Tag Archives: sunset

P1920219

Allein im Robinson Club Maldives

Freunde fragen mich oft, ob ich überhaupt noch aufgeregt bin, so oft wie ich verreise. Die Antwort: Jede Sekunde und auf jeder einzelnen Reise. Und wenn ich‘s mal nicht bin, hole ich mir drei Kaffee und schon habe ich wieder Herzklopfen – so einfach ist es. Jedenfalls war ich bei meinem letzten Trip ganz besonders aufgeregt, denn ich war zum ersten Mal in meinem Leben allein verreist. Und das an einen Ort, wo alle in Begleitung von ihren Lieblingsmenschen kommen. Die meisten Gäste im  Robinson Club Maldives sind nämlich Honeymooner oder zumindest Menschen, die vor haben, den ganzen Urlaub lang rumzuknutschen. Ich war nicht so sehr besorgt wegen des (Nicht-)Knutschens, sondern mich viel mehr gefragt, wer denn die ganzen typischen Inna-Posing-Fotos machen soll (zumindest bin ich ehrlich)… Und paradoxerweise hatte ich noch nie sooo viele Posing-Fotos wie am Ende von DIESER Reise!P1910683P1910667P1920389P1910672P1920416P1920148P1920414P1920364P1920404P1910660Man hat die Wahl zwischen einem Wasser-Bungalow (mit Glasboden neben dem Bett, riesiger Terrasse und einer Treppe direkt ins Wasser) oder einem Strand- oder Garten-Bungalow (für alle, die Sand an den Füßen lieben). Ich hatte ein paar Bilder von einem Strand-Bungalow auf meinem letzten Post. Und habe es geliebt wegen des Draußen-Badezimmers.P1910636P1910687P1910713P1910982P1910992P1920004Am ersten Tag wollte ich erstmal die Insel kennenlernen, was bei einer Größe von 450×240 Metern nicht all zu viel Zeit in Anspruch nahm. In 20 Minuten war man einmal rum. Bei den Malediven hatte ich aber immer diese tollen Aufnahmen von oben im Kopf: eine Insel mitten im Nichts und ein paar Wasservillen. Der beste Weg, um auch solche Angeberfotos zu machen, ist mit einem Parasail zu fliegen. Ich habe sogar meine normale Kamera mitnehmen können, denn man startet und landet auf einem Boot und wird nicht nass. Achtet darauf, dass ihr zwischen 10 und 15 Uhr an einem klaren Tag fliegt, dann werden die Farben am schönsten. Und dass die Fußnägeln immer schön lackiert sind. So könnt Ihr beim Fotozeigen immer so tun, als ob Ihr nur den neuen Nagellack präsentieren möchtet und dann ganz beiläufig: “Ach übrigens, das dahinter war unsere Insel”!DSCN0427P1910776DSCN0452P1910898P1910948P1910804P1910921P1910874Beim Fliegen hatte man auch die einzigartige Möglichkeit einen Blick auf die Präsidenten-Suite am Ende der Wasservillen zu werfen. Am liebsten wäre ich gleich in ihrem Pool gelandet. Aber die Drinks waren noch nicht kalt…P1910700Das Restaurant des Robinson Clubs hatte immer ein riesiges internationales Buffet, aber eben auch eine Ecke mit lokalen Spezialitäten und einem einheimischen Koch, der mit Begeisterung in aller Ausführlichkeit erklärte, was das ist und wie man es macht und zu welchem Anlass man es isst und gegen welche Krankheiten es hilft. Die Insel hat einen eigenen Gemüse- und Kräutergarten, eine Bäckerei und eine Filteranlage, um aus Meereswasser Trinkwasser zu machen. So muss der Essenscontainer nur einmal in zwei Wochen kommen und man spart 400.000 Plastikflaschen jährlich. Ich will jetzt nicht wie eine Lehrerin klingen, aber ich fand es beeindruckend, wie sich so eine kleine Insel selbst versorgen kann. Zumal jede Insel der Malediven nur einen Meter über dem Meeresspiegel liegt und der steigt ständig…P1910325P1920303P1910340P1910431Wer in einem Strand-Bungalow wohnt, hat immer einen kleinen eigenen Strandbereich mit zwei Liegen. Kein Gebäude auf der Insel darf höher gebaut sein als die höchste Palme. Das da unten sind ihre Früchte.P1920360P1910516P1920173P1920158P1920199Nach nur einem Tag habe ich mich wie ein Biologe gefühlt und kannte jeden Baum, jede Blume und jede Hängematte der Insel. Und lernte auf meiner Expeditionstour immer mehr Leute und Hobbyfotografen kennen. P1920436P1920441P1920049Auf der Insel gibt es zwei perfekte Orte für den Sonnenuntergang. Einen seht Ihr hier, den zweiten am Ende.P1920056P1910492P1920077P1910258P1910525P1910609P1910600P1910531Partys und ich ziehen uns magisch an und am Abend meines Ankunftstages gab es – Überraschung – eine Party. Und zwar den Captains Dinner, bei dem die ganze Crew sich als Matrosen verkleidet und alle Gäste in Weiß kommen müssen. Am Ende des Tages kannte ich bereits so viele Leute, dass es sich wie eine Feier unter Freunden anfühlte, nur dass keiner am Ende abwaschen musste…P1910554P1910559P1910587Was ich schon als Kind gelernt habe: Freunde dich immer mit den Eiscreme-Jungs an (Jaaa, das Robinson-Schiff war aus Eis!). Ich muss aber etwas außer Übung sein: Sie wollten es mir nicht aufs Zimmer liefern…P1910623Abends sah man immer Baby-Haie, die ganz nah an die Insel kamen. P1910420P1920340Am zweiten Tag konnte ich dann endlich das Wasser testen. Es ist das ganze Jahr über ca. 27 Grad warm und man kann stundenlang drin sitzen. P1920297Warum ich nicht sexy aussehe obwohl ich mir doch so viel Mühe gebe? Der Baum war voller Stacheln und ich fühlte mich eher wie Yogi-Mann ohne Matcha-Tee als ein cooles Strandbabe.P1920162P1920203P1910348P1920219P1920232P1920264Dieser Tag mag vielleicht etwas faul aussehen, aber zwischen all dem Posieren war ich noch schnorcheln und tauchen. Ich habe nämlich eine neue Unterwasserkamera zum Geburtstag bekommen und konnte es kaum abwarten, sie endlich den Haien zu präsentieren. P1910156Das ist der zweite perfekte Sonnenuntergangs-Ort: die Sundowner Bar mit DJ, der jeden Abend Chill Out Musik auflegt. Ich bin jetzt keine Sonnenuntergangs-WOWer, aber dieser Ort war einfach nur WOW.P1910221P1920130P1910232P1910308P1910275Ein besonderes Dankeschön an die verrückte Crew von Robinson Club Maldives für die tolle Zeit! Es gibt so viele Geschichten, die ich gerne erzählen würde, aber was auf einer Robinson-Insel passiert… Lest hier meine Geschichte über die Malediven in der BZ am Sonntag. Eine Woche im Club mit Vollpension inkl. Flug kostet ab 2299 Euro pro Person. Ich bin mit Turkish Airlines geflogen und bin seitdem ein Fan. Economy fühlt sich hier an wie Business. Und es gibt Lipgloss für alle!

