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La Notte Rosa

So etwas passiert an der Adriaküste nur einmal im Jahr: Die italienischen Mamas mischen dem sonst seit Jahrzehnten unveränderten Brotrezept Rote-Bete-Saft bei und die italienischen Papas geben ihren Töchtern gelassen ein „buono“, wenn die sich die Haare pink färben wollen. Ein Skandal in der sonst so traditionellen Region Emilia Romagna? Nö, die “Notte Rosa”. Die rosarote Nacht (dieses Jahr vom 3. bis 5. Juli) gilt als das Silvester des italienischen Sommers. Die 110 Kilometer lange Küste der Emilia Romagna wird zum größten Straßenfest der Riviera und alles, was nicht pink ist, darf sich gar nicht erst sehen lassen. Am ausgelassensten wird aber gefeiert – wo auch sonst – in Rimini! P1080175P1080251P1080247Tagsüber sieht man in Rimini noch nicht allzu viel von der bevorstehenden rosa Nacht. Außer man schaut genauer hin, zum Beispiel auf das pink gefärbte Brot in Bäckereien. Sonst bleiben die Straßen, der Hafen und die Fischrestaurants ziemlich unverändert. Die Ruhe vor dem Sturm…P1080254P1080324P1080307P1070965Wie ernst man es hier mit der “Notte Rosa” meint, merkt man vor allem daran, dass selbst die männlichsten Italiener (was ja quasi eine Dopplung ist) kommentarlos mitmachen. Bagnino Gabriele zum Beispiel – der umschwärmteste Bademeister Italiens – färbt an seinem Strand-Abschnitt sogar das Whirlpool-Wasser rosa und hängt Schleifchen an die Liegen. Tradizione bleibt Tradizione.P1070975Zwischendurch rettet er Frauenleben.P1070977Und empfängt Besuch von treuen Fans.P1070982Auch ich werde schnell zum Fan. P1070997Elisabetta Canalis ist es sowieso.P1080001Pinke Schale, harter Kern. Das war bis jetzt Gabrieles bestes Notte-Rosa-Outfit, das es sogar in eine Lokalzeitung geschafft hat. P1080129P1080053P1080054Abends wird es allmählich immer pinker in den Straßen von Rimini – und die Italiener zeigen sich vor allem bei der Wanddeko besonders erfinderisch. Ursprünglich entstand die „Notte Rosa“ übrigens, um das schwach ausgebuchte erste Juli-Wochenende zu füllen. Schnell wurde es zum meistgebuchten: mit über einer Million Besuchern jedes Jahr. Und das schon seit zehn Jahren.P1080332Die begehrteste Party richtet in dieser Nacht das Grand Hotel Rimini aus. Bei der Eröffnung im Jahr 1908 war Rimini noch einer der nobelsten Badeorte am Mittelmeer. Reggiseur Federico Fellini war Stammgast und machte das Haus in zahlreichen Filmen berühmt, wie z.B. im „Amarcord“.P1080367Dresscode war…na ja, Ihr seht schon. Das Gleiche galt übrigens für Drinks und Desserts.P1080377P1080333Wem es immer noch nicht genug war, konnte sich eine rosarote Brille aufsetzen.P1080426P1080420Hat jemand einen Hocker? Für die Party wurden wohl die vier größten Italienerinnen des Landes eingeflogen.P1080429P1080395P1080441P1080466P1080446P1080483P1080493P1080581Am Ende gab es ein Feuerwerk und das hat man selbst ohne die rosarote Brille rosa gesehen.palazzo3Wer sich nach der “Notte Rosa” etwas benebelt fühlt, kann zum Rehab in das nur 40 Kilometer entfernte Palazzo Viviani in Montegridolfo fahren (danke für das obere Bild!). Der Burgkomplex besteht aus mehreren Hotels, Restaurants, schiefen Gassen und hat sogar einen Pool. Und ich habe den Generalschlüssel bekommen!P1080801palazzo1P1080822P1080836P1080876palazzo2P1080819P1080842P1080849P1080858Und wenn man denkt, man hat sich für die nächsten fünf Jahre an ROSA sattgesehen, kommt dieser Sonnenuntergang! BÄÄÄM!

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Hayman Island, my One&Only!

Entspannung gehört zu den Dingen, die ich überhaupt nicht kann. Wenn Ihr also Fotos davon seht – die sind gestellt. In diesem Post sind sie aber vor einer besonders schönen Kulisse gestellt. Auf unserer Riff-Hopping-Tour im australischen Bundesstaat Queensland hatte ich das Glück, im am meisten ausgezeichneten Luxus-Resort Australiens übernachten zu dürfen, dem One&Only Hayman Island. Etwa zwölf Stunden war ich da, acht davon in der Nacht, drei davon geschlafen. In der restlichen Zeit lief ich auf der Privatinsel rum, machte entspannt aussehende Bilder und war sogar zwei Stunden hiken. Ok, eine Stunde. Eins steht aber fest: Wenn ich irgendwann das Entspannen lernen sollte, komme ich genau an diesen Ort zurück. Ohne meine Kamera.P1180718P1180788P1180785Hayman Island ist eine der bekanntesten Privatinseln in ganz Australien und hat eben nur dieses eine Resort. Es wurde nach einer Mega-Renovierung (für 80 Millionen Dollar) vor einem Jahr wieder eröffnet und ist seitdem so etwas wie The Great Gatsby unter den Hotels: Alle sprechen darüber, aber keiner kennt es wirklich – noch nicht zumindest. Abgeholt wird man – wie denn sonst – mit einer Jacht von Hamilton Island.P1180801P1180796P1180811P1190216
Die unteren Suiten im Pool Wing haben alle eine Terrasse mit dem direkten Zugang zum größten Pool in der südlichen Hemisphäre (8,7 Millionen Liter Salzwasser). Man kann also fast aus seinem Zimmer ins Wasser springen. Oder die Treppe runtersteigen (für ungraziöse Menschen wie mich). Meistens schauen sowieso nur die Kakadus zu. P1190020P1190199P1190197Das Resort hat sechs Restaurants, eine Bar (Bar Fifty), die in den 50er Jahren auch noch da stand und vier verschiedene Flügel mit Zimmern/Villas. Hier eine kurze Führung:P1180905P1180912P1180917P1180963P1180952Die One&Only Hayman Penthouses liegen in den oberen Etagen des One&Only Hayman Wing und gleichen einem Apartment. Mit riesigen Wohnzimmern und dem Blick über das ganze Resort und die Whitsunday-Inseln.P1180969P1180865P1190026P1190008Die Villas im One&Only Beach Wing haben einen direkten Zugang zum Strand und sind quasi durchsichtig. Pool auf der einen Seite, Strand auf der anderen. Und dazwischen noch mehr Kakadus.P1190030P1190051P1190138P1190107Und das waren MEINE Lieblingszimmer: Strand- und Pool-Cabañas, in denen man den ganzen Tag verbringen konnte, über Nacht aber leider raus musste.P1190094P1190117P1190146P1190160Im Restaurant Fire gab es Wagyu-Rind im Cabernet Sauvignon mariniert. Schmeckt aber besser, als es aussieht, daher hier: Ein Gemüsebeet als Vorspeise und ein Himbeeren-Turm als Dessert.P1190168P1190180P1190249P1190252P1190432P1190281P1190261Am nächsten (sehr frühen) Morgen lief ich noch schnell zum Infinity-Pool, um das Angeberfoto zu machen, von dem ich schon immer geträumt habe. Danach hatte ich noch ganze zwei Stunden Zeit, um zum Aussichtspunkt zu wandern, zu frühstücken und zu packen.P1190275P1190310P1190303P1190410P1190402P1190392Auf dem Weg hoch trifft man auf Wallabys, kann die Anlage mit dem Riesen-Pool und die Whitsunday-Inseln von oben sehen, auf einem Rolls-Royce probesitzen und sich darauf freuen, dass man gleich auch noch viel höher kommt. Denn die Abreise geht auch per Wasserflugzeug.P1190412P1190416P1190421P1190428P1190446Flughafen.P1190448P1190487Startbahn.P1190527P1190503Aussicht. Und ganz ganz kurz konnte ich sogar entspannen. Hayman Island, mein One&Only! P1190510Zimmer im One&Only Hayman Island kosten ab 245 Euro/p.P. im DZ. Flüge nach Queensland mit Cathay Pacific via Hongkong nach Brisbane oder nach Cairns (ab 1125 Euro mit 30 kg Freigepäck und Rail&Fly-Ticket in Deutschland).

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Fraser Island Fun

Die größte Sanddüneninsel der Welt – das klingt ja erst einmal nach viel…Sand. Und wenig spannend. Für Ostsee-Kinder wie mich haben Dünen so viel Exotik wie eine geräucherte Makrele und im australischen Queensland – so weit weg von Zuhause – erwartet man eben Dinge, die man noch nie in seinem Leben gesehen hat. Kinder! Ich war noch nie auf einer Insel, die ich so unterschätzt habe! Fraser Island (200 Einwohner, 124 Kilometer lang) ist DIE Abenteuerinsel von Queensland, die Ihr auf einer Rundreise auf keinen Fall auslassen dürft – auch wenn das mit den Sanddünen zunächst öde klingt! Sie ist die einzige Sandinsel der Welt, auf der überhaupt Regenwald wächst, auf der höchsten Düne Mount Bowarrady (240 Meter hoch) kann man sandboarden, an der Ostseite Haie und Buckelwale beobachten und im Inneren der Insel in einem der knapp 200 Süßwasserseen schwimmen. Und der 75-Mile-Beach ist offiziell auch Autobahn mit zwei Verkehrspolizisten (Höchstgeschwindigkeit 80 km/h) und Landeplatz für Kleinflugzeuge. Also vorsichtig beim Rumknutschen am Strand! Leider war ich nur für einen Tag auf Fraser Island, versucht aber, mindestens zwei zu bleiben. Hier ein paar Inspirationen, was Ihr in der Zeit anstellen könnt:

ÜBERNACHTEN:P1160585Wir übernachteten im Kingfisher Bay Resort (ab 98 Euro/Nacht) – einer zweistöckige Anlage mitten in die Wildnis gebaut, aber mit einem direkten Strandzugang.P1160634P1160598P1160654Die berühmtesten Bewohner von Fraser Island sind Dingos, die zwar oft wie süße Haushunde aussehen, dennoch aber wild sind. Also: Nicht streicheln, nicht füttern, nicht wegrennen. Denn alles war rennt, schmeckt im Tierreich bekanntlich besonders gut.P1160673Die buntesten Bewohner sind aber Allfarblori, die bevorzugt kopfüber ihr Abendessen einnehmen.P1160744Nach zwei Tagen Anreise aus Berlin zum ersten Mal barfuß laufen – was für ein Gefühl!P1160695P1160747P1160768P1160783Das Resort liegt neben der Anlegestelle für die Fähren. Es gibt eine Bar direkt an der Brücke (oben rechts) mit kaltem Cider (mein Lieblingsgetränk) – immer eine gute Kombination für einen Sundowner.P1160802P1160840P1160850P1160855DIE AUTOBAHN, DIE EIN STRAND IST:  P1160900P1160938Was hier nach einem gemütlichen Strandspaziergang aussieht, ist in Wirklichkeit gar nicht so ungefährlich. Im Wasser sind Haie und in der Saison auch Buckelwale (es gibt tägliche Watching-Touren) – die Strömung wäre aber zum Schwimmen ohnehin zu stark. Am Ufer rasen links und rechts Autos mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometern vorbei. Der 75-Mile-Beach ist nämlich auch die offizielle Autobahn von Fraser Island. Im Inselinneren geht es dagegen viel langsamer zu. Die Dünen sind so holprig, dass man nur mit einem Allradantrieb vorwärts kommt.P1160965P1160952Der ungefährlichste Ort ist daher entweder im seichten Wasser oder auf einem Felsen!P1160920NATÜRLICHE WILDWASSERBAHN:P1160969Wo man aber sehr wohl schwimmen kann, sind die über 200 Süßwasserseen und -Flüsse, die auf der ganzen Insel verteilt liegen. Mein Liebling (weil für Faule) ist Eli Creek, der größte Frischwasserfluss von Fraser Island. Hier kann man ganz entspannt auf einem Gummireifen die leichte Strömung durch die dichten Baumkronen runtertreiben und irgendwann hat man den Dreh raus und überholt sogar andere. Zunge ausstrecken nicht vergessen!P1160984P1170027P1170036P1170024Meine graziöse Foto-Pose.P1170013Die Realität. An der Zielgeraden wartete eine Belohnung in Form von Cranberry-Keksen und Zimtschnecken.P1170050DER BERÜHMTESTE METALL-MÜLL AUSTRALIENS:P1170111Das Schiffswrack des ehemaligen Luxusliners Maheno, der im Jahr 1935 nach einem Sturm hier gestrandet war, wird bei Ebbe komplett freigelegt. Irgendwann wurde er zu einem solch beliebten Fotomotiv für Touristen, das man ihn gar nicht mehr entsorgte. P1170086Hier seht Ihr mein Verhältnis zu Warnschildern. P1170088Was ist denn da, was man nicht sehen darf?P1170097P1170087P1170079P1170125DIE SANDDÜNEN:P1170138P1170168P1170154Wenigstens einmal muss man auch die Sanddünen im Landesinneren gesehen haben. Man ist schließlich auf der größten Sanddüneninsel der Welt. Auch wenn bei uns zum Sandboarden die Zeit nicht mehr gereicht hat (ich tue jetzt mal kurz so, als ob ich’s könnte) …P1170332DER FLUGHAFEN:P1170186Um die Insel noch besser kennenzulernen, ist ein Rundflug am coolsten und mit ca. 50 Euro pro Person vergleichsweise günstig. Die Start- und Landebahn ist natürlich…der Strand. Allein das ist ein Erlebnis. Ich glaube, wir hatten den schüchternsten Piloten, den ich je getroffen habe!P1170192P1170320P1170197P1170325P1170215P1170255DER BLAUSTE SEE DER WELT:P1170418Nein, er hat nicht getrunken… Aber glaubt Ihr bei diesem Wasser, dass es ein Süßwassersee ist? Genau wegen diesen karibischen Blau-Farben ist Lake McKenzie der beliebteste Badesee der Insel – mit seinen beiden Bäumen im Wasser als Markenzeichen.P1170373P1170424P1170440REGENWALD AUF SANDP1170458P1170598Danke an unseren Superstar-Guide Peter Meyer, der uns den ganzen Tag lang seine Insel gezeigt und erklärt hat! Schaut auf seiner Seite, welche unglaublichen Bilder er in den ganzen Jahren von Fraser Island machen konnte. Einer seiner Lieblingsmotive ist der Regenwald, der einzige weltweit, der auf Sand wächst. Er beheimatet 350 Vogelarten und etwa 40 Säugetierarten. Und alberne Menschen, die Bäumen Eigennamen geben…P1170462P1170583Der Kerzenständer-Baum.P1170491Der Brücken-Baum.P1170590P1170573Der eingewickelte Baum.P1170569Der Zwillings-Baum.P1170506Auf dem Bild unten seht Ihr, wie die Straßenverhältnisse im Inneren der Insel sind. Bucht daher lieber eine Tour, als mit dem Mietwagen allein rumzufahren. Es sind schon so viele Leute auf der Insel steckengeblieben und wussten nicht mehr, wo sie sind.P1170607ESSEN AUS DEM BUSCH:P1170622Im Kingfisher Bay Resort kann man ein “Bush Tucker Talk and Taste” buchen (ca. 10 Euro pro Person). Dabei werden die traditionellen australischen Beeren, Nüsse und Gewürze aus dem Busch probiert und erklärt, wie sie in der Küche verwendet werden. Die meisten davon habe ich noch nie gesehen und es es war lustig, wie der Koch ständig sagte: “Oh, oh, nimm nicht zu viel davon!” Lillypilly verwendet man z.B. für Marmeladen und Saucen, Lemon Myrtle zum Marinieren von Fleisch und Fisch, Quandong für Cocktails…P1170630Zur Verkostung des typischen Essens wird auch Emu-, Känguru-, und Krokodilfleisch (hell) gereicht. Was interessant ist: Krokodil schmeckt danach, was er isst (also z.B. nach Hühnchen oder Fisch). Wenn man sein Fleisch also einmal nicht mochte, schmeckt es vielleicht beim nächsten Mal ganz anders. Auf dem Bild unten: Salat mit Tintenfisch aus der normalen Karte.P1170637Wie man nach Queensland kommt: Flüge mit Cathay Pacific via Hongkong nach Brisbane und viermal wöchentlich nach Cairns (ab 1125 Euro mit 30 kg Freigepäck und Rail&Fly-Ticket).

Wie man nach Fraser Island kommt: Die Fähre legt in Hervey Bay ab.

Was wir auf Fraser Island nicht mehr geschafft haben: Auf der Insel gibt es die so genannten Champagne Pools. Wenn die Wellen in diese natürliche Felsenpools hereinbrechen und sie mit Schaum füllen, sehen sie aus wie Champagnerkelche – daher der Name. Am Aussichtspunkt Indian Head hat man einen 360 Grad Blick auf die Insel und sieht angeblich mit etwas Glück sogar Wale aus dem Wasser springen.

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Dubai in zwei Tagen

Bevor ich nach Dubai geflogen bin, haben mir Freunde gesagt, ich würde es wahrscheinlich nicht mögen. Denn es wäre ein wenig wie “Disneyland für große Jungs.” Ich mag Disneyland. Und ich mag auch große Jungs. Also war ich am Ende sogar etwas traurig, nur zwei Tage bleiben zu können. Hier einige Anregungen, wie Ihr das Beste aus einem kurzen Aufenthalt macht:

ÜBERNACHTENP1250600Übernachtet habe ich im Four Seasons Resort Dubai at Jumeirah Beach. Das Besondere am Resort: Es befindet sich als einzige Anlage in Jumeirah, dem teuersten Wohngebiet der Stadt (auch das Beverly Hills von Dubai genannt), das dem Scheich gehört. Normalerweise dürfen hier keine Hotels gebaut werden, aber da auch das Four Seasons Resort Dubai dem Scheich gehört, war es kein Problem. P1250650P1240307P1240288P1240153Die Zimmer sind riesig und die Badewanne steht offen im Bad – perfekt also für alle, die sich gerne im Schaum präsentieren. Ich gehe in Hotels nie in Badewannen, weil ich da immer einschlafe und Angst habe, eine der Mahlzeiten zu verpassen. Und im Four Seasons gab es immerhin drei Restaurants!P1240165P1240158P1240190P1250611P1250622Eine weitere Besonderheit des Resorts: Sein Strand ist natürlich und nicht aufgeschüttet wie zum Beispiel auf der Palme. Das Meer hat richtige Wellen und fühlt sich an…wie Meer eben (wer schon einmal im aufgeschütteten Wasser gebadet hat, weiß, was ich meine). Und man kann vom Pool aus fast ins Meer springen.P1250653P1250632P1240317STRÄNDEP1240390Mein Lieblingsstrand von Dubai ist der Kite Beach, ebenfalls im Stadtteil Jumeirah. Er sieht mehr nach Ibiza oder Miami aus und ist voll mit Hotpants, Havaianas und natürlich auch Kitesurfern. Als ich da war, fand gerade das Dubai Food Festival statt – mit Kantinen-Containern aus aller Welt und Rap-Wettbewerben.P1240389P1240366P1240373P1240399P1240467Der längste Strandabschnitt von Dubai liegt an der Promenade von Dubai Marina & Jumeirah Beach Residence – auf der einen Seite Hochhäuser und Restaurants, auf der anderen Strandbars und das Meer.P1240434P1240466P1240479Und am Ende sogar ein Bauernmarkt und ein kleiner Park. Die Zucchinis helfen einem an dieser Stelle vielleicht wenig weiter, aber es gibt auch Kokosnüsse zum Mitnehmen!P1240507TAGSÜBER
P1250028Für die höchste Aussicht außerhalb eines Fliegers, die Ihr aktuell haben könnt, fahrt zum Burj Khalifa (mit 829 Metern das höchste Bauwerk der Welt). Es ist schon verrückt zu sehen, wie winzig andere Hochhäuser daneben wirken. Ganz wichtig ist es, vorher Karten für eine bestimmte Uhrzeit zu reservieren, weil man sonst nicht reinkommt.P1250027P1250003P1240982P1240932Und das ist die Aussicht! Ich war am frühen Morgen da und die Scheiben haben noch zu stark gespiegelt. Am idealsten ist die Zeit zwischen 12 und 15 Uhr, wenn die Sonne ganz hoch steht.P1240918P1250144Der Eingang zum Burj Khalifa ist angeschlossen an die Dubai Mall (mit 350.000 Quadratmetern eines der größten Einkaufszentren der Welt), wo man sich echt verlaufen kann.   P1250042P1250058Es gibt dort Dinosaurier in Eingangshallen und die schönsten Pralinen, die ich je gesehen habe. P1250037P1250110innahaiAm coolsten ist aber der Unterwasser-Tunnel vom Dubai Aquarium & Underwater Zoo. Hier kann man Haien und Tigerrochen auf den Bauch schauen. Die zweite Etage vom Aquarium ist aber eher lahm…P1250100P1250182P1250213Graffiti-Foodtrucks mit Hotdogs und Tacos am Sheikh Mohammed Bin Rashid Boulevard. Streetfood war bis jetzt kein Thema in Dubai und kam erst mit dem Food Festival.P1250233P1250247Auch in Deira, dem ältesten Stadtteil Dubais, wo man sonst immer nur zum Bootfahren oder zum Einkaufen in den Souks kommt, öffnen immer mehr Cafés – wie z.B. hier das Creekside.P1240544P1240591Wenn Ihr nur für einen Souk Zeit habt, geht lieber zum Gewürz- als zum Goldsouk. Der Goldsouk soll zwar supergünstige Preise haben, aber das Design der meisten Stücke erinnert stark an Orient-Versace in XXL.P1250287Die Palme von Dubai als solche zu erkennen, ist nicht so einfach. Sie ist einfach zu riesig und ihre “Wedel” sehen von unten aus wie normale Straßen mit Wasser auf beiden Seiten. Etwas höher seht Ihr sie bei einer Fahrt im Palm Monorail, einem Zug, der bis zum Atlantis Hotel (am Ende der Palme) und wieder zurück fährt. Ansonsten bleibt immer noch Skydiving oder ein Helikopter-Flug – auch das rechtzeitig reservieren! Vor allem bei Skydiving gibt es wochenlange Wartelisten.P1250326Nach fünf Minuten Autofahrt von der Monorail-Station erreicht Ihr Madinat Jumeirah, eine Lagunenstadt im Stil alter arabischer Paläste mit Souks und Abras (Wassertaxis), die Euch zu einem der 45 Restaurants schippern. Auch nachts ist es toll hier, denn direkt am Eingang hat gerade das Pacha Ibiza Dubai aufgemacht. P1250377P1250318P1250393P1250366ABENDS/NACHTSP1250400P1250405P1250420P1250446Wieder zurück am Burj Khalifa! Die abendliche Fontänenshow (ab 18 Uhr jede halbe Stunde) gehört zu den beliebtesten Spektakeln von Dubai. Viel spannender ist aber dieses Bild: Emiratis, Touristen und Gastarbeiter stehen in einer Reihe (die sieht man sonst nie so nah beieinander) und starren schon eine Vierteilstunde vor der Show brav in eine Richtung.P1240876P1240887P1240259P1240268Eigentlich brauchte ich für eine coole Dubai-Bar gar nicht erst aus meinem Hotel raus, sondern nur in der Lobby (Fotos oben) drei Etagen hochfahren. P1250587Die neue Mercury Lounge auf dem Dach des Four Seasons Resort Dubai wird jetzt schon unter den zehn besten der Stadt gelistet. So einen Blick bekommt man in Dubai sonst nirgends: Auf der einen Seite das offene Meer (bei mir war es schon zu dunkel), auf der anderen die komplette Skyline, Burj Khalifa inklusive.P1250550Die Drinks werden in einer Silberkugel mitten auf der Terrasse gemixt. In Hotels ist Alkohol kein Problem. Und an Mangel an Kreativität leiden sie wirklich nicht: Mal kommen die Cocktails in einer Babyflasche, mal mit einer gegrillten Ananas als Deckel. Und dazu gab es mein Lieblingsessen: Pommes! Mit Rosmarin, mit Trüffeln, aus Süßkartoffeln. Irgendwann hat sie jemand diskret weggeschoben…P1250565P1250522P1250568Der Hit des Abends blieb aber die “zerstörte Bloody Mary”, bei der alle Zutaten (Chili, Olive, Sellerie) einzeln im Glas steckten. Nach drei davon habe ich mich auch wie eine zerstörte Bloody Mary gefühlt.P1240609Es gibt in Dubai tatsächlich einen Weg, mehrere Top-Locations an einem Abend auszuprobieren. Tariq Sanad und Tomas Reger (re. auf dem Foto) von der Agentur Lime & Tonic veranstalten thematische Foodtouren durch die Stadt (ab 100 Euro mit Essen und Getränken).P1240683Ich hatte die Mystery Dining Tour, bei der mich die Jungs in einem verdunkelten Van abholten und wir etwa fünf Stunden lang von Restaurant zu Restaurant heizten. Jeder Chefkoch hat dabei zwei Gänge serviert. Und sehr amüsant über die Herausforderungen erzählt, in dieser Wolkenkratzer-Stadt als Koch zu arbeiten. Zum Beispiel kocht das Wasser in diesen Höhen viel langsamer und man darf keine Gaskocher benutzen.P1240669Die erste Adresse war das Table 9, Dubais Restaurant des Jahres, mit unglaublicher Küche (der Chefkoch hat mit Gordon Ramsay in London zusammengearbeitet), aber ohne Aussicht. P1240697P1240704Dafür hatte das Mint Leaf (indische Küche) eine Mega-Aussicht auf die ganze Skyline von Dubai. Das Restaurant sah so James Bond aus. Gut, um Mädchen zu beeindrucken.  P1240734P1240737P1240749Danach sind wir ins Hakkasan (chinesische Küche), zwar im ersten Stockwerk, aber mit einem tollen Garten…P1240794P1240785…der längsten Bar, die ich je gesehen habe…P1240760P1240831P1240823P1240845…und natürlich einer sensationellen Peking-Ente!P1240751Flüge nach Dubai gibt es mit Emirates ab 429 Euro/ hin und zurück. Übernachten: Im neuen Four Seasons Resort Dubai at Jumeirah Beach ab 195 Euro p. P. im DZ. Allgemeine Dubai-Infos: www.dubaitourism.ae

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Ilha Grande: Das schönste Gefängnis der Welt

Jahrhundertelang fest in der Hand von Piraten, zwischendurch eine Zwangskolonie für Leprakranke, danach 90 Jahre lang Gefängnisinsel für Drogenbosse und Schwerkriminelle – ach, eine Badass-Geschichte endete selten so schön wie auf Ilha Grande! Die 150 Kilometer lange Insel in Brasilien, gelegen zwischen Rio de Janeiro und São Paolo, wurde erst Ende der 90-er für den Tourismus freigegeben und hat immer noch keine Straßen, keine Bankautomaten, keine Zeugen (was auch immer Ihr vorhabt). Dafür aber dichten Urwald, 86 Strände, die wohl schönsten Pousadas (Ferienhäuser) Brasiliens und Helikopter- und Schiffswracks aus den Gangster-Zeiten zum Abtauchen. Man sagt, die Insel wäre verflucht, weil sie sich innerhalb von Sekunden in einen dichten Nebel hüllen kann – dann sieht man sie noch nicht einmal aus zehn Metern Entfernung. Wohl auch der Grund für die vielen Wracks vor ihrer Küste und die unzähligen gescheiterten Fluchtversuche. Mein Fluchtversuch nach zwei Tagen Aufenthalt ist leider nicht gescheitert, wir mussten weiter nach São Paolo, aber Ilha Grande ist für mich heute noch eines der magischsten Orte, die ich je gesehen habe.
P1210629P1210669Die meisten reisen von Rio de Janeiro an. Die 160 Kilometer bis Angra dos Reis kann man mit einem Bus (fährt alle zwei Stunden, ca. 15 Euro) zurücklegen oder auch mit einem Mietwagen (viel schöner, weil man dann an der Küstenstraße immer ausssteigen kann) . Danach fährt man eine weitere Stunde mit der Fähre auf die Ilha Grande (ca. 5 Euro). Im Hauptort Vila do Abraão bleiben die meisten Touristen, hauptsächlich Backpacker. Hier gibt’s günstige Hotels, ein paar Lebensmittel-Shops und Bars.P1220417P1210844Unser Glück im Unglück war, dass wir zur Karnevalszeit reisten und alle Hotels im Hauptort ausgebucht waren. Wir wollten aber unbedingt auf die Insel, also haben wir im Internet noch das letzte freie Zimmer in der Pousada Atlantica Jungle Lodge reserviert, irgendwo mitten im Dschungel auf der anderen Seite der Insel. Für die lange Reise, die wir machten, war das Zimmer überirdisch teuer (270 Euro/Nacht). Karnevalszeit eben, da verdreifachen sich die Preise. Als wir mit dem Boot im Hauptort abgeholt wurden und nach einer weiteren halben Stunde immer näher an unsere Pousada kamen, dachte ich nur: Ok, das Geld hätte man nicht besser investieren können. Oben auf dem Bild ist das Häuschen: Mitten im Urwald, nur drei Zimmer, ein Privatstrand in einer einsamen Bucht und die Köchin war nur für uns da (was sowieso mein Lebenstraum ist). P1210802P1210699P1210812 KopieTarnfarben angezogen, etwas rumposiert, ab an den Tisch. Die Köchin meinte, sie hätte gerade einen frischen Tintenfisch bekommen und solche Ansagen machen mich immer besonders schnell.P1210714P1210709P1210737P1210742P1210738Vor der Küste gab es eine schwimmende Bar, auf die man vom Essbereich aus geschaut hat und die auch zu unserer Pousada gehörte. Man konnte auch dort essen oder trinken. Zuerst musste man aber hinschwimmen oder hinpaddeln. Nach den vielen Bohnen keine Option mehr…P1220332P1220405P1220366Kurze Geschichte zu diesem Foto und vielen vielleicht merkwürdig erscheinendem Outfit: Vor der Reise hat mir jeder gesagt, ich soll bloß keine schönen Sachen und auf keinen Fall Schmuck nach Brasilien mitnehmen. Ein paar ausgewaschene Tops und eine Jeans-Shorts würden reichen. Mädels, es ist eine miese FALLE! In Rio angekommen, fiel ich sofort als Touri auf, weil ich einfach wie ein Zottel aussah. Und die ganzen hübschen Brasilianerinnen in ihren Kleidchen und mit Ohrringen und Ketten behangen – selbst im Wasser  – zwinkerten ununterbrochen meinem Freund zu. Da habe ich gesagt, ich verlasse nicht mehr das Hotel, bevor wir nicht einkaufen gehen. Das sind sie also: meine brasilianischen Shopping-Schätze. Aber ein richtiges Outfit kommt selten zur richtigen Zeit. Denn auf diesem Strand vor unserer Pousada waren wir alleine, keine Konkurrenz weit und breit. Und die Ohrringe daher etwas zu dick aufgetragen. Na ja, wenigstens ein Foto gemacht.P1220413P1220300Etwa 30 Gehminuten von unserer Pousada entfernt, war auch der berühmte Strand Lopes Mendes (auf dem Foto oben). Nett zu sehen, weil er regelmäßig unter die besten 20 der Welt gewählt wird, aber unsere Bucht war irgendwie netter – also sind wir noch rechtzeitig wieder zurück. Es dämmert auf der Insel nämlich schlagartig und man muss ja durch den Dschungel. Und der ist irgendwann voll mit Fledermäusen.P1220255P1210771P1220240P1210848Am nächsten Tag holte uns ein Boot ab (ca. 50 Euro/p.P., direkt in der Pousada buchbar). Das ist eine gute Gelegenheit für alle, die nur einen Tag bleiben, die gesamte Insel und ihre schönsten Strände zu sehen. Wir waren mit einer Gruppe von Kolumbianern an Board, was den Ausflug auch gleich viel lustiger machte. Vor allem, nachdem sie Ihre Flasche Pisco rausgeholt haben. P1210877P1210866P1220010 KopieP1220150P1220027P1220140Auf dem Weg schwammen noch ein paar Bars, die wir angefahren haben (denn der Pisco blieb nicht lange kalt) und ich hatte das Gefühl, noch nie in meinem Leben so viel saftiges Grün gesehen zu haben. Wasser, Dschungel, selbst das Licht war irgendwie grün.P1220177P1220211P1220182P1220217P1220076P1220104P1220063Die berühmteste Palme von Ilha Grande wächst auf der Praia do Aventureiro. Sie ist wohl der beste Beweis dafür, dass es nie zu spät ist, seine Meinung zu ändern und nach oben zu wachsen.P1220125P1220113 KopieP1220425Auf Ilha Grande könnte man eigentlich eine Woche lang Urlaub machen. Es gibt Gefängnis-Ruinen, Berge, Taucher-Höhlen, Wasserfälle, einen Leuchtturm… Hier ein Travelbook-Artikel, der die Insel, ihre Geschichte und Sehenswürdigkeiten sehr detailliert beschreibt. Wir mussten nach zwei Tagen wieder weg und lustigerweise kam ein dichter Nebel auf, als unser Boot langsam wegfuhr  –  so, dass man nach einer Minute die Insel überhaupt nicht mehr sah.

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Love me, Rio!

Diese Woche, als ich Karnevals-Fotos meiner Freunde aus Brasilien sah, konnte ich nicht anders: Ich holte meine letzte sicher gebunkerte Dose Guaraná (brasilianische Limo) aus dem Versteck und meine externe Festplatte aus dem Schrank und machte den Ordner “Karneval Rio de Janeiro” auf. Mit dem ersten Schluck und dem ersten Klick war ich sofort wieder katapultiert in die heißeste Stadt auf diesem Planeten. Wer einmal hier war, ist entweder schockverliebt oder kann den Hype überhaupt nicht nachvollziehen. Was dazwischen gibt es nicht, denn die Stadt ist auch nicht “dazwischen”. Meine Lieblingsaufnahmen, meine Lieblingsorte, meine Lieblingspartys aus der Stadt, die niemals angezogen ist:

1. COPACABANAP1170197P1170171Der Strand von Copacabana ist zwar weltberühmt, hat aber den Ruf etwas “altbacken” zu sein. Altbacken heißt bei den Brasilianern dann sowas wie “die Eisverkäufer sind nicht ganz so schnell” und “nicht alle Mädchen tragen Tanga-Bikinis”. Das letztere ist tatsächlich ein Skandal. Denn der Tanga-Bikini gehört zum Dresscode. P1170193An manchen Exemplaren kann man sich gar nicht sattsehen…P1170203…an anderen dagegen schon etwas schneller…P1170226 2…und wiederum an anderen ganz schnell! Ich hatte den knappsten Bikini mit, den ich besitze und sah damit trotzdem aus wie ein Tiefseetaucher. Zum Glück gab’s am Strand meine geliebte Guaraná-Limo als Ausgleich – damit wirkte ich dann etwas einheimischer.P1170228P1170204Die Wahrzeichen von Copacabana sind das Copacabana Palace (das teuerste Hotel in Rio) und die gewellten Keramikfliesen an der Promenade. P1170251P11702482. ESCADARIA SELARÓN P1200466An diesen Treppen saßen schon Pharrell Williams und Snoop Dog beim Dreh ihres Musikvideos zu “Beautiful”. Wisst Ihr noch: “Beautiful, I just want you to know you’re my favorite girl”. Die Geschichte hinter dieser Treppe ist aber eine traurige: Der chilenische Künstler Jorge Selarón, nach dem die Treppe auch benannt ist, legte aus Liebeskummer mehr als 2000 Kacheln an 215 Stufen. Jeder konnte ihn an der Treppe besuchen und Kacheln aus seinem Land mitbringen – insgesamt zieren hier angeblich Kacheln aus 60 Ländern Stufen und Wände. Vor zwei Jahren fand man den Ehrenbürgern von Rio im Altern von nur 65 Jahren tot auf seiner Treppe. Heute versammeln sich hier jeden Abend Musiker, aber Kacheln bringt leider keiner mehr mit.P1200489P12005353. LAPA P1170258P1170268Das Viertel Lapa im Stadtzentrum von Rio ist weder besonders schick, noch besonders nackt, spätestens ab 11 wird wird hier aber gewackelt (Samba, Forró, Choro) wie kaum irgendwo in Rio. Manche sagen, es wäre gefährlich, aber habt Ihr schon mal eine gute Party an einem ungefährlichen Ort erlebt? Eben! Auf dem Aquädukt (Arcos da Lapa) fährt tagsüber die berühmte Straßenbahn. P11702714. FAVELA ROCINHAP1200745P1200655P1200721P1200666P1200767Rocinha ist die größte Favela Rios und die drittgrößte der Welt. Wie die meisten Favelas, ist sie in die Berghänge gebaut und hat somit die beste Aussicht der Stadt. “In Rio haben die Armen wenigsten den besten Blick”, scherzt man hier. In Wirklichkeit herrschen in Favelas strenge Eigenregeln, Diebstahl ist zum Beispiel hoch verpönt – weshalb auch aufeinandergebaute Armenhäuser oft nur eine Straße weiter von nicht abgesperrten Luxusvillen stehen. Das sieht man sonst nirgendwo in Südamerika. Aktuell bemüht man sich, an der “Grenze” Schulen und Kindergärten mit gemeinsamen Pausenhöfen zu bauen.P1200758P1200774P1200769P12008065. IPANEMAP1190164P1190183Ein anderer brasilianischer Witz: “Ipanema ist da, wo man die beiden Hügel am schönsten sieht.” Ipanema ist tatsächlich bekannt dafür, dass sich hier die schönsten und die durchtrainiertesten Brasilianer versammeln. Zum Fußball spielen oder einfach nur zum Angeben. 80 Prozent können nämlich gar nicht richtig schwimmen. Wir kamen während des Karnevals vor Samba-Paraden immer hierher, um uns noch etwas zu sonnen, Hügel zu bewundern und ein paar Scampi-Spieße zu essen.P1190190P1190196P1190228P1190201P1190207P1190211P1190212P1190248P1190253P1190260P11902616. ZUCKERHUTP1200963P1200908Für den ganz großen Auftritt am Zuckerhut gibt es einen Helikopter-Landeplatz. Aber ehrlich gesagt: Fliegt lieber über der Christus-Statue (nächster Punkt), wenn Ihr die Wahl habt. Der berühmte Granitkegel Pão de Açúcar ist 396 Meter hoch (man fährt mit der Seilbahn nach ganz oben) und das reicht völlig aus für eine atemberaubende Aussicht – vor allem, wenn die Sonne untergeht…P1200995P12009397. CORCOVADOP1170625P1170660Ach, was soll man dazu sagen, außer, dass man vielleicht zum Corcovado (dem Berg mit der Christus-Statue) früh kommen sollte, um nicht ein Zahnradbahn-Ticket für “erst in zwei Stunden” zu bekommen. Dann sind nämlich viele verzweifelt und fahren mit den langweiligen Bussen hoch. Und verpassen so weitere tolle Aussichten aus der Bahn. P1170764P1170635rioP11707678. BOTANISCHER GARTENP1180049140 Hektar Ruhe, Palmen und Wasserfälle. Während des Karnevals war der Botanische Garten wie ein Rehab für mich. Na ja, nicht ganz: In Rio gibt es an jeder Ecke diese Caipirinhas aus Maracujas, Kiwis und Cashew-Frucht. Limetten sind von gestern und hier schon out.P1180096P1180008P1180104P11709639. SAMBÓDROMOP1170524P1170531Meine Bilder von den Samba-Paraden im Stadion Sambódromo findet Ihr hier. Die großen Paraden sind immer Sonntagnacht und Montagnacht. Am Freitag davor gibt es aber eine Parade, die vielleicht sogar noch schöner ist – wenn der Nachwuchs der Sambaschulen ihren großen Auftritt übt. Die ganze Familie rückt an, um das Mädchen kurz davor zurechtzumachen. Und die könnten stolzer nicht sein.P117050610. LEBLONP1170800An Strandabschnitten von Rio (wie Ipanema und Leblon) gibt es während des Karnevals so genannte Blocos – das sind kostenlose Straßen- und Strandpartys mit Musikern und “leichten Kostümen”. Richtig verkleiden tun sich nur die Paradeteilnehmer im Sambódromo – bei den Blocos reichen also schon ein paar Federn und ein paar Ohren. Wenn man keine Karten für die Paraden hat, ist das hier die schönste Alternative, um mitzufeiern. P1170819Ich habe eine Kokosnuss getragen…P1170830P1170794P1170847P1170791P1170880P1170904P1170919P1170887P117092711. CHURRASCARIAP1170947P1170944In Deutschland oft Rodizio genannt, machen die Churrascarias in Brasilien noch satter. Und schmecken so viel saftiger. Die Kellner gehen mit Fleisch-Spießen rum und schneiden Stücke auf den Teller, solange man den Button auf seinem Tisch auf grün lässt. Diese Fotos sind aus der Promi-Churrascaria Porcão – die ließen mich sogar für ein Foto in die Küche! Unten auf dem Bild: Oktopus mit Gemüse gegrillt und im Hintergrund Feijoada, ein traditionelles Sonntagsessen aus Bohnen und Fleischresten.P123018312. HOTELP1230120Noch teurer als Hotels in Rio sind nur noch… Hotels in Rio zu Karnevalszeit. Wir haben fünf Tage in einer Bruchbude ohne richtige Fenster für fast 200 Euro die Nacht gewohnt und sind am letzten Tag als Abschluss in eine superschöne Suite von Othon Palace an der Copacabana gezogen. Die hat dann ganze 70 Euro mehr gekostet, aber was für ein Unterschied! Zumindest für eine Nacht würde ich es daher jedem empfehlen, ein Hotel mit einer solchen Aussicht zu buchen. Der einzige Nachteil: Man bleibt den ganzen Abend auf dem Balkon hängen und will gar nicht mehr raus.P1230111P1230141P1230154P1230151P1230172Flüge nach Rio de Janeiro gibt es bei Air France via Paris oder mit KLM via Amsterdam.

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Hasta la Playa Siempre

Den besten All-Inclusive-Tipp meines Lebens habe ich ironischerweise von ein paar Backpackerinnen bekommen. Damals – etwa vor sieben Jahren – machte ich Urlaub in Yucatán (Mexiko) und traf auf ein paar Mädels, die mit dem Rucksack reisten und ihr All-Inclusive-Hotel in Playa del Carmen als eine Art Homebase nutzten. Es lag zentral, also kamen sie immer wieder zurück, wechselten ihre Kleidung, stopften sich mit Seafood-Tacos voll (das hat mich am meisten neidisch gemacht), entspannten einen Tag und weiter ging’s. Es hat sich herausgestellt, dass sie für diese Pauschalreise nur 100 Euro mehr bezahlt hatten als ich nur für den Flug. Nach meinen ersten drei Tagen in einem Bungalow, wo es anstatt von Betten nur Haken für meine Hängematte gab (man hätte auch einfach zwischen zwei Palmen schlafen können), lag ich mit dem Budget sogar drüber. Seitdem schaue ich vor einer Reise nicht nur nach einem Flug, sondern auch nach einem Pauschalangebot. Wenn die Entfernungen in einem Land zu groß sind und man ständig weiterzieht, funktioniert dieser Trick natürlich nicht, aber bei Inseln klappt es eigentlich immer ganz gut. Oder eben nur für einen Teil der Reise. So haben es meine Eltern und ich auch bei unserer Kuba-Reise gemacht. Vor der großen Rundreise blieben wir drei Tage am Strand von Varadero im Iberostar Varadero, kamen dann zurück, wechselten unsere Sachen und fuhren dann weiter auf die kleineren Inseln. Warum ich es Euch erzähle? Dieser Post ist voll mit All-Inclusive-Bildern aus diesen ersten drei Tagen. Und damit er wenigsten ein bisschen Sinn macht, dachte ich, ich gebe vorher einen schlauen Tipp ab.
DSC_0949DSC_0963P1400389DSC_0932Jedes Mal im Urlaub nehmen wir uns vor, etwas mehr am Strand zu entspannen. Vor allem, wenn es die Karibik ist. Ganze zwei Stunden auf der Liege hat’s gedauert. Ich drehe mich nach links: “Mamaaa! Was machen wir jetzt?” “Lies’ ein Buch!” Sagt sie seit ich acht bin. Leider habe ich alle Bücher schon im Flieger ausgelesen. Ich drehe mich nach rechts: “Papaaa! Was machen wir jetzt?” “Wir mieten jetzt auch so ein Boot!” Ha, immer gleich den Papa fragen! Also nicht nur ein paar Fotos vor dem Boot, sondern auch auf dem Boot. DSC_1057DSC_1041DSC_1008P1340247P1350097P1340931P1340933P1340934P1340402P1340380P1340964OLYMPUS DIGITAL CAMERAMit der Entspannung wurde es dann auch an den restlichen zwei Tagen nichts… Was wäre meine Familie ohne Wetten! Wer kann am längsten Unterwasser nicht blinzeln?P1340425DSC_9062Wer kann nach drei Daiquiris im Pool auf einem Bein stehen? Ich schon mal nicht!DSC_1235DSC_9057 - Arbeitskopie 2P1340201P1340120P1340204P1390580Wer hat das schönste Lächeln? Keiner von uns…P1400413P1350106P1340278P1340309P1390534DSC_9077Wer kann Pam am besten nachmachen?DSC_9147DSC_9111Da habe ich gewonnen!OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAWer findet die coolsten Muscheln? Ähm…was verwechselt.P1340671P1340097Wer hat die vernünftigsten Eltern? Dieses Bild erklärt alles…DSC_9311DSC_9229DSC_9216P1340668P1340634P1340651Noch mal kurz zum Ort: Varadero zählt zu den schönsten Strandabschnitten Kubas. Es ist ok, um ein paar Tage zu bleiben und rumzualbern. Besonders “real” ist es aber nicht. Außerhalb der Hotels ist nichts, Kubaner dürfen nicht rein und es gibt fünf Sorten Käse, was auf Kuba sonst auch nirgendwo mehr vorkommt. Varadero liegt aber perfekt, um Ausflüge nach Havanna (130 km) oder Trinidad (250 km) zu machen. Auf keinen Fall aber den Strand ganz auslassen. Playa gehört zu Kuba! Punkt. Wenn Euch Varadero zu touristisch ist, bleibt doch ein paar Tage auf Cayo Largo.

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Turquoise

Papas sind die coolsten Menschen auf der Welt – und das aus mehreren Gründen. Einer davon ist ihre Geduld. Glaubt Ihr nicht? Der Fototest ist der zuverlässigste Beweis. Wenn Ihr Euren Freund im Urlaub darum bittet, von Euch ein paar Bikini-Bilder zu machen, wird er Euch vermutlich den Kopf oder die Füße abschneiden (er will sich eben auf das Wesentliche konzentrieren). Wenn Ihr Eure Freundin danach fragt, wird sie wahrscheinlich das Weitwinkelobjektiv benutzen (Ihr wisst schon, warum). Die Papas dagegen sind immer stolz, wenn ihre (erwachsene) Tochter sie um einen so verantwortungsvollen Gefallen bittet. Bei unserem letzten Urlaub auf Kuba hatte mein Dad eine neue Kamera und ich einen neuen Bikini. Also war es das Selbstverständlichste auf der Welt, beides gleichzeitig auszuprobieren. Einziges Problem bei Papa-Fotos: Man mag jedes davon (im Vergleich zu der sonstigen 1:100-Quote). Also voilà: die hundert Türkis-auf-Türkis-Bikini-Bilder mit der neuen Canon von meinem Dad. Featuring: Ich und ein paar Pelikan-Models, die sich dazu gesellt haben.DSC_1133kuba1DSC_9363DSC_9418DSC_1129OLYMPUS DIGITAL CAMERADSC_9484DSC_9411DSC_8978P1340904DSC_9466OLYMPUS DIGITAL CAMERAP1340841P1340308DSC_9455DSC_9150DSC_1138OLYMPUS DIGITAL CAMERADSC_9499DSC_9515DSC_9496P1340849P1340866P1340822P1340905

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Zehn Tipps für Island im Winter

Ich war in Island im Sommer und ich war in Island im Winter und als ich in Island im Winter war, war es wie in einem völlig anderem Land zu sein. Allein schon deshalb sollte man zweimal hin. Da wäre aber noch ein wichtiger Grund: Im Winter gibt es in Island den Sonnenaufgang für Faule. Ihr könnt in aller Ruhe bis kurz vor elf schlafen, denn dann geht die Sonne erst auf. Und kurz vor drei schon wieder unter. Und wer denkt, Island wäre im Winter ungemütlich, dunkel und grau, wird überrascht sein, wie viele Farben sich um diese Jahreszeit doch noch durchboxen. Nur mit einer Farbe solltet Ihr vorsichtig sein: mit der der Polarlichter. Die Japaner glauben nämlich, dass sie ganz viele Babys bringt. Hier daher meine jugendfreien Tipps für Island im Winter:

1. DER SCHWARZE STRAND VON VÍKP1870341P1870606P1870667P1870359P1870489P1870544Dass der Strand von Vík (im südlichsten Dorf Islands) eigentlich ein schwarzer Lavastrand ist, verraten im Winter nur die Reynisdrangar-Felsen (Bild unten) mitten im Meer. Und manchmal auch die kleine Lücke zwischen dem weißen Meer und dem weißen Schnee (Bild oben).P1870714P1870717Über zu wenig Platz brauchen sich die Isländer nicht zu beschweren. Auch nicht in der Nase…P18707332. WASSERFÄLLEP1880142P1880461Auf Reisen im Golden Circle, der beliebtesten Route im Süden Islands, werden meistens drei Wasserfälle angefahren: Skógarfoss (erstes Bild), Gullfoss (zweites Bild) und Seljalandsfoss (Bild unten). Obwohl der Gullfoss als der mächtigere und der Skógarfoss als der schönere gilt, war der Seljalandsfoss schon immer mein Liebling! Man kann nämlich dahinter laufen und nach einem Wikinger-Schatz suchen. Dass die Treppen etwas vereist waren, hat mich auch nicht weiter davon abgehalten.P1880219P18802633. ESSENP1890815Das erste Gericht werden alle vermutlich noch ganz appetitlich finden: traditioneller isländischer Hummer (fällt immer kleiner aus) im berühmten Fjorubordid-Restaurant. Danach kommt chronologisch: geräucherter Papageientaucher im Hotel Rangá, Pferdefleisch-Carpaccio mit Parmesan im Cava-Restaurant und Gammelhai aus einem isländischen Supermarkt.P1880318P1890165P18903414. GEYSIREP1880387Große Pläne brauchen große Autos. Und was in Deutschland eher protzig aussieht, macht in Island tatsächlich Sinn. So wie auf unserer Fahrt ins Geysir-Tal Haukadalur. Bei Minusgraden sind die Dampfwolken noch gewaltiger. So schießt z.B. der Strokkur (Bild unten) ca. alle zehn Minuten eine bis zu 35 Meter hohe Säule in die Luft (rechts im Foto sind zwei Menschen als Größenvergleich). Während das Wasser bis zu 90 Grad werden kann (nicht anfassen!), hängen an der Absprerrung dicke Eiszapfen.P1880644P1880781P18807685. HOT POTSP1890923OLYMPUS DIGITAL CAMERAIsland ist voll mit heißen Thermalquellen und das haben wir vulkanischen Aktivitäten zu verdanken. Daher sind Hot Pots ein wichtiger Bestandteil der isländischen Bade- und Abhängekultur. Der wohl berühmteste und kommerziellste Hotpot ist die Blaue Lagune mit ihrem milchig-blauen Wasser (ca. 35 Euro Eintritt, zumindest sind die Schönheitsmasken umsonst) in der Nähe vom Flughafen. Aber auch in allen städtischen Bädern (ca. 5 Euro Eintritt, Bilder unten) gibt es diese Natur-Jacuzzis.OLYMPUS DIGITAL CAMERAAnja und ich haben in das städtische Bad ein paar Beauty-Essentials mitgeschleppt…OLYMPUS DIGITAL CAMERAP1880363Die andere Möglichkeit, einen Hot Pot auszuprobieren, wäre ein Hotel mit Hot Pots zu buchen. Zum Beispiel hat das Rangá Hotel seine Wannen draußen im Schnee und ohne direkten Zugang. Da muss man sich vorher schon sehr viel Mut antrinken – mit den vielen isländischen Biersorten geht es ganz gut (ich weiß, ich erzähle immer vom Trinken, aber ich trinke auch einfach so viel).P1890026P1870303Nach bereits zwei Flaschen haben Julia und ich beschlossen, uns ein paar Tipps vom Bären in der Lobby einzuholen – der ist ja schließlich schon länger da.P1870320P1880298Danach war uns die Lösung ganz klar: Wir überwinden den Weg zum Hot Pot, indem wir einfach unsere Havaianas anziehen. Warum ist uns das nicht gleich eingefallen?P1880273Wie es im Hot Pot weiterging, brauche ich ja an dieser Stelle nicht mehr zu sagen. Nur kurz was zum Bild unten: Liebe Mama, ich habe in Island immer meine Mütze getragen, so wie du es mir aufgetragen hast! Es waren übrigens -17 Grad, falls sich das jetzt jemand gefragt hat…P18802946. GLETSCHERWANDERUNGP1880050P1870895P1870972Zur blauen Stunde mit Spikes und Eispickel ausgestattet auf dem Sólheimajökull-Gletscher zu wandern macht Euch einfach nur… blau. Leider wird dieser Gletscher wegen des Klimawandels laut Prognosen in 100 Jahren komplett geschmolzen sein. Daher: Fahrt weniger Auto, fahrt mehr Skateboard!P1870922P1870870P1870992P18709377. SHOPPINGP1870739Nehmt in Island niemals das Wort “Norwegerpullover” in den Mund! Das sind Islandpullover, die aus Wolle einer besonders zähen Schafrasse gestrickt werden. Und halten daher angeblich viel besser warm als die norwegische Variante.P1890314Auch weg mit Euren Jack Wolfskins und North Faces! In Island trägt man das einheimische Label 66°NORTH (seit 1926), das ebenfalls sehr warm hält, aber leider auch viel kostet. Bei mir hat es für eine Mütze gereicht. Die gute Nachricht: Shopping in Island ist Duty Free. Bei Einkäufen über 25 Euro bekommt man am Flughafen 15 Prozent Mehrwertsteuer zurück erstattet.P1890887In Reykjavik gibt es viele Second-Hand-Shops wie z.B. das Spúútnik, wo man günstigere Islandpullover kaufen kann (die dann wiederum oft aus Norwegen sind) und lauter Hipster-Zeugs.P18908778. LAVAHÖHLENP1890527Am Anfang von dieser Tour im Bláfjöll-Gebirge vesteht man nicht so recht, was man hier soll (außer, dass es vielleicht wie auf einer verschneiten Mondlandschaft aussieht). Dann steigen wir in die 3000 Jahre alte Lavahöhle Leidarendi (bedeutet “totes Ende”) ab. Erst 1991 hat man in Island angefangen, solche unterirdischen Lavatunnel zu entdecken, bis heute weiß man von ungefähr 250. Im Winter verwandeln sich die Höhlen in Eispaläste aus Stalaktiten und Stalagmiten. Mit einer Helmlampe ausgestattet, kriecht man teilweise auf dem Bauch durch die Mini-Gänge, um zum nächsten “Raum” zu gelangen. Wenn mal ein Eiszapfen abbricht und auf den Boden knallt, hört sich das an wie kleine Unfälle beim Weihnachtsbaumschmücken.  P1890537P1890552P1890673P18905719. SCHNORCHELN ZWISCHEN DEN KONTINENTENP1880975Yeah! Wir sind so glücklich, dass es bei -19 Grad Außentemperatur gleich ins drei Grad warme Wasser geht! Nein, sind wir nicht. Warum wir trotzdem im Winter schnorcheln gehen? Im Pinvellir-Nationalpark verläuft die Grenze zwischen der nordamerikanischen und eurasischen Kontinentalplatte – hier sind die Kontinente mal auseinandergebrochen. Die Silfra-Spalte wurde aufgrund ihrer unglaublichen Sichtweite von bis zu 100 Metern unter die zehn besten Schnorchelplätze der Welt gewählt. P1880972P1880976Der Trockenanzug soll kein Wasser durchlassen. Umziehen muss man sich auf dem Parkplatz.P1880990P1880993Das ist die Kontinental-Spalte  – von oben eher unspektakulär. Links Europa, rechts Amerika. Sie wird gespeist durch das Schmelzwasser des 50 Kilometer entfernten Langjökull-Gletschers und kommt nach 30 bis 100 Jahren hier perfekt gefiltert an. Wie perfekt gefiltert sieht man aber erst, wenn man unten ist.P1880997Silfra3Und so sieht es aus, wenn man zwischen zwei Kontinenten schnorchelt. Normalerweise nehme ich für den Blog nur eigene Bilder (das Foto oben ist vom Veranstalter Arktische Abenteuer), aber der volle Akku von meiner Unterwasserkamera ist in weniger als einer Minute leer gewesen – so eisig war das Wasser. Viel bewegen muss man sich in der Spalte aber nicht, denn die leichte Unterwasserströmung zieht Euch mit. Als wir nach etwa 40 Minuten wieder draußen waren (Bild unten), hatten wir Eiszapfen im ganzen Gesicht: ich auf den Wimpern, die Jungs in den Bärten. Da fanden wir uns schon ein bisschen cool.P188099810. REYKJAVIKP1890041Reykjavik ist die nördlichste Hauptstadt der Welt. Kalt wird es trotzdem nicht. Denn während man in anderen Hauptstädten ein Taxi braucht, um von einer Bar zum nächsten Club zu ziehen, muss man im Laugavegur (tagsüber Einkaufs- und nachts Partymeile) nur die Straße überqueren. Ganz wichtig: Outdoorkleidung im Hotelzimmer lassen! Mädchen schweben hier elfengleich in ihren weißen Pelzmänteln und Riesenabsätzen über dem Schnee und die Männer sehen so aus, als könnten sie einem frisch gefangenen Fisch den Kopf abbeißen, aber auch Wolldecken für die japanischen Polarlichter-Babys besorgen.P1890089P1890131Das Cava ist eine angesagte Bar (obere Etage) und Restaurant (untere Etage). Sonst noch coole Adressen in Reykjavik: Kaffibarrinn (alle so fame, dass Fotos nicht erlaubt sind), Micro Bar (hat eine eigene Brauerei), Kaldi Bar (Backsteinwände und Klavier), Laundromat Cafe (Wäschewaschen und Brunchen). P1890191P1890226P1890103P1890189Mit der Gang von Arktische Abenteuer, die mir Island und noch viel mehr gezeigt haben: Anja und Gardi. Danke! Und erstaunlich: In Island gibt es auch “normales” Fleisch wie Ente (Bild unten).P1890178P1890447Das Konzerthaus Harpa ist das neue Wahrzeichen der Stadt. Wem es zu brav ist: Im Phallusmuseum kann man mehr als 280 Penisse aus der ganzen Tierwelt bestaunen. Darauf einen Hot Dog aus der berühmtesten Bude der Stadt: Beajarins Beztu PylsurP1890338Flüge nach Island gibt’s mit WOW-Air, der einzigen Lowcost Airline Islands schon ab 59 Euro/Strecke. Die beschriebenen Touren sind bei Arktische Abenteuer direkt auf der Webseite oder in ihrem Büro in Reykjavik zu buchen. Lest hier meine Geschichte über Island im Winter bei BildPlus und hier in der BZ.

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Versteckte Bucht in Deià

Wenn Ihr in Deià (Mallorca) seid, nehmt euch unbedingt 15 Minuten Zeit, um zur Cala de Deià zu wandern, einer etwas versteckten Bucht, die vor allem von Booten für ein schnelles Mittagessen angefahren wird (nicht mit dem Auto hinfahren, der Parkplatz ist teuer und überfüllt). Ihr findet hier zwar keinen klassischen Traumstrand – es ist steinig, schattenfrei und Rafaelo gibt´s auch nicht. Aber für mich hat diese Bucht einen gewissen “Flinstone”-Charme: Man breitet seine Tücher einfach auf der Bootsrampe aus oder klettert direkt vom Wasser aus in das zusammengetackerte Restaurant. Und mitten in der Bucht gibt es einen Stein zum Runterspringen und Angeben! Perfekt also für Kinder und Freundin.
P1710474P1710683P1700055P1710629P1710753P1710760P1710688P1710647 - Arbeitskopie 2P1710135P1710762P1710778P1710830P1710808P1710821Lest hier meine Reisegeschichte über Deià in der BZ.