Wasser gelegen, Carib (local beer) getrunken und auf dem Rückweg Tanz-Moves als Vorbereitung für den Karneval einstudiert. Oder zumindest als Vorbereitung für die Party, die bei unserer Ankunft gerade am Strand losging.P1760057P1760088P1760094P1760135P1760147P1760156P1760165P1760189P1760188P1760168P1770323Am Pigeon Point steigen am Wochenende (auch am Sonntag!) immer Strandpartys mit lauter Musik, Shrims&Cocktails und Knutsch-Sonnenuntergängen. Dafür war ich dann nach Nylon Pool aber leider zu jung…P1770320P1770382P1770347Flüge: mit Condor via Frankfurt nach Tobago (ab 590 Euro/hin und zurück).

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Cayo Largo: der Zoo von Kuba

Cayo Largo (lange Insel) ist nach Isla de la Juventud die zweitgrößte der kubanischen Inselgruppe Los Canarreos. Und die mit den schönsten Stränden und den meisten Korallenriffen Kubas. Obwohl es hier fünf Öko-Hotels und sogar einen Flughafen gibt, wohnen auf Cayo Largo keine Einheimischen. Jeder Kubaner fährt nach 20 Tagen Arbeit immer für einige Tage wieder nach Hause. Dafür haben sich auf dieser 38 Quadratkilometer großen Insel mit 27 Kilometern Sandstrand umso mehr lustige Tiere eingenistet. Klar, die meisten Touristen kommen hauptsächlich wegen des durchsichtigen Badewassers. Ich hatte aber den meisten Spaß an dem großen Natur-Zoo der Insel. Und einen von diesen Exoten habe sogar ich zuhause.P1390747Wir haben den Tagesausflug nach Cayo Largo in unserem Hotel in Varadero gebucht, als nach wir nach der Rundreise noch ein paar Tage Zeit hatten. Der Flug dorthin dauert knapp eine Stunde. Mit ein wenig Glück hat man den kleinen Propellerflieger fast für sich alleine, was vor allem meine Mom freute (Foto oben). Und obwohl man für die Tour mitten in der Nacht aufstehen muss: haltet die Augen auf, trinkt zwei Liter Kaffee und setzt euch nach ganz vorne! Vor allem beim Anflug ist die Aussicht auf Cayo Largo und die benachbarten Mini-Inseln ein super Sneak Peek auf das, was einen unten erwartet…P1390778P1390845P1390858Cayo Largo ist bekannt für seine Zucht von der Caguama Schildröte, Tortuga Verde und Karettschildkröte. Nach dem Schlüpfen in der natürlichen Umgebung schaffen es sonst noch nicht einmal zehn Prozent davon zurück ins Meer. Auf dem Weg zum Katamaran konnte man kurz diesen Schildkröten-Kindergarten besuchen.P1390881P1390886P1390885P1390940Ein Katamaran brachte uns den ganzen Tag zu verschiedenen Stränden und anderen Mini-Inseln rund ums Cayo Largo. Die erste (Cayo Iguana) war eine Leguanen-Hochburg.P1390994Meine Mom hat versucht sich mit ihnen anzufreunden. Als sie Essen dabei hatte, waren sie noch lieb…DSC_0876… dann zeigten sie ihr wahres GesichtP1400013…und verfolgten sie über die gesamte InselDSC_0874MEIN neuer Freund und ich hatten dagegen viel mehr gemeinsam: 1. Wir sehen nichts ohne Brille…P13909782. Wir lieben es in gemütlicher Lage in der Sonne zu essenP1400087P1400090P1400152Nach dem Mittagessen (der talentierte Captain konnte sogar Hummer grillen, war aber leider schon verheiratet) konnten wir dann endlich in der “Aquarium-Abteilung” des Zoos weiter machen.P1400115P1400128OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAP1400216P1400236P1400269Und endlich fand ich ihn: den größten Exoten auf Cayo Largo. Da es hier normalerweise keine Hunde gibt, war der weiße Labrador der große Star am Playa Sirena und sah genau so aus wie meine Hündin Lila. Nur Sitz konnte er nicht…P1400274P1400297P1400326P1400372P1400360P1400377