P1680871

Über den Dächern: Riga Terrace

Es ist fast schon zu einem Ritual geworden: Jedes Mal wenn ich in meine Heimatstadt Riga zurückkehre, gehe ich hoch auf die Terrace Riga, eine Dachterrasse auf der 8. Etage des Einkaufszentrums Galleria Riga (10 Min. von der Altstadt), um den Sonnenutergang zu sehen. Natürlich gäbe es in der Stadt auch höhere Plätze dafür, z.B. die Skyline Bar in der 26. Etage des Hotels Radisson Blue (auch auf den Fotos). Da Riga aber nicht zu den höchsten Städten der Welt gehört, finde ich, dass Terrace Riga vollkommen ausreicht. Ich gehe nie bevor es ganz dunkel wird und die Kellner anfangen Decken auszuteilen. Denn jede Minute färbt sich der Himmel hier im hohen Norden in eine ganz neue Farbe. Eine andere Sache, die ich an dieser Dachterrasse sehr schätze: es gibt immer Tische. Mit 4 Bars und 600 Plätzen ist Terrace Riga die größte im Baltikum. Man braucht also nicht zu reservieren!P1680803P1680918P1680855P1680812P1680869P1680891P1680861P16809461085465_10151551895212097_1350851708_nP1680952P1680965P16809281147951_10151551891917097_84711319_nP1680978Flüge nach Riga gibt´s bei airBaltic.

P1440839 Kopie

Lichter an, Hosen runter in Kopenhagen

Um ehrlich zu sein, war es noch nicht einmal meine Idee. Auf dem Weg zurück ins Hotel nach unserem ersten Kopenhagen-Tag, wollte ich nur noch kurz Postkarten für meine Oma kaufen. Als ich sie in der Hand hatte, dachte ich nur: Und DAS soll der Ort sein, an dem wir eben gerade gesessen haben? Nyhavn (Der Neue Hafen) sieht beim Sonnenuntergang – anscheinend das beliebteste Postkartenmotiv – wirklich komplett anders aus. Das mache ich übrigens ziemlich oft: In einer neuen Stadt nach Postkarten schauen und ein paar Ideen klauen, wie man sie am besten fotografiert. Jedenfalls sind wir umgedreht, hatten auf dem Weg noch ein paar Bier am Königlichen Neuen Markt (der größte Platz in der Innenstadt, zweites Foto), warteten bis die Sonne langsam untergeht und gingen zurück zum Nyhavn für diese “Ich-habe-keine-eigenen-Ideen-Bilder”.P1450296P1440886P1440807P1440839 KopieP1440852Auf dem Weg zurück (und dieses Mal wollten wir wirklich ins Hotel) sind wir an Tivoli vorbei, dem ältesten Freizeitpark der Welt. Er ist im Winter immer zu, aber genau gegenüber rannten lauter hübsch angezogener Leute zum Zirkus. Also sind wir einfach hinterher und sind in einer in Dänemark anscheinend sehr bekannten Dinnershow gelandet (Wallmans). Nach vier Stunden, vier Gängen und vier Millionen Lachern, kam am Ende mein Lieblinsteil der Vorstellung, wahrscheinlich die selbstironischste Sexy-Show der Welt. Zwischen den Tischen wurde eine Badewanne aufgebaut, den Gästen Regenmäntel ausgeteilt und dann seht selbst…P1440089P1440101P1440104P1440137P1440108Dieses Foto ist extra für die Mädels:P1440196Das hier für die Jungs:P1440206Und die letzen zwei Bilder für alle, die noch nicht genau wissen ;-) P1440202P1440